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Götter-Soap und Gangsterkomödie – „Das Rheingold“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.14 (Peter P. Pachl) -
Der Vorabend des „Ring des Nibelungen“ ist Frank Castorf im Bühnenbild von Aleksandar Denić und in ungewöhnlichen Kostümen von Adriana Braga Peretzki bereits im Vorjahr besonders aktionsreich gelungen. Hier wurde in diesem Sommer Einiges modifiziert, zugleich aber mit noch mehr Spielmomenten angefüllt, deren Details von Kameras live auf einen beiderseitig bespielbaren, gigantischen LED-Monitor auf dem Dach des Spielorts übertragen werden. Vieles wird beim zweiten Sehen klarer, und wenn sich der Betrachter erst einmal auf die ungewöhnliche Sicht- und Erzählweise eingelassen hat, bereitet sie durchaus Vergnügen.

Annäherung von Szene und Musik – „Der fliegende Holländer“ bei den Bayreuther Festspielen

27.07.14 (Peter P. Pachl) -
Die Werkstatt-Idee der Wagner-Enkel Wieland und Wolfgang, die ein Prinzip Neu-Bayreuths nach dem Zweiten Weltkrieg bedeutete, lebt auch bei den Schwestern Eva und Katharina der Urenkel-Generation fort. Jan Philipp Gloger hat an seiner Inszenierung „Der fliegende Holländer“ deutlich weiter gearbeitet, im dritten Jahr vermag sie noch stärker zu überzeugen – und dies nunmehr auch im Zusammenspiel mit der Musik.

Pech, Panne, aber keine Pleite – „Tannhäuser“ eröffnet die Bayreuther Festspiele – erstmals mit drei Pausen

26.07.14 (Peter P. Pachl) -
Ein Novum in der Geschichte Neu-Bayreuths: in der ersten Szene des ersten Aufzuges, kurz bevor Tannhäuser die erste Strophe seines Liedes an die Venus anstimmt, wurde die Aufführung unterbrochen. Beim der Auffahrt des Venusberg-Käfigs auf Bühnenniveau verklemmte sich einer der Gitterstäbe, zerbarst krachend und stoppte die Hydraulik. Tannhäuser und Venus kletterten durch eine Bodenklappe auf den Deckel des Käfigs und agierten dort, etwas geschockt, aber doch mit Routine und überbrückten so das Bühnenpech.

Der unbekannte Held im blinkenden Tretmobil – „Lohengrin“ als Oper für Kinder bei den Bayreuther Festspielen

26.07.14 (Peter P. Pachl) -
Bei den Bayreuther Festspielen gibt es heuer keine Neuinszenierung. Die einzige Novität erlebte ihre Premiere vier Stunden vor Beginn der offiziellen Festspieleröffnung als bereits sechste Produktion der ausschließlich durch Sponsoren finanzierten Reihe „Wagner für Kinder“, unter der Künstlerischen Gesamtleitung von Katharina Wagner.

Kürzungen in Sachsen-Anhalts Theaterlandschaft perfekt

25.07.14 (dpa) -
Trotz bundesweiter Kritik aus der Theaterszene hat Sachsen-Anhalt seine Theaterverträge mit massiven Kürzungen unter Dach und Fach gebracht. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) und Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) setzten am Donnerstag ihre Unterschriften unter den letzten der insgesamt neun Verträge. Unterdessen wurde der Job des prominentesten Kritikers des Sparkurses, des Generalintendanten des Anhaltischen Theaters Dessau, André Bücker, neu ausgeschrieben.

Klangreise mit leichtem Gepäck: Der Ensemble-Modern-Hornist Saar Berger mit „Travelling Pieces“

24.07.14 (Hans-Jürgen Linke) -
Die Porträt-CD-Reihe des Ensemble Modern ist ein mittlerweile stolzes Kompendium zeitgenössischen Komponierens wie auch ein erstaunlicher Beweis für die Wirkung, die spielende Musiker auf das Entstehen neuer Musik nehmen können.

Arg verspätete Zeitoper – Uraufführung von HK Grubers „Geschichten aus dem Wienerwald“ als Eröffnung der Bregenzer Festspiele

24.07.14 (Peter P. Pachl) -
Zu den meist gespielten Stücken Ödön von Horváths zählt die 1931 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführte und wiederholt verfilmte Satire „Geschichten aus dem Wienerwald“, als eine Reflexion auf Weltwirtschaftskrise und Existenzängste der späten 1920er-Jahre. Der auch „Neli“ genannte Wiener Komponist, Dirigent, Chansonnier und Schauspieler HK Gruber hat sie im Auftrag des scheidenden Bregenzer Festspielintendanten David Pountney vertont. Die Uraufführung im Bregenzer Festspielhaus ließ aber den Gruberschen Biss und abgründigen Humor vermissen. Szenisch wirkte die hochkarätig besetzte Produktion so, als schiele sie nach breiter Akzeptanz.

