Die Freiheit der Kunst ist in höchster Gefahr


(nmz) -
Der Musikbereich muss auch politisch Farbe bekennen, schreibt Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates in seinem Leitartikel in der aktuellen neuen musikzeitung 3/2016. „Die Allianz für Weltoffenheit sieht, dass gerade auch die Kulturfragen darüber entscheiden werden, ob Integration gelingt oder scheitert. Kulturelle Vielfalt heißt eben nicht Beliebigkeit, sondern Respekt vor anderen Kulturen und Neugier darauf und zugleich selbstbewusstes Eintreten für eigene kulturelle Traditionen und Werte.“
28.02.2016 - Von Olaf Zimmermann

„Museen, Orchester und Theater sind in der Pflicht, einen positiven Bezug zur eigenen Heimat zu fördern.“ Im Wahlprogramm der Alternative für Deutschland (AfD) Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl am 13. März steht, was wir zu erwarten haben, wenn sich diese politische Kraft in Deutschland etablieren sollte. Die Freiheit der Kunst wird sich immer mehr verflüchtigen. In Ungarn und Polen erleben wir in diesen Monaten, was das konkret für die Musiker, Schriftsteller und Bildenden Künstler, aber auch für die Intendanten der Theater und Orchester und besonders für die Mitarbeiter der Medien bedeutet. In Frankreich, unserem größten Nachbarn, befindet sich der rechtsextreme Front National (FN) auf dem Vormarsch. Die Freiheit der Kunst und der Meinung ist in Europa  in höchster Gefahr!

Rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen überall in Europa nehmen das Thema Flucht und Migration, um Feindseligkeit zu schüren und unsere freiheitlich-demokratische Ordnung und damit unsere Freiheitsrechte in Frage zu stellen. Um dieser Entwicklung etwas entgegensetzen zu können, hat sich im Februar die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ in Berlin gegründet. Mitglieder dieser Allianz sind die Kirchen und Religionsgemeinschaften, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Arbeitgeberverband und die jeweiligen Spitzenverbände des Sozial-, Umwelt-, Sport- und des Kulturbereiches. Der Musikbereich wird in der Allianz vom Deutschen Kulturrat vertreten. Die Allianz ist der bislang größte Zusammenschluss der organisierten Zivilgesellschaft in Deutschland.

Sie tritt ein für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, einen Dialog über kulturelle, religiöse und soziale Unterschiede und die Schaffung von Räumen der Begegnung, eine solidarische und nachhaltige Politik, die allen in Deutschland lebenden Menschen gerechte Teilhabechancen eröffnet, den Schutz der Grundrechte, zu denen die Glaubens- und Gewissensfreiheit, die Kunst- und Meinungsfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit ebenso zählen wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Diskriminierungsverbot, den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass, eine ausreichende finanzielle Vorsorge, damit die bestehenden und durch die Aufnahme von Flüchtlingen zusätzlichen Aufgaben von Bund, Ländern und Kommunen im Sinne einer nachhaltigen Integration erfüllt werden können.

Die Allianz für Weltoffenheit sieht, dass gerade auch die Kulturfragen darüber entscheiden werden, ob Integration gelingt oder scheitert. Kulturelle Vielfalt heißt eben nicht Beliebigkeit, sondern Respekt vor anderen Kulturen und Neugier darauf und zugleich selbstbewusstes Eintreten für eigene kulturelle Traditionen und Werte. Da Integration zuallererst eine kulturelle Herausforderung für die, die kommen und die, die schon da sind, ist, werden wir die Diskussion beherzter als bislang führen müssen. Über kulturelle Werte darf man sich auch heftig streiten!

Damit die Integration von hunderttausenden Geflüchteten gelingen kann, brauchen wir, so fordert es die Allianz, aber auch erheblich mehr Investitionen. Wir benötigen Investitionen in Milliardenbeträgen in die allgemeine und die kulturelle Bildung, in Ausbildung und Beschäftigung, in ausreichenden bezahlbaren Wohnraum, eine funktionierende öffentliche Infrastruktur. Es rächt sich zurzeit bitter, dass über viele Jahre die öffentliche Infrastruktur bewusst kaputtgespart wurde. Mir klingt der Wahlspruch „Privat vor Staat“ von vielen Politikern, die auch heute noch in Amt und Würden sind, im Ohr bedrohlich nach.

