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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Arg verspätete Zeitoper – Uraufführung von HK Grubers „Geschichten aus dem Wienerwald“ als Eröffnung der Bregenzer Festspiele

24.07.14 (Peter P. Pachl) -
Zu den meist gespielten Stücken Ödön von Horváths zählt die 1931 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführte und wiederholt verfilmte Satire „Geschichten aus dem Wienerwald“, als eine Reflexion auf Weltwirtschaftskrise und Existenzängste der späten 1920er-Jahre. Der auch „Neli“ genannte Wiener Komponist, Dirigent, Chansonnier und Schauspieler HK Gruber hat sie im Auftrag des scheidenden Bregenzer Festspielintendanten David Pountney vertont. Die Uraufführung im Bregenzer Festspielhaus ließ aber den Gruberschen Biss und abgründigen Humor vermissen. Szenisch wirkte die hochkarätig besetzte Produktion so, als schiele sie nach breiter Akzeptanz.

Hindemith-Preis 2014 für Komponisten Bernd Richard Deutsch

22.07.14 (dpa) -
Reinbek - Der österreichische Komponist Bernd Richard Deutsch hat den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals erhalten. Der 37-Jährige nahm die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen eines Konzertes am Montagabend in Schloss Reinbek entgegen. «Der Hindemith-Preis ist eine bedeutende Fördermaßnahme zugunsten des talentierten kompositorischen Nachwuchses avancierter zeitgenössischer Musik», sagte Schleswig-Holsteins Kulturstaatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer.

Der unaufhaltsame Fluss der Klänge

15.07.14 (Max Nyffeler) -
Unsere Zeit liebt Einordnungen, auch in der Musik: Zu welcher Richtung gehört ein Komponist, mit wem ist er zu vergleichen, wo knüpft er an? Hat er ein System? Einer, der sich solchen Zuordnungen verweigert, ist Harrison Birtwistle. Nun wird er achtzig, und nie hat er sich die Mühe gemacht, irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Trotzdem – oder wohl gerade deshalb – ist er zu Erfolg und Anerkennung gekommen. Ein bemerkenswerter Fall im zeitgenössischen Musikschaffen.

Kommunikative Versuchsanordnungen

11.07.14 (Dirk Wieschollek) -
Als Brigitta Muntendorf kürzlich den Ernst-von-Siemens-Förderpreis entgegennahm, tat sie etwas relativ Ungewöhnliches. Dass sie eine kleine Dankesrede hielt, war zwar nicht unbedingt üblich, wäre aber nicht weiter im Gedächtnis geblieben, wenn darin nicht einige Anmerkungen zum (Neue-Musik-)Betrieb enthalten gewesen wären.

Misstrauen gegen alles Militärische

10.07.14 (Albrecht Dümling) -
Nachher ist man immer klüger. Im August 1914 zogen die deutschen Soldaten noch begeistert in die Schlacht, von der sie einen schnellen Sieg erhofften. Je länger der Krieg aber dauerte und je mehr Tote und Verletzte er kostete, je mehr auch die Zivilbevölkerung leiden musste, umso mehr wich die Begeisterung der Ernüchterung. Bei Kriegsende füllten bettelnde Krüppel die Straßen.

„RADAЯ ensemble“ würdigt Luigi Nono zu seinem 90. Geburtstag mit „La Fabbrica – Die verlassen Fabrik“

08.07.14 (Arndt Voß) -
In Lübeck kann sich der Konzertbesucher nicht beklagen. Vieles kann er hören, nahezu allabendlich, doch zumeist Klassisches. Andere Akzente setzt seit 2011 die Konzertreihe „Klangrauschen“. Unter dem plakativen Motto „musik für neugierige ohren“ will sie Aktuelles und Experimentelles sowohl junger als auch etablierter Komponisten bieten, so im letzten Programm (5. Juli) Werke von Luigi Nono (1924-1990), Georg Katzer (*1935) und Friedrich Goldmann (1941-2009).

Internationale Rhythmik-Werkstatt im Festspielhaus Hellerau

07.07.14 (dpa) -
Dresden - Zur Internationalen Rhythmikwerkstatt «Dalcroze 2014» (28. bis 31. August) treffen sich Musiker, Tänzer, Künstler und Pädagogen aus aller Welt in Dresden. Unter dem Motto «Was den Menschen bewegt» widmet sich die Veranstaltung in diesem Jahr dem Zusammenhang zwischen Hören und Bewegen, teilten die Organisatoren mit.

Gegen Mauern anspielen

07.07.14 (Andreas Kolb) -
Ein Musiker mit nacktem Oberkörper sitzt am Boden vor dem Publikum und nutzt Körper, Stimme, Arme und Hände für eine avantgardistische Bodypercussion („Corporel“, 1984). Ein Posaunist schraubt sein Instrument auseinander, macht es vor den Augen der Zuhörer spielunfähig und erzeugt mit den einzelnen Bestandteilen eine Art musique concrète – ein Monodram eines gegen Verfall und Tod vergeblich anübenden Instrumentalisten („Der Atem“, Mauricio Kagel für Vinko Globokar, 1970).

Diese unbezähmbare Lebensfreude

06.07.14 (Isabel Herzfeld) -
Von Ursula Mamloks Kammermusikwerk „Movements“ borgt Anne Berrini den Titel ihres Films, und tatsächlich ist „Bewegung“ für die Komponistin eine wesentliche Kategorie. Als eine Reise im Kleinen beschreibt die Filmemacherin den Weg, den Mamlok im Großen vollzog: 1939 konnte die 16-jährige Ursula Lewy in buchstäblich letzter Minute mit ihren Eltern aus Berlin nach Ecuador ausreisen und sich ein Jahr später in New York eine der Musik gewidmete Existenz erobern.

Link-Tipps 2014/07

06.07.14 (Martin Hufner) -
Heute mal wieder mit ein paar Tipps zu jüngst digital erschlossenen Gegenständen. In der Bayerischen Staatsbibliothek haben sich ja allerlei Dinge angesammelt. Hübsch und gut erhalten zu großen Teilen. Zum Beispiel die:
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