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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

„Feuer Eis“ ohne Punkt und Komma: Kontraste bei den Dresdner Musikfestspielen 2015

10.06.15 (Michael Ernst) -
Ausgerechnet Festspielintendant und Cellist Jan Vogler spürte das Motto am eigenen Leib. So heiß und kalt wie ihm dürfte der aktuelle Jahrgang niemandem unter die Haut gegangen sein.

Sinfonien-Marathon – Das Sibelius-Nielsen-Festival in Stockholm

09.06.15 (Michael Kube) -
In den Programmen hiesiger Konzertsäle spielen sie ehrlicherweise kaum eine Rolle. Auch auf dem immer stärker von zugkräftigen Namen und aktuellen Terminen bestimmten Tonträgermarkt scheint in diesem Jahr ihr fraglos gewichtiges Doppeljubiläum trotz manch gelungener Produktion ohne allzu großen PR-Rummel vorüber zu ziehen: Der jeweils 150. Geburtstag von Jean Sibelius (1865–1957) und Carl Nielsen (1865–1931).

Uni Tübingen plant Oper über Kommissar Wallander

08.06.15 (dpa) -
Tübingen - Die Krimifigur Kurt Wallander des schwedischen Autors Henning Mankell ist reif für die Opernbühne: Das Stück «W - The truth beyond» des Collegium Musicum der Universität Tübingen wird in gut einem Jahr Uraufführung feiern, wie die Hochschule am Montag mitteilte. Die Musik stammt vom schwedischen Komponisten Fredrik Sixten, das Libretto vom schwedischen Dramatiker Klas Abrahamsson.

Komponist David Philip Hefti bekommt den Hindemith-Preis 2015

04.06.15 (dpa) -
Reinbek - Der Schweizer Komponist David Philip Hefti erhält in diesem Jahr den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung soll am 26. August bei einem Festkonzert in Norderstedt verliehen werden, wie die Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival am Donnerstag mitteilte.

Das war ein Stück Arbeit vom Feinsten –Holland Festival eröffnet mit Alban Bergs „Lulu“

04.06.15 (Frieder Reininghaus) -
Zu den großen Werken des Musiktheaters im 20. Jahrhundert, die unvollendet blieben, gehört „Lulu“. Alban Berg arbeitete an seiner zweiten Oper von 1928 an; er starb 1935 während der Skizzen zum dritten Akt. Der Torso wurde im Jahr nach Bergs Tod in Zürich uraufgeführt – im austrofaschistischen Wien war nicht daran zu denken. Friedrich Cerha komplettierte und instrumentierte den 3. Akt, der sich nicht nur geographisch aus Wien nach Paris und London bewegt, sondern bis zu einem gewissen Grad auch stilistisch neue Bahnen einschlägt (die 3aktige Fassung wurde 1979 im Pariser Palais Garnier aus der Taufe gehoben).

Amnesie mit Methode – Uraufführung von Lucia Ronchettis Oper „Esame di mezzanotte“ in Mannheim

03.06.15 (Frieder Reininghaus) -
Dass bei einer Prüfung den Delinquenten das Gedächtnis im Stich lässt, ihm ein „Gedankenschlag“ Angstschweiß ins Genick oder rote Flecken an den Hals treibt, gehört zu den häufigen Nebenerscheinungen der gebräuchlichen Evaluierungssysteme. Versagensängste sind freilich nicht erst treue Begleiterinnen der aktuell gesteigerten „Aufmerksamkeitskultur“, bei der sich fortdauernd Leute öffentlich produzieren, die hierfür nicht unbedingt prädestiniert sind. Sie waren dies bereits in der traditionellen autoritativ strukturierten Gesellschaft. Auch diese erwählte schon vorsätzlich und fortgesetzt überforderte Menschen.

Die Neue Musik schärft das Profil

01.06.15 (N.N.) -
Neue Musik hat auch heute noch die Kraft zu polarisieren. Wie kaum eine andere Gattung bietet die Neue Musik Substanz für lustvolle Auseinandersetzungen. Das liegt natürlich – wie so oft – am Zugang zu der Materie. Kompositionen erschließen sich hier oft nicht allein empathisch, sondern auch über den Sachverstand. Lässt man sich aber darauf ein, eröffnen sich faszinierende musikalische Welten. Doch mangelt es oft an der Ausdauer oder an dem Interesse.

An der unsichtbaren Front

01.06.15 (Max Nyffeler) -
Bis 1989 war Berlin eine sogenannte Frontstadt, und für ihr Überleben spielte die Kultur eine wichtige Rolle. „Schaufenster des freien Westens“ hieß das damals. Heute verläuft die Front weiter östlich, durch die Staaten im Einflussbereich der früheren Sowjetunion, und sie ist von anderer Gestalt. Es gibt keine Mauer und keinen Schießbefehl mehr. Die Front geht heute mitten durch die Gesellschaft und den Alltag hindurch. Sie ist unsichtbar, aber man kann sie spüren.

Szene: Dänemark

01.06.15 (Georg Beck) -
Anfangen muss man mit Anne und Anna Berit. Wenn sie reden, was insgesamt wenig ist, dann mit leisen Stimmen. Reden müssen sie auch nicht groß. Gefragt sind die beiden vor allem bei den Begrüßungen vor den Konzerten, was dann alles sehr improvisiert wirkt, grundsympathisch, dänisch. Dass der Umgangston dieses Festivals für „contemporary music and sound art“ unter den sonst üblichen Verlaut­barungsschwellen bleibt, hat mit dem Stil von Anne und Anna Berit zu tun, aber auch mit den Veranstaltungsorten.

Musik an der Grenze des Lebens

01.06.15 (Albrecht Dümling) -
Als am 8. Mai 1945 russische Panzer durch Theresienstadt rollten, wurden sie von den Ghetto-Insassen jubelnd begrüßt. Angesichts des nahen Endes hatte die SS schon im Februar 1.200 Juden in die Schweiz ausreisen lassen. Ende April übergaben die Totenkopfverbände das Ghetto dem Internationalen Roten Kreuz, bevor sie am 5. Mai endgültig abzogen. Viele der 17.000 Menschen, die damals in Theresienstadt lebten, waren erst kurz zuvor aus anderen Lagern eingeliefert worden. Es herrschte eine Typhusepidemie, die zahlreiche Opfer fand. Der weitaus größte Teil der insgesamt 140.000 Personen, die dieses Ghetto durchliefen, war entweder an Hunger und Krankheit gestorben oder in Vernichtungslagern ermordet worden.
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