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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Die Leichtigkeit des Skandals – Philippe Boesmans „Reigen“ an der Oper Stuttgart

26.04.16 (Georg Rudiger) -
Ein Skandalstück ist Arthur Schnitzlers 1920 in Berlin uraufgeführte Komödie „Reigen“, die zehn sexuelle Begegnungen von Mann und Frau beschreibt, schon lange nicht mehr. Sex außerhalb der Ehe ist in Deutschland längst kein Aufreger mehr, sondern gesellschaftliche Normalität. Dennoch hat Schnitzlers ernüchternde Sicht auf die Liebe in Zeiten des Online-Datings nichts an Aktualität verloren. Dies ist am Stuttgarter Opernhaus zu erleben, wo nun 23 Jahre nach ihrer Brüsseler Uraufführung Philippe Boesmans gleichnamige Oper (Libretto: Luc Bondy) anlässlich des 80. Geburtstags des belgischen Komponisten Premiere hatte.

Die Quadratur der Kammermusik

22.04.16 (Martin Hufner) -
Finest String-Concerts since 2006, nicht nur mit diesem Slogan, sondern mit einem Logo, bei dem der Corpus eines Streichinstruments in den Lauf einer Pistole übergeht, wirbt das „Solistenensemble Kaleidoskop“ für sich und seine Arbeit. Heiliger Ernst mit Knalleffekt. Dieses Jahr feiert man das 10-jährige Bestehen.

Musikfestival in Witten: 20 Mal Neues aus der Neuen Musik

21.04.16 (dpa) -
Witten - Wichtige Vertreter der Neuen Musik stehen am Wochenende in Witten auf der Bühne - bei den 48. «Wittener Tagen für Neue Kammermusik». Rund 20 Ur- und Erstaufführungen gibt es von Freitag bis Sonntag. Sie kommen unter anderem von Komponisten wie Johannes Kalitzke und Hugues Dufourt. Das Gesamtwerk von Gérard Pesson wird auf dem Festival ausführlich vorgestellt.

Von Nono träumen am Institut für Gegenwartsmusik

Musikhochschulen gehören zu den exklusivsten und teuersten Berufsausbildungsinstituten. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis, die Spezialisierung, die schiere Zahl von Dozenten und Professuren sind geradezu paradiesisch, so dass es sich empfiehlt, es nicht weiterzuerzählen. Diese Spezialisierung beweist, wie hoch die Kunst Musik steht und welche kulturelle Verfeinerung sie der Menschheit anbietet. Zum Glück stellt niemand das ernsthaft in Frage, vielmehr wird dieses Niveau in aufsteigenden Ländern als Vorbild genommen, nicht zuletzt in China, das die westliche Musik zu lieben beginnt.

Viel Beifall für Oper «Doktor Haass» nach Libretto von Ulitzkaja

18.04.16 (dpa) -
Moskau - Das erste Opern-Projekt der russischen Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja ist in Moskau mit freundlichem Applaus aufgenommen worden. Ulitzkaja erzählt in ihrem Libretto die Geschichte des deutschen Armenarztes Friedrich-Joseph Haass (1780-1853), der sich im zaristischen Russland für die Rechte von Strafgefangenen eingesetzt hatte.

Fall-Analyse eines Krankheitsbildes – Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Augsburg

17.04.16 (Wolf-Dieter Peter) -
„Um was Gutes zu erwischen, hilft nur Eins: Im Trüben fischen“ singt die korrupte Polizei im Werk von 1934. Stalin reagierte 1935 darauf: er ging in der Pause. Kurz darauf erschien in der „Prawda“ der berüchtigte Artikel „Chaos statt Musik“ – was folgte, ist ein besonderes Kapitel von „Politik und Oper“. Doch obiger Satz und viele andere Inhalte lassen Schostakowitschs Musikdrama leider auch sehr „heutig“ erscheinen.

Faszinierende Traumwelten – Bernhard Langs „Der Golem“ am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt

17.04.16 (Georg Rudiger) -
Der eine Nackte kriecht aus dem Souffleurkasten. Die anderen beiden Männer, die ebenfalls nur eine kegelförmige Kapuze über dem Kopf tragen, erscheinen aus dem Hintergrund. Den ganzen Abend sind die drei Performer in der Inszenierung von Peter Missotten präsent und wandeln durch den Raum. Sie stehen wie auch die Videosequenzen von Missotten, die auf das Bühnenbild projiziert werden, für eine zweite Ebene, die rational nicht zu ergründen ist.

Über die Undurchhörbarkeit der Katastrophe

15.04.16 (Hans-Jürgen Linke) -
Uraufführung der Oper „Benjamin, dernière nuit“ von Régis Debray und Michael Tabachnik in Lyon. Heimatlosigkeit hat viele Erscheinungsweisen, Disziplinlosigkeit kann eine davon sein. In der Oper „Benjamin, dernière nuit“ fragen die Mandarine der Frankfurter Schule, angespornt von Max Horkheimer, den getriebenen Walter Benjamin mit inquisitorischem Gestus, in welcher Disziplin er eigentlich arbeite: Historiker? Kunsthistoriker? Zionist? Architekt? Marxist? Theologe? Von allem ein bisschen, antwortet, eher ratlos als großspurig, Walter Benjamin in Regis Debrays Libretto.

Hindemith Preis für Komponistin Anna Clyne

14.04.16 (dpa) -
Lübeck - Die britische Komponistin Anna Clyne erhält den mit 20 000 Euro dotierten Hindemith Preis 2016. Das teilte das Schleswig-Holstein Musik Festival am Donnerstag mit. Festivalintendant Christian Kuhnt begründete das einstimmige Votum der Jury mit dem ungewöhnlichen Farbenreichtum ihrer Kompositionen.

Neue Musik fördern - Kompositionswettbewerb an Landesmusikakademie

14.04.16 (dpa) -
Sondershausen - Die Landesmusikakademie in Sondershausen will zeitgenössischer Musik ein Forum geben. Mit dem erstmals ausgeschriebenen internationalen Kompositionswettbewerb sollen anspruchsvolle Vorhaben unterstützt werden, die vom Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen uraufgeführt werden.
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