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Alle Artikel kategorisiert unter »Neue Musik«

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall

28.11.14 (Michael Ernst) -
„Einstürzende Mauern“, und das ein Vierteljahrhundert nach 1989! Dabei war es um die Musik im deutschen Herbst vor 25 Jahren eher still. Diese Kunstgattung hatte doch kaum gesellschaftlichen Wandel bewirkt. Selbst Kurt Masur hat am 9. Oktober 1989 in Leipzig vor allem mit Worten gewirkt, wenngleich kraft musikalischer Reputation. Als Mstislaw Rostropowitsch an der Berliner Mauer spielte, war die schon am Zerbröseln.

Der organisierte Klang des Edgard Varèse

28.11.14 (Mátyás Kiss) -
2015 wird auch ein Varèse-Jahr: Im November 1965 ist er in New York gestorben. Elf Jahre zuvor, nämlich am 2. Dezember 1954 – also vor exakt 60 Jahren – erlebte die Stadt Paris einen ihrer letzten echten Uraufführungs-Skandale: „Déserts“ für Orchester und Zweispur-Tonband. Das Orchestre National de France dirigierte Hermann Scherchen, an den Reglern saß Pierre Henry. Varèse musste mitanhören, wie seine Musik immer wieder von Lachsalven, Buhrufen und erbitterten Wortgefechten zwischen Befürwortern und Gegnern übertönt wurde. Dass Henry sukzessive die Lautstärke der Tonbandwiedergabe erhöhte, provozierte die Spötter nur noch mehr. Anschließend räumte Varèse mit Tränen in den Augen ein, nichts anderes erwartet zu haben: Der Siebzigjährige war seiner Zeit eben immer noch voraus.

«Das Schwarze Blut» - Oper in Erfurt über Ersten Weltkrieg

26.11.14 (dpa) -
Erfurt - Der Erste Weltkrieg aus der Sicht Frankreichs ist Thema der Opern-Uraufführung «Das Schwarze Blut» am Theater Erfurt. Das Stück des Komponisten François Fayt spielt 1917 und zeigt die Auswirkungen des nur scheinbar weit entfernten Kriegs auf die französische Provinz. Am Samstag (29. November) soll die Oper erstmals zu sehen sein.

Furioses Finale für IMPULS-Festival 2014

26.11.14 (PM) -
Mit einer gefeierten Aufführung von Hans Zenders Version von „Schuberts Winterreise“ beschloss die Staatskapelle Halle unter der musikalischen Leitung von Festivalintendant Hans Rotman gestern Abend im Neuen Theater Halle das 7. IMPULS-Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt. In seinen insgesamt 20 Veranstaltungen in 12 Städten, darunter zum ersten Mal Brüssel, präsentierte das Festival unter dem Motto „Jenseits der Weite“ 9 Ur- und Erstaufführungen, darunter 5 Auftragskompositionen.

"Barcode" - Opernuraufführung von Manuel Durão an der HfMT Leipzig

26.11.14 (PM) -
Neben der großen Opernproduktion im Frühjahr steht an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in jedem Jahr auch eine kleinere Studioproduktion auf dem Programm. Am 5. Dezember erlebt die Kammeroper „Barcode“ von Manuel Durão (*1987) in der Regie von Matthias Oldag ihre Uraufführung. Das Libretto schrieb Daniel Schmidt.

Der Komponist aus dem Kuhhirtenturm

26.11.14 (Hans-Jürgen Linke) -
Vier Mitarbeiter, 230 Quadratmeter Fläche und nur eine zentrale Telefonnummer – allzu üppig geht es im Frankfurter Hindemith-Institut nicht zu, aber wozu auch: Das umfangreiche Archiv hat seinen Raum, jeder, der eines braucht, hat sein Arbeitszimmer, es gibt eine Bibliothek, und die wertvollen Autographen sind ohnehin in einem Bankschließfach untergebracht.

Deutsche Erstaufführung des ‚World Requiem’ von John Foulds in Wetzlar – Transzendente Botschaft des Weltfriedens

22.11.14 (Christoph Schlüren) -
Der Name John Foulds (1880-1939) ist bis heute selbst ausgewiesenen Kennern kaum ein Begriff. Dies ist rein künstlerisch kaum begreiflich, war er doch nicht nur der visionärste und unabhängigste Geist unter den englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein handwerklich herausragender Meister, dessen Sprache den Hörer auch ohne jegliche Vorkenntnisse unmittelbar erreicht. Doch erging es ihm in London zwischen den Kriegen ungefähr so, wie dem späten Franz Schubert in Wien. Viele seiner ambitioniertesten Werke kannte kein Mensch, sie wurden erst ein halbes Jahrhundert nach seinem Tode ausgegraben und aufgeführt.

Zwangsheirat als Bühnenstoff: Uraufführung einer studentischen Kammeroper in Weimar

21.11.14 (PM) -
Mit einem ernsten Thema befasst sich ein studentisches Opernprojekt: Die zweiaktige Kammeroper „Lucie“ feiert am Samstag, 22. November um 19:30 Uhr im Studiotheater Belvedere Premiere in einer halbszenischen Aufführung. Komponiert wurde sie vom Studierenden Giordano Bruno di Nascimento aus der Kompositionsklasse von Prof. Reinhard Wolschina.

Elektronische Musik, ein Missbrauch von Heeresgerät?

20.11.14 (Anna Schürmer) -
„Rock Musik“, so formulierte Friedrich Kittler 1988 sein ebenso umstritten wie gefeiertes Bonmot, sei „ein Mißbrauch von Heeresgerät“. Damit beschrieb der Medientheoretiker die Weltkriege als Medienbasis unserer Sinne: „Ob Magnettonband, Hifi-Technik für die Obertonbefreiung, Stereophonie für simulierte Räume, Synthesizer oder Vocoder – jede einzelne dieser Techniken geht auf den Zweiten Weltkrieg zurück.“ Wenn er in der „für Blitzkriege aus Panzerdivisionen, Bombergeschwadern und U-Boot-Rudeln“ konstruierten Medientechnologie die Basis der Rock-Musik erkannte, so schien Kittler die experimentellen Elektronika nicht zu kennen – dabei ist seine These für deren Entwicklung ungleich treffender.

Sonderkonzert „Auf Wiederhören“ mit Verleihung des Schneider-Schott-Preises an Carolin Widmann

19.11.14 (Andreas Hauff) -
Ob es eine gute Idee war, das neue Mainzer Konzert-Format „Auf Wiederhören“ mit der Verleihung des Schneider-Schott-Musikpreises an Carolin Widmann zu verbinden, darüber kann man geteilter Meinung sein. Eines aber steht fest: Das magische Dreieck, von dem Laudator Harald Eggebrecht sprach, war im Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters den ganzen Abend über intensiv zu spüren.
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