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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Offener Brief „Unerhörte Musik“ – Was ist uns die Musik wert?

04.07.14 (DMR) -
Auch der Deutsche Musikrat äußert sich jetzt in seinem letzten Newsletter zum Förderende der Veranstaltungsreihe „Unerhörte Musik“ in Berlin und richtet sich dabei an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Der Generalsekretär des Deutschen Musikrats, Christian Höppner, fordert dazu auf, „eine nachhaltig wirkende Konzeptionsplanung für die Kulturmetropole Berlin voranzutreiben. Dazu gehört auch die Fortführung der Förderung für die „Unerhörte Musik“ in 2015 und darüber hinaus.“

Mit Tuchfühlung ins Musiklabor

04.07.14 (Ilja Stephan) -
Schleswig-Holstein und seine Landeshauptstadt Kiel seien eine Diaspora der Neuen Musik, so wird es gerne behauptet. Auch Friedrich Wedell, Gründer und Motor des „Forums für zeitgenössische Musik“ in Kiel, würde dem wohl nicht grundsätzlich widersprechen – aber viele wichtige Aspekte hinzufügen. Wer die Arbeit des „Forums für zeitgenössische Musik“ verstehen wolle, so Wedell, der müsse sich mit der Vorgeschichte der Neuen Musik im Kieler Musikleben auseinander setzen.

Die Orgelbank als Forschungsplatz zwischen allen Stühlen

04.07.14 (Georg Beck) -
Wer zur Avantgarde gehörte, hat für ihn komponiert. Für Gerd Zacher zu schreiben, bedeutete, für einen wachen Geist zu schreiben, für einen Musiker, der seinen Auftrag, sein Wirken stets anwaltschaftlich verstanden hat: als Komponist, als Publizist, vor allem aber doch als Organist, was den Glanz seines Namens begründet hat.

Vor Leben strotzende Spätwerke: Roberto Gerhards Kammermusiken auf CD

30.06.14 (Mátyás Kiss) -
Nach zwei groß angelegten Initiativen in den neunziger Jahren, das Werk Roberto Gerhards (1896–1970) umfassend diskographisch zu erschließen – die eine beim längst eingestellten Label Disques Montaigne, die andere bei Chandos – war es in den letzten Jahren auffallend still um den einzigen spanischen Schönberg-Schüler. Jetzt sind gleich zwei hochrangige Einspielungen mit später Kammermusik erschienen.

Schneider-Schott-Musikpreis geht an Geigerin Widmann

26.06.14 (dpa) -
Der mit 15.000 Euro dotierte Schneider-Schott-Musikpreis geht in diesem Jahr an die Geigerin Carolin Widmann. Bedeutende Werke der jüngeren Musikgeschichte seien erst durch regelmäßige Aufführungen der 1976 in München geborenen Widmann und ihre unvergleichlichen Interpretationen einem breiten Publikum bekannt geworden, begründete die Jury nach einer Mitteilung der Stadt Mainz am Donnerstag die Entscheidung.

Auf der Baustelle als einem Ort zwischen Gestern und Morgen: Jürgen Flimm inszeniert Salvatore Sciarrinos „Macbeth“

22.06.14 (Peter P. Pachl) -
Ein Staatsopernintendant, der in einem Ausweichquartier spielen muss, ohne dass ein Ende auf die Zeit des Um- und Ausbaus des Staatsoperngebäudes in Sicht ist, kann wohl mit dem Kapitän einer Boeing 787 verglichen werden, dem sein erster Einsatz auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg versprochen ist. Jürgen Flimm ließ es sich nicht nehmen, in seiner Ära, die sich durch internationale Koproduktionen wie auch durch den Einsatz für neue Werke des Musiktheaters auszeichnet, doch eine erste Premiere in der noch unfertigen Staatsoper Unter den Linden zu realisieren.

Solitäre Gestalten, fraktale Melancholie

20.06.14 (Dirk Wieschollek) -
Vielleicht sind die interessantesten Komponisten immer diejenigen gewesen, denen es gelang, scheinbare Widersprüche in eine besonders eigenwillige Sprache zu transformieren. Der 1980 im serbischen Subotica geborene Marko Nikodijevic ist ein solcher Komponist und vielleicht deshalb einer der momentan auffallendsten Vertreter seiner Zunft, frisch ausgezeichnet mit dem Musikautorenpreis für Nachwuchskünstler der GEMA. Bereits 2013 erhielt er den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. Technokultur und Orchesterklang, Computerprozess und Intuition, Eklektizismus und Personalstil sind für Nikodijevic keine ästhetischen Antagonismen, sondern konstituieren ein Spannungsfeld, aus dem die Intensität von Musik erst erwächst, zumal einer zeitgemäßen.

Glucksen, Seufzen und Gurgeln der ungeliebten Elsa – Salvatore Sciarrinos „Lohengrin“ zur Eröffnung des Berliner Festivals „INFEKTION!“

15.06.14 (Peter P. Pachl) -
Ein Operntreppenwitz des 21. Jahrhunderts: wie vordem noch nicht erlebt, stehen vor dem Eingang zur Werkstatt des Schillertheaters ungewöhnlich viele Verkäufer, die Karten für die Premiere anbieten. Sie hatten gedacht, im Vorfeld ein besonderes Verkaufsschnäppchen zu machen, da nie zuvor „Lohengrin“-Karten so preisgünstig zu bekommen waren – und da auf Wagner doch so ein Run ist. Dasselbe könnte den Schwarzmarkthändlern in einer Woche bei „Macbeth“ passieren. Offenbar hatten sie den kleingedruckten Namen des Komponisten übersehen: Salvatore Sciarrino.

Forschungsplatz Orgelbank: Gerd Zacher (1929-2014)

13.06.14 (Georg Beck) -
Wer zur Avantgarde gehörte, hat für ihn komponiert. Für Gerd Zacher zu schreiben, bedeutete, für einen wachen Geist zu schreiben, für einen Musiker, der seinen Auftrag, sein Wirken stets anwaltschaftlich verstanden hat: als Komponist, als Publizist, vor allem aber doch als Organist, was den Glanz seines Namens begründet hat.

Staatsoper: Festival mit zeitgenössischem Musiktheater

13.06.14 (dpa) -
Zwei Wochen lang öffnet sich Berlins Staatsoper dem zeitgenössischen Musiktheater. Von diesem Samstag an präsentiert die Staatsoper im Schiller Theater bis 1. Juli Werke von einigen der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten, darunter Salvatore Sciarrino, Lucia Ronchetti und Morton Feldman. Das Festival «Infektion!» sei in dieser Art für Deutschland einzigartig und habe sich im vierten Jahr fest im Kulturleben der Stadt etabliert, teilte die Staatsoper am Donnerstag mit.
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