Jazz, Rock und Rollstuhl – Die German Jazz Trophy 2014 ging an den Posaunisten Chris Barber

22.07.14 (Hans Kumpf) -
Als der amerikanische Altsaxophonist Lee Konitz im Vorjahr mit der „German Jazz Trophy“ ausgezeichnet wurde, war dieser 85. Nun traf es einen jüngeren Bläser: Chris Barber, 84. Die undotierte Auszeichnung „A Life for Jazz“ für den englischen Posaunisten erfolgte als Anhängsel der Jazzopen im Eventcenter der „SpardaWelt“ am Hauptbahnhof. Übergeben wurde dem vielfach engagierten Künstler eine einst von Otto Herbert Hajek kreierte farbenfrohe Skulptur.

Großes Thema vertan – Ein komplettiertes Bühnenfragment als „Zeisls Hiob“ in der Münchner Reithalle

22.07.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Joseph Roths Roman „Hiob“ endet: „Mendel Singer schlief ein. Und er ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder.“ Das war in dem Zwitter, den das andere Festspielprogramm der Bayerischen Staatsoper in der Reithalle bietet, leider nicht zu erleben. Dabei wäre aus den vielfältigen „Ingredienzien“ sehr wohl fesselndes Musiktheater möglich:

Orfeos düsterer Todestraum – Monteverdis „L’Orfeo“ mit Christian Gerhaher im Münchner Prinzregententheater

21.07.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Keine Spur von arkadischem Thrakien: in düsterem Schwarz-Grau zeigt die Bühne von Patrick Bannwart einen Weltausschnitt nach einer Katastrophe, leere Holzpaletten am Rande, ein paar Müllhäufchen. Auch das „La Musica“-Engelchen von Angela Brower wirkt schon ein wenig zerzaust. Doch zu ihrer Ankündigung der Geschichte von Orpheus, dem begnadeten Sänger, wachsen aus den kleinen Müllhäufchen meterhohe Blumen empor – es ist das poetischste Bild der ganzen Inszenierung.

Freie Improvisation im Grenzbereich – Die 35. Auflage der Konfrontationen in Nickelsdorf

21.07.14 (Holger Pauler) -
„Where is Vienna? - Near Nickelsdorf!“, heißt einer der meist erzählten Scherze in Freejazz-Kreisen. Die dortigen Konfrontationen gingen am Wochenende in ihrer 35. Auflage. Grenzerfahrungen gehören im Burgenland, kaum 500 Meter von der ungarischen Grenze entfernt, dazu: Musikalisch, politisch und geografisch. Und auch wenn es den Freejazz der Anfangsjahre nur noch in Ansätzen gibt, die Bedeutung ist geblieben.

Die gefesselte Uhr – Richard Wagners „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Stuttgart

21.07.14 (Frieder Reininghaus) -
„Sie wollen nur noch Märchen sehn“, schrieb Kurt Tucholsky in „Zuckerbot und Peitsche“ 1930, an der Mittellinie zwischen den beiden Weltkriegen. „Das Bürgertum erliegt der Wucht. Flucht, Flucht, Flucht“. Das Dramaturgie- und Regie-Paar Wieler/Morabito hat wieder einmal guten Instinkt bewiesen für das, was „gefragt“ ist (beziehungsweise zum „Gefragten“ deklariert wird) und was ankommt. Die beiden haben sich als Fluchthelfer bewährt (oder sind in Bezug auf den weithin mit unsäglichem Wortschwall dahinströmenden Wagner-Text in die Rolle der Bewährungshelfer geflohen).

