Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Verzahnung von Theorie und Praxis: Fachkongress "upgrade. Neue Musik Vermittlung"

15.04.15 (PM) -
"upgrade. Neue Musik Vermittlung" ist das Motto des vom langjährigen Leiter der Donaueschinger Musiktage Armin Köhler initiierten Festivalkongresses vom 15. bis 17. Mai in den Donauhalle. Diese Veranstaltung der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen e.V. und der Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit den Donaueschinger Musiktagen widmet sich dem Thema der Vermittlung Neuer Musik auf neuartige Weise:

THE COLOUR - Musiktheater von Gerhard Stäbler wird uraufgeführt

15.04.15 (PM) -
Würzburg - Bereits in den vergangenen Spielzeiten hat das Mainfranken Theater Würzburg konzertante Opern wie La Traviata oder La Sonnambula zur Aufführung gebracht. In dieser Spielzeit erfährt diese Reihe eine ganz besondere Fortführung: Aus Anlass des 70. Jahrestages der Zerstörung Würzburgs und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges hat Gerhard Stäbler das Musiktheaterwerk The Colour für großes Orchester, Solisten und Chor komponiert.

Das Lied der Freiheit wagen – Der heidelberger frühling sucht die musikalische Veränderung

14.04.15 (Christian Kröber) -
Unter dem Motto „freiheit wagen“ präsentiert sich das internationale musikfestival heidelberger frühling nunmehr zum 19. Mal der musikinteressierten Öffentlichkeit. Nach der Notwendigkeit eines Themas für sein Festival gefragt, antwortet Intendant Thorsten Schmidt mit seinem Selbstverständnis von Festivalkultur.

Vom Musen- zum Vergnügungstempel

13.04.15 (Isabel Herzfeld) -
„Mythos Berlin“ hieß eine Ausstellung auf dem Ruinengelände des Anhalter Bahnhofs, deren Eröffnungsfeier den Auftakt zur von nun an regelmäßig wiederkehrenden Randale des ersten Mai in Kreuzberg gab. Das war 1987, zu Vorwendezeiten, als noch ein opulentes Buffet genügte, um den Zorn nicht nur der Underdogs zu erregen.

Fifty Shades of Phaedra

13.04.15 (Joachim Lange) -
Am Ende dieser Premiere muss man erstmal durchatmen. Wenn die Musik gleichsam in jene Welt entschwindet, zu der Hans Werner Henze selbst schon unterwegs war, als er daran schrieb. Mit Erschöpfungszuständen zum Tode hin. Es ist eine Spätwerk-Klangwelt, die Henze zur sperrigen Poesie seines Wunsch-Librettisten Christian Lehnert da meisterhaft auffächert. Aber eine, die der Genussmensch Henze geschrieben hat.

Es sind noch Fragen zu stellen

„Sind noch Lieder zu singen?“ Unter diese Frage stellte die Hugo-Wolf-Akademie ein viertägiges Festival an der Stuttgarter Musikhochschule. Bei Paul Celan heißt es: „Es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen“. Natürlich werden weiterhin Lieder gesungen, die Hitparade ist voll davon, der European Song Contest steht bevor. Hier war das Kunstlied zur Klavierbegleitung gemeint: eine deutsche Tradition, die auf Schubert zurückgeht. Wie hat sich dieses nach 1945 in beiden Hälften des Landes entwickelt? Zwei Pianisten aus Ost und West, Steffen Schleiermacher und Axel Bauni, konzipierten das Programm. Dazu kamen zwölf Uraufführungen: zehn Kompositionsaufträge und zwei Gewinner eines Wettbewerbs.

Wanderschaft und Verweilen

13.04.15 (Alexander Strauch) -
Vom 19. bis 21. Februar veranstaltete die musica viva des Bayerischen Rundfunks ein kleines Festival mit drei Konzerten: Zuerst präsentierten sich Solisten des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik in der Allerheiligenhofkirche. Tags darauf zog man nur ein paar Meter um die Ecke weiter in den Herkulessaal, das Stammhaus der Konzertreihe. Als ob man einen Parcours zwischen den bisher ab- wie angezählten Alternativen für einen neuen Konzertsaal ablaufen sollte, fand man sich zuletzt am Fuße des Gasteigs, schräg gegenüber der Insel des Deutschen Museums in der Muffathalle wieder. Oder war diese erlebte Wanderschaft das unausgesprochene Motto dieses Wochenendes Ende Februar?

Abraham versammelt die Weltreligionen

13.04.15 (Verena Düren) -
„Wenn das klappt, dann hole ich euch nach Palästina“, so war die begeisterte Reaktion von Ulrich Nitschke, als er von den Plänen der Kreuzkirche Bonn hörte, im Rahmen des düsseldorf festivals und gemeinsam mit der Kantorei der Johanneskirche Düsseldorf die neue Oper von Daniel Schnyder aufzuführen. Das Thema: die Lebensgeschichte Abrahams, des Stammvaters der drei großen monotheistischen Weltreligionen. Der Schweizer Komponist Schnyder hat die menschliche Dreiecks-Geschichte um Abraham, seine Frau Sara und die Geliebte Hagar als symbolisch für die Entstehung der drei Religionen umgesetzt. Multikulturell ist dabei die Musik, die Orient und Okzident, Jazz, Klassik und Weltmusik verbindet. Im November 2014 fand die Uraufführung der szenischen Umsetzung in Düsseldorf statt (siehe www.nmz.de), zwei gefeierte Aufführungen in Bonn folgten.

Kunst und Anti-Kunst

13.04.15 (Rainer Nonnenmann) -
Als Reaktion auf Phasen besonders ambitionierten Kunstwollens und verfeinerter Ästhetik gab es in der Vergangenheit immer wieder dezidiert anti-künstlerische und anti-ästhetische Bestrebungen, auch in der Musik. Auf das lange 19. Jahrhundert mit Musikdramen, Monumentalsinfonien, Symbolismus und Jugendstil, mit übersteigertem Romantizismus, Ausdrucks-, Stil- und Schönheitsbedürfnis antworteten während und nach dem Ersten Weltkrieg die provokant „sinnlosen“ Musik-, Sprach-, und Bildkompositionen des Dadaismus, dessen Materialien, Durcharbeitungs- und Präsentationsweisen dem bisherigen Kunstverständnis eklatant widersprachen. Die fundamentale Kunstkritik des Dada richtete sich nicht zuletzt gegen den – wie Herbert Marcuse später konstatierte – „affirmativen Charakter“ der idealistischen bürgerlichen Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts, die das Publikum die humanistischen Ideale von Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit – wie etwa im Schlusschor von Beethovens 9. Sinfonie – als bereits erfüllt hatte erleben lassen, statt Impulse zu geben, die tatsächlich ganz anderen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse aktiv zum Besseren zu verändern.

Rückblende 2015/04

13.04.15 (Eckardt Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Vermischte Nachrichten +++ Vor 50 Jahren: Junge Komponisten antworten einer WDR-Umfrage, was sie mit ihrer Arbeit bewirken wollen
Inhalt abgleichen