Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Vom Stolz untoter Klangsensationen: Melvin Poore spielt Kompositionen für Tuba und Elektronik

13.02.14 (Anna Schürmer) -
„Death Be Not Proud“ – der Titel der neuen CD-Produktion von WERGO ist ebenso programmatisch wie bedeutungsschwanger: Ist es ein Appell an den Stolz der zeitgenössischen Komponisten gegenüber den alten, toten Meistern? Oder eher eine Antwort an all jene, die der Neuen Musik die Lebensgeister absprechen?

In Cendos Universum

Musikalische Großformen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Donaueschinger Musiktage. Raphaël Cendos "Registre des lumières" löste diese Vorgabe nicht nur in formaler Hinsicht ein, sondern der Franzose spannt in seinem Tryptichon auch gedanklich einen gewaltigen Bogen. Der Videomitschnitt der Uraufführung vom 19. Oktober 2013 mit dem SWR Vokalensemble Stuttgart und dem Ensemble musikFabrik ist eine Produktion von nmzMedia im Auftrag des SWR.

Rolf Beck stellt Programm der neuen Chorakademie vor

10.02.14 (dpa) -
Lübeck - Die Internationale Chorakademie wird von Ende März an in vier Konzerten die Ergebnisse ihrer ersten Probenphase vorstellen. Geplant seien zwei Aufführungen von Johann Sebastian Bachs Johannespassion, ein Konzert mit der schwedischen A-Capella-Gruppe Vocal Six und die Uraufführung eines Werkes des türkischen Komponisten Fazil Say.

Fama wohnt jetzt im Eisschrank

04.02.14 (Verena Fischer-Zernin) -
Matthias Kaul ist der große Kompromisslose der aktuellen Musik aus dem Norden. Mit seinem vielfach preisgekrönten Ensemble L’art pour l’art hat er schon vor Jahren der Freien und Hansestadt Hamburg den Rücken gekehrt, weil die einfach nicht begreifen, jedenfalls nicht in Zuschüsse ummünzen wollte, welche Impulse die Hamburger Musikszene diesem innovativen, hochbegabten Kopf verdankte.

„Krieg und Frieden“ – Das KlangZeit-Festival für Neue Musik Münster glückt

Irgendwie hängt dem westfälischen Münster immer noch das Klischee einer verschlafenen ehemaligen preußischen Provinzialhauptstadt an. Was gibt es dort schon außer Kirchen und Regen? Es gibt dort viel Musik! Und vor allem für Kenner der Neuen Musik-Szene alle zwei Jahre die „KlangZeit“, ein ausgedehntes Festival der Gesellschaft für Neue Musik Münster, diesmal überschrieben mit dem Motto „Krieg und Frieden“.

Reden über Bäume

03.02.14 (Rainer Nonnenmann) -
Man sollte es nicht für möglich halten, aber es gibt immer noch Leute – wie das gegenwärtige Gerede über „Digitalisierung“, „Welthaltigkeit“, Diesseitigkeit“ oder „Konzeptionalismus“ zeigt –, die glauben tatsächlich, neue Musik auch heute noch ohne größeren Reibungsverlust mit den puristischen Reinheitsidealen des Serialismus der 1950er Jahre und dem damaligen intellektualistisch untermauerten Materialfortschritt und Kontrollwahn über sämtliche Parameter gleichsetzen zu können.

Die Revolution frisst ihre Kinder

03.02.14 (Anna Schürmer) -
„Darmstadt hatte stets seine Opfer“ – dieser kurze Satz aus der Feder von Hermann Danuser beschreibt den bedingungslosen Fortschrittsimperativ, der die Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik zur Bastion einer permanenten klingenden Revolution machte, die immer wieder dazu verdammt war, ihre Kinder zu fressen. Das Haltbarkeitsdatum neuer Regeln verkürzte sich, eine Entwicklung löste die andere ab und kein Sieger konnte sicher sein, nicht morgen als Verlierer vom Platz zu gehen und durch die nächste oder übernächste Woge im Progress der Avantgarde stigmatisiert zu werden. Insbesondere in den 1950er-Jahren ertönte in Darmstadt in regelmäßigen Abständen die französische Heroldsformel: Der König ist tot – es lebe der König.

Stoppuhren in der Dunkelheit – Josef Ramsauers „Nachtsedimente“ in Eichstätt uraufgeführt

31.01.14 (Carolin Kirsch) -
Für viele Konzertbesucher beginnt die Premiere von Josef Ramsauers neustem Werk im Rahmen des Orchesterkonzerts an der Katholischen Universität (KU) Eichstätt am 29. Januar 2014 völlig unerwartet. Ein Stück, das Fragen aufwirft, auf die es keine Antworten gibt. Weil es keine Antworten geben soll. Es muss nicht alles erklärt werden – das ist die Devise. „Nachtsedimente“ hat der Komponist das Stück genannt – und Nacht wird es auch im Konzertsaal wenn die ersten Töne erklingen.

Glissandi und Schlafgeräusche in gleißender Dunkelheit – „Lezioni di tenebra“ von Lucia Ronchetti an der Berliner Staatsoper

31.01.14 (Peter P. Pachl) -
Der Staatsoper Berlin gelingen in ihrer zeitgenössischen Reihe in der Werkstatt des Schillertheaters die weitaus spannenderen Abende als auf der großen Bühne, so auch mit Lucia Ronchettis Oper „Lezioni di tenebra“, die vor knapp einem Jahr im Konzerthaus Berlin ihre Uraufführung erlebt hatte. Wer nur eine weitere Spielfassung einer Barock-Oper erwartet hatte, wurde vielfältig positiv überrascht: ein organisch stimmiges, eindrückliches Klangerlebnis, das ins Ohr geht und das in einer auch szenisch faszinierenden, stimmigen Umsetzung im Gedächtnis bleibt – ein großer Abend.

Keuchen, Glucksen und Rülpsen – Salome Kammer glänzt in „Lohengrin“ von Salvatore Sciarrino

27.01.14 (Ute Schalz-Laurenze) -
Fast zehn „Vorhänge“ in der Exerzierhalle: Haben wir am Oldenburgischen Staatstheater Mozart oder Verdi gehört? Nein, zeitgenössisches Musiktheater, „Lohengrin“ des italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino. „Unsichtbare Handlung für Solistin, Instrumente und Stimmen“ nennt er sein 1982 entstandenes, 1983 in Mailand uraufgeführtes Melodram.
Inhalt abgleichen