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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Heute schon probiert? – Neue Bahnen im Konzert-Marketing. Ein Kommentar von Georg Beck

05.02.15 (Georg Beck) -
Jeder Laden, der auf sich hält, hat die Probier mal-Aktion im Angebot. Auch außerhalb einer Grünen Woche sind Verkostungen beliebt. Weil unverbindlich und weil König Kunde umschmeichelt werden will. Moderne Agenturen wissen das und sagen: Was mit einem Nicolas Feuillatte Pinot Noir Vintage Grand Cru geht, geht auch mit anderen Erlesenheiten. Neulich hab ich’s plakatiert gesehen vor meinem ansonsten sehr geschätzten Konzerthaus. Dicke Lettern, schreiend Gelb auf rotem Grund: „Probier mal John Cage“.

Gedenken und Begegnen

04.02.15 (Michael Ernst) -
Sachsen kann auch weltoffen sein und sich Vergangenem stellen: Görlitz-Zgorzelec erinnert an Olivier Messiaen und widmet sich europäischer Bildung und Kultur. In Deutschland wäre das nicht möglich gewesen: Nicht mal ein ganzes Jahr hat es gebraucht, um das Europäische Zentrum für Bildung und Kultur Meetingpoint Music Messiaen im polnischen Zgorzelec zu errichten. Am 15. Januar wurde es auf dem Gelände des einstigen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIII A eröffnet, an eben jener Stätte, wo Olivier Messiaen vor genau 74 Jahren sein „Quartett für das Ende der Zeit“ fertiggestellt und uraufgeführt hat.

Produzieren als Erfahrung

04.02.15 (Gisela Nauck) -
Wer glaubt, dass die Neue Musik am Ende ihrer klanglichen Forschungen angekommen ist, wie seit einiger Zeit vielfach zu hören war, wurde am dritten November-Wochenende in Bremen eines Besseren belehrt. Bereits zum 18. Mal hatte die projektgruppe neue musik bremen ein Festivalprogramm organisiert, wie man es sich spannender kaum wünschen kann: Internationale Musik auf der Höhe der Zeit, reich an musikalischen Erlebnissen, mit Überraschungen (etwa Steven Kazuo Takasugis aberwitzige Klavierübung für Solopiano und Elektronik oder Electronic Playback), dazu auch mit mannigfachen gedanklichen Anregungen.

Alte und neue rote Fäden

04.02.15 (Isabel Herzfeld) -
Es scheint, als könnten Beschränkungen dem Berliner Ultraschall-Festival nichts anhaben. Auch in seiner neuen, auf fünf Tage eingedampften Form fanden kaum weniger Konzerte statt als früher im doppelten Zeitraum. Auch ihrem Konzept sind die Macher Rainer Pöllmann von Deutschlandradio Kultur und Andreas Göbel vom Kulturradio des rbb treu geblieben: der konsequenten Wiederaufführung als notwendiger Ergänzung des reinen Uraufführungs-Festivals, die das ehemals Brandneue, Spektakuläre, vielleicht sogar Skandalöse oder einfach nur beifällig Aufgenommene in Konfrontation mit der aktuellen Produktion erneut auf den Prüfstand stellt.

Zarte Visionen, ernüchternde Bürokratie

04.02.15 (Reinhard Kager) -
In den letzten Jahren ist es beängstigend ruhig geworden um „Wien Modern“. Hatte das Festival unter der Leitung von Berno Odo Polzer, dem nunmehrigen Kurator der Berliner Maerz-Musik, mit zahlreichen thematisch innovativen Ideen geglänzt und die Bahnen des rein Retrospektiven längst verlassen, so bilden, seit Matthias Lošek 2010 die Geschicke des Festivals übernahm, überwiegend solche Rückschauen das Rückgrat von „Wien Modern“. Auch in diesem Jahr stand wieder das Schaffen eines Komponisten im Blickfeld, der immerhin zu Österreichs international bekanntesten zählt: der 1953 in Graz geborene und derzeit in New York lebende Georg Friedrich Haas.

Ausschreibung für Neues Musiktheater Music Theatre NOW 2015 gestartet

03.02.15 (PM) -
Zum dritten Mal schreibt das Musiktheater-Komitee des Internationalen Theaterinstituts (ITI) gemeinsam mit dem deutschen Zentrum des ITI den Wettbewerb Music Theatre NOW aus. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung des Austauschs von Künstlern und Veranstaltern. Gesucht werden neue Produktionen, die seit Juli 2012 realisiert und uraufgeführt wurden: große oder kleine Opern/Musiktheater-Produktionen, Ein-Mann/Frau-Produktionen oder solche für kleine und kleinste Spielorte sowie Werke für Opernhäuser und Festivals.

Die Variable „Neues Werk“

03.02.15 (Rainer Nonnenmann) -
Immer häufiger liest man in Prospekten, Flyern und Jahresvorschauen zu Festivals und Konzertreihen die Ankündigung von Uraufführungen unter dem Titel „Neues Werk“. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses der Drucksachen standen die Titel der Novitäten offenbar noch nicht fest – zuweilen noch nicht mal die Besetzung. In vielen Fällen sind wenige Wochen vor dem Uraufführungstermin noch nicht einmal Partitur und Notenmaterial fertig. Diese Beobachtung lässt sich durchaus flächendeckend machen. Das gibt zu denken.

Gewichtiger Materialstand

03.02.15 (Jörn Peter Hiekel) -
Unter den bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts gehört Bernd Alois Zimmermann zu jenen, deren Schaffen in den letzten zwei Jahrzehnten ein stark gewachsenes Interesse nicht nur des Musiklebens und der nachwachsenden Generationen von Komponisten, sondern auch von musikwissenschaftlicher Seite verbuchen konnte.

Kreative Ergänzungsleistungen

02.02.15 (Nikolaus Brass) -
„Das imperative Werk“ – gibt es das noch? Gab es das je? Das Musikstück, das gänzlich aus der Imagination des Autors entsteht, ohne „Mithilfe“ eines Interpreten? Wobei Mithilfe ja auch allein im Gewärtigen und Erfahren der Fähigkeiten von ausführenden Musikern liegen kann, Erfahrungen, die dann bewusst oder unbewusst abgespeichert in den Kompositionsprozess eines Werkes einfließen. Auch wenn nicht alles gleich „auf den Leib geschrieben“ sein muss (welch schöne Vorstellung eigentlich), sind wohl alle Kompositionen irgendwie „Gemeinschaftswerk“ zwischen erfindender und darstellender Intelligenz.

Personalia 2015/02

02.02.15 (nmz-red) -
Ernst von Siemens Musikpreis für Christoph Eschenbach +++ Die Deutsche Kammerphilharmonie wurde mit dem Würth Preis der JMD ausgezeichnet +++ Festival im Ostseebad Eckernförde mit Fokus auf Nicolaus A. Huber +++ Peter Roggenkamp: ein Achtziger +++ Younghi Pagh-Paan +++ Rebecca Saunders +++ Oliver Wille +++ Anush Hovhannisyan
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