Auf den Musikbereich – mit seinen vielen Orchestern, Chören, seinen umfangreichen Bildungsangeboten in den Musikschulen, den Vereinen vor Ort und natürlich in den Schulen und Kitas – kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu. Jetzt wird sich zeigen, ob das einmalige Vereinsleben im Musikbereich gerade jetzt, in Krisenzeiten, seine Stärke ausspielen kann. Kein anderer kultureller Bereich in Deutschland hat ein solch umfangreiches Netz ehrenamtlich geführter Vereine und Initiativen. Und gerade die Musik ist prädestiniert, Integrationsbrücken zu schlagen, da ihr die Sprachbarriere fehlt. Hier gibt es schon viele hervorragende Beispiele, jede weitere Initiative ist wichtig.

Doch alleine gute musisch-kulturelle Bildungsarbeit ist nicht ausreichend. Der Musikbereich muss auch politisch Farbe bekennen. Am 13. März werden die Landtage, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gewählt. Am 6. März ist außerdem Kommunalwahl in Hessen. Diese Wahlen werden die Richtung vorgeben, in die unser Land in den nächsten Jahren gehen wird. Die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ hat in ihrem Apell geschrieben: „Deutschland ist ein demokratisches und weltoffenes Land, eingebettet in die Europäische Union als Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, den universellen Menschenrechten verpflichtet.“ Wählen Sie am 6. und 13. März nur Parteien, die das nicht ändern wollen!

Der Autor ist Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

Nicht nur die Musikschaffenden

auch Autoren sind gefragt, denn AfD & Pegida, die man ja mittlerweile in einem Atemzug nennen muß, schlagen einen Ton in der Auseinandersetzung an, der gewaltige Parallelen zu jenem der Endzeit der Weimarer Republik aufweist.
Da wird ein Vokabular bemüht, von Volksverrätern gesprochen, wie es von den Nationalsozialisten verwendet wurde. Da ist von Lügenpresse die Rede, da wird jedwede Debattenkultur mit Füßen getreten, da wird ein dumpfes Volksempfinden bemüht, so dass man sich nur mit Ekel abwenden kann.
Kopfschüttelnd fragt man sich, ob sich Geschichte nicht doch manchmal wiederholt.


Das Abendland

wird nicht untergehn. Auch nicht, wenn die AfD im März die vorhergesagten 10%+ einfährt. Und sollte es dann tatsächlich ein paar kleine Kratzer an der Hegemonie des linken Mainstream im Theaterbetrieb geben, dann wird das die Vielfalt stärken und den Betrieb dadurch interessanter machen. Wie gesagt: Der Untergang des Abendlands entfällt. Und Olaf Zimmermann wird weiterhin sein dickes Gehalt beziehn.


Farbe bekennen zur Rechtsordnung

Zum Artikel „ Die Freiheit der Kunst ist in höchster Gefahr“
Dass eine Verbandszeitung der Musikberufe derart für Wahlempfehlungen missbraucht wird, mehr noch, dass eine auf der demokratischen Grundordnung stehende Partei, wie die AfD in unverantwortlicher Weise diskreditiert wird, erinnert an die “Gleichschaltung” der Musikverbandszeitung „Die Musikpflege“ im dritten Reich.
Man muß die AfD nicht mögen, aber dier Feststellung der Verfassungsmäßigkeit einer demokratischen Partei obliegt dem Bundesverfassungsgericht und nicht dem Deutschen Kulturrat oder seinem Geschäftsführer.


Wenn Sie schon derartige

Wenn Sie schon derartige Vorwürfe erheben, Herr Hofmann, dann würde ich es begrüßen, wenn sie