Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Zähflüssiger Raum – Das Eröffnungskonzert der MaerzMusik 2015 in Berlin

22.03.15 (Martin Hufner) -
Der neue künstlerische Leiter der MaerzMusik, Berno Odo Polzer, hat einiges vor in seinem ersten Jahr vor Ort. In der wortreichen Pressekonferenz vor einer Woche versprach er, dass jedes Konzert ein eigenes Ereignis werden würde, dass es keine Zufälligkeiten in der Zusammenstellung geben werde, in der Not Ratgeber gewesen wäre. Angefangen von „Liquid Room“ bis zu „The Long Now“ (das über 30 Stunden am Ende des Festivals im Kraftwerk Berlin gehen wird). Drum herum wird dann gelesen und gedacht bei „Thinking Together“.

MaerzMusik eröffnet mit „Liquid Room“ und gibt Freiheit über Raum und Zeit

17.03.15 (PM) -
An zehn Festivaltagen, vom 20. bis 29. März, beleuchten die Berliner Festspiele mit dem vom künstlerischen Leiter Berno Odo Polzer neu ausgerichteten Festival MaerzMusik das Thema Zeit. Dem griechisch-französischen Komponisten Georges Aperghis ist anlässlich seines 70. Geburtstages ein Schwerpunkt gewidmet. Das Eröffnungsprojekt „Liquid Room“ findet als vierstündiges Konzert am 20. März ab 20.00 Uhr auf der großen Bühne im Festspielhaus statt.

Fifty Shades of Phaedra –Florian Lutz‘ Inszenierung von Hans Werner Henzes „Phaedra“ an der Oper Halle

17.03.15 (Joachim Lange) -
Am Ende dieser Premiere muss man erstmal durchatmen. Wenn die Musik gleichsam in jene Welt entschwindet, zu der Hans Werner Henze selbst schon unterwegs war, als er daran schrieb. Mit Erschöpfungszuständen zum Tode hin. Es ist eine Spätwerk-Klangwelt, die Henze zur sperrigen Poesie seines Wunsch-Librettisten Christian Lehnert da meisterhaft auffächert. Aber eine, die der Genussmensch Henze geschrieben hat.

Fragen und Antworten – Ein Festival der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart beleuchtet das Kunstlied seit 1945 in Ost und West

„Sind noch Lieder zu singen?“ Unter diese Frage stellte die Hugo-Wolf-Akademie ein viertägiges Festival an der Stuttgarter Musikhochschule. Bei Paul Celan heißt es: „Es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen“. Natürlich werden weiterhin Lieder gesungen, die Hitparade ist voll davon, der European Song Contest steht bevor. Hier war das Kunstlied zur Klavierbegleitung gemeint: eine deutsche Tradition, die auf Schubert zurückgeht. Wie hat sich dieses nach 1945 in beiden Hälften des Landes entwickelt? Zwei Pianisten aus Ost und West, Steffen Schleiermacher und Axel Bauni, konzipierten das Programm. Dazu kamen zwölf Uraufführungen: zehn Kompositionsaufträge und zwei Gewinner eines Wettbewerbs.

Musiktheater als gesellschaftlicher Krankheitsbefund –Alban Bergs „Wozzeck“ im Theater Augsburg

13.03.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Augsburg ist immer auch „Brecht-Stadt“. Diesmal gab es dessen „Verfremdungseffekt“ in besonderer Form: die allerorten grassierende Grippe hatte Robin Adams schon in den Endproben niedergezwungen; tapfer sang er dennoch die Premiere; doch nun konnte er als Wozzeck auf der Bühne nur agieren, während Bariton Hans Gröning am Bühnenrand vom Blatt sang. Das gab dem Abend noch mehr den Charakter „Fallstudie mit expressiver Musik“.

Mit Kaoss Pad ins Weltgestrüpp

13.03.15 (Dirk Wieschollek) -
Versucht man, sich den kompositorischen Werdegang von Sarah Nemtsov anhand ihres Werkverzeichnisses, also gleichsam aus der Vogelperspektive, zu vergegenwärtigen, sieht man sich einem imposanten Katalog gegenüber. Weit über 100 Kompositionen stehen der 34-jährigen Berliner Komponistin zu Buche, frühe Werke vor Nemtsovs Kompositionsstudien bei Johannes Schöllhorn (ab 2000) und Walter Zimmermann (ab 2005) gar nicht mitgerechnet.

Theater Magdeburg zeigt zwei Literaturopern als Deutsche Erstaufführungen

12.03.15 (dpa) -
Magdeburg - Innerhalb der kommenden drei Wochen bringt das Theater Magdeburg gleich zwei Literaturopern als Deutsche Erstaufführungen auf die Bühne. Am kommenden Samstag (14.3.) wird erstmals die Oper «Die Braut von Messina» nach Friedrich Schillers Tragödie von dem Tschechen Zdenek Fibrich (1850-1900) aufgeführt, wie eine Sprecherin des Theaters mitteilte.

Das SWR Vokalenemble beim Eclat Festival Stuttgart: Oxana Omelchucks „Gaunerlieder für gemischten Chor”

Beim diesjährigen ECLAT Festival Neue Musik in Stuttgart präsentierte das SWR Vokalensemble unter der Leitung von Stephen Layton zwei Uraufführungen die 2014 im Auftrag des SWR entstanden: Philippe Manourys „Geistliche Dämmerung für Kammerchor auf Gedichte von Georg Trakl“ und Oxana Omelchuks „Gaunerlieder für gemischten Chor“.

Avantgarde-Komponistin Neuwirth schreibt Stück für Wiener Staatsoper

11.03.15 (dpa) -
Wien - Die österreichische Avantgarde-Komponistin Olga Neuwirth komponiert für die als traditionell geltende Wiener Staatsoper ein Auftragswerk. Die 46-Jährige solle die Oper «Orlando» basierend auf dem gleichnamigen Roman der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941) entwerfen, teilte die Staatsoper am Dienstag mit.

Gefahren der Polygamie am ungesicherten Brunnenrand – Die Oper Zürich zeigt Christian Josts „Rote Laterne“

10.03.15 (Frieder Reininghaus) -
„Wifes and Concubines“ ist in hohem Maß Anamnese einer spätfeudalen chinesischen Familie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Roman machte den 1963 geborenen Autor Su Tong (Tong Zhonggui) berühmt. Der Regisseur Zhang Yimou nutzte das Buch und dessen Bestsellerqualitäten 1991 für den Film „Rote Laterne“. Er wurde mehrfach preisgekrönt und rückte zu den Kino-„Klassikern“ auf. Es scheint nicht unproblematisch, einen medial bereits derart gut verankerten Stoff auch noch für neues Musiktheater nutzen zu wollen – und das auch noch mit massiver Unterstützung der Ringier AG. Diese ehrenwerte Gesellschaft betreibt mit dem „Blick“ eine rechtslastige ausländer- und intellektuellenfeindliche Zeitung, ist also maßgeblich für deftige Unterhaltung der billigen Ränge zuständig.
Inhalt abgleichen