(Neu: 21. 7.) Rücktrittsforderung an den Präsidenten des Bayerischen Musikrats, Thomas Goppel (mit einem Statement des Rundfunkrats-Kollegen Robert M. Helmschrott, Goppels Antwort an die nmz und Anmerkungen von Enjott Schneider)

21.07.14 (Theo Geißler) -
Der Herausgeber der neuen musikzeitung, Theo Geißler, fordert in einem offenen Brief den Präsidenten des Bayerischen Musikrats dazu auf, von seinem Amt zurückzutreten und wertet das Verhalten Goppels als „weitgehenden Betrug an über 60.000 getäuschten Petitenten“. Nachfolgend der Offene Brief im Wortlaut:

Als „Idiot“ behandelt: Castorf rechnet mit Bayreuth ab

20.07.14 (dpa) -
Nach dem Skandal um seine „Ring“-Inszenierung in Bayreuth fühlt sich der Regisseur Frank Castorf (63) von den Wagner-Festspielen als „Idiot“ behandelt. Die Chefinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier versuchten die Wiederaufnahme seiner Produktion zu torpedieren, sagte Castorf dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Montag). „Ich merke, dass all die Anarchie, die mein Bühnenbildner Aleksandar Dénic und ich hier vergangenes Jahr reingebracht haben, nicht mehr erwünscht ist“, sagte Castorf, der seit 1992 Intendant der Berliner Volksbühne ist.

SWR-Rundfunkrat: Entscheidungsprozess zum SWR Symphonieorchester ist abgeschlossen

18.07.14 (PM) -
Mainz. Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) hat bei seiner Sitzung am Freitag, 18. Juli 2014, in Mainz mit großer Mehrheit beschlossen, die sogenannte Öffnungsklausel des Fusionsbeschlusses der beiden baden-württembergischen Orchester des SWR zu streichen. Der Rundfunkrat hatte diesen Vorbehalt in seinem Beschluss vom 28. September 2012 eingefügt, damit das Gremium „bei einer wesentlichen Änderung der Geschäftsgrundlage unter gravierend veränderten Rahmenbedingungen, die Angelegenheit erneut aufgreifen“ könne. Knapp zwei Jahre nach dieser Entscheidung zeige sich nun, dass dieser Vorbehalt aufgrund der sich eher verschlechternden Rahmenbedingungen nicht mehr aufrecht erhalten werden könne. Der Entscheidungsprozess für das SWR Symphonieorchester sei somit endgültig abgeschlossen.

Wenn dem Musikrat nicht mehr zu helfen ist, hilft er auch keinem mehr - Es goppelt mal wieder

18.07.14 (Martin Hufner) -
Es ist ja keine Neuigkeit mehr, aber BR-Klassik muss 2018 die UKW-Frequenz räumen. Der Widerstand gegen diese Entsorgung war nicht gering. Petitionen sammelten fleißig Unterschriften gegen diese schlechte Idee, der Deutsche Tonkünstlerverband, der Deutsche Komponistenverband, zahlreiche Musiker, Tondichter und Hörer setzten sich inhaltlich und technisch mit dem Thema auseinander. Am Ende hat der Rundfunkrat dem Wollen des Intendanten mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Was nun passiert, ist aber mindestens genauso unfassbar. Der Präsident des Bayerischen Musikrats und jetzt auch der Präsident des Deutschen Musikrates machen den willfährigen Kniefall und verabschieden sich von UKW.

GAU im Musikreaktor – Orchesterfusion beim SWR nun wohl zementiert

18.07.14 (Georg Rudiger) -
Bereits an der Fernsehkamera und den vielen Mikrofonen konnte man in der Aula des Freiburger Rathauses sehen, dass es bei dieser gemeinsamen Pressekonferenz von SWR und der Stadt Freiburg etwas Wichtiges zu verkünden galt. Und schon nach wenigen Sekunden war klar, dass auf der unmittelbar vorher stattgefundenen „Geber- und Trägerkonferenz“ keine Lösung für einen Erhalt des SWR-Sinfonieorchesters gefunden wurde, sondern im Gegenteil die Orchesterfusion nun zementiert ist. Auf der am heutigen Freitag stattfindenden Rundfunkratssitzung in Mainz soll die sogenannte Ausstiegsklausel im Rundfunkratsbeschluss vom 28. September 2012 entfernt werden, die zum Ziel hatte, bei veränderten Geschäftsbedingungen die bereits beschlossene Orchesterfusion nochmals zu überdenken.

Multimedia-Pionier und Klanggenie - Vor 25 Jahren starb Karajan

16.07.14 (dpa) -
Keinen anderen Klassikmusiker umgibt eine solche Aura wie Herbert von Karajan. «Generalmusikdirektor Europas», «Strippenzieher», «Klangmagier» - auch 25 Jahre nach seinem Tod verkörpert Herbert von Karajan den Inbegriff des Klassik-Dirigenten. Zwar haben neue Generationen von Kapellmeistern die Podien erobert - Barenboim, Jansons, Rattle, Dudamel. Kein anderer Maestro wird aber - sogar über den Tod hinaus - so mit Superlativen überhäuft.

Verehrt und verdrängt – Felix Mendelssohn im Kontext der Musikkultur seiner Zeit - Ausstellung und Symposion in Lübeck 2014

Aufgewachsen in ökonomisch privilegierter Umgebung einer Bankiersfamilie, ausgestattet mit allen wünschenswerten kreativen Eigenschaften und umfassender bürgerlicher Bildung konnte Felix Mendelssohn (1809-1847) zum Musikstar im Übergang von der klassischen zur romantischen Epoche avancieren.

PatchDay in Freiburg: „Was das Orchester auf musikpädagogischem Gebiet leisten kann“

Von selbstgebauten Streichinstrumenten bis hin zum Multi-Ability-Orchestra: An einem „PatchDay Streicher“ präsentiert das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg die Ergebnisse seiner Zusammenarbeit mit Schülern der Musikschule Freiburg.

Virtuosität und Brillanz Zum Tod von Lorin Maazel

13.07.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Das konnte er auch: konzertreif Geige spielen – und das tat Lorin Maazel bei besonderen Gelegenheiten immer wieder einmal. Sein wertvolles Instrument, eine Guadagnini-Geige aus dem Jahr 1783 hatte er versteigert, um 2009 auf seinem Landsitz in Virginia ein Festival für Nachwuchskünstler zu finanzieren. Denn als Nachwuchsentdeckung – nein, definitiv als „Wunderkind“ hatte der 1930 in einer musischen Familie Geborene selbst begonnen:

Gesang als Leistungssport: Die Münchner Theaterakademie singt turnend von „L’Olympiade“ in der Reaktorhalle

13.07.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Welt des Sports hat gerade wieder die ganze Welt unterhalten – mit all ihren Aspekten von der sportiven Leistung bis zum Privatissimum der Athleten. Das hat die Absolventen des ersten Master-Studiengangs „Gesang“ an der Theaterakademie August Everding vor Monaten auf die Idee gebracht, die Parallelen vor- und aufzuführen: das jahrelange Trainieren bestimmter Muskeln aufgrund einer speziellen Begabung; das kontrollierte und konzentrierte Beherrschen bestimmter Techniken; die Ausrichtung des ganzen Lebens auf das eine Ziel – den „Sieg“; persönliche Opfer, das Zweifeln, die Niederlage, die Verzweiflung und das Hochgefühl des Triumphes – ja, all das findet sich auch in der langjährigen Gesangsausbildung, hin auf die Abschlussprüfung, dann auf das Vorsingen, das erste Engagement und die jeweilige Premiere.

Auf zwölf Saiten zum Klingen gebracht: Tschaikovskys „Jahreszeiten“ mit den Grigoryan Brothers

11.07.14 (Klaus Hübner) -
Die Geschwister Slava und Leonard Grigoryan bilden ein Gitarrenduo, das bereits seit vielen Jahren aus einem üppigen Klassikrepertoire schöpft. Auf ihrer neuen CD haben sie sich Peter Tschaikovskys Klavierzyklus „Die Jahreszeiten“ vorgenommen. Mit Erfolg.

Rundfunkrat beschließt umstrittenen Wellentausch von „BR-Klassik“

10.07.14 (dpa) -
Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) hat am Donnerstag den umstrittenen Wellentausch zwischen „BR-Klassik“ und dem BR-Jugendradio „Puls“ genehmigt. Demnach wird die UKW-Frequenz des Klassiksenders ab dem Jahr 2018 dem Jugendsender zur Verfügung gestellt. „BR-Klassik“ wird dann nur noch über Digitalradio (DAB+), Kabel, Satellit und Internet zu empfangen sein. Das Projekt wurde von dem Gremium nach einer kontroversen Diskussion mit Dreiviertelmehrheit genehmigt.

Das belagerte Festival – Auftakt zum traditionsreichen Opern- und Musik-Festival in Aix-en-Provence unter erschwerten Bedingungen

09.07.14 (Joachim Lange) -
Der erste Erfolg des 66. Festivaljahrgangs im südfranzösischen Aix-en-Provence war, dass er überhaupt eröffnet werden konnte. Derzeit rollt eine entschlossene Welle der Empörung durchs Land – und da sind die sogenannten Intermittents du spectacle, die Teilzeitkräfte im Kulturbereich ganz vorn mit dabei. Sie kämpfen um den Erhalt ihrer sozialen Absicherung und haben dann die größte Resonanz, wenn sie den französischen Festspielsommer in Frage stellen können. 2003 war so schon einmal das komplette Festival ausgefallen. So wie jetzt etliche kleinere Festivals, aber auch die Eröffnung des Theaterfestivals in Avignon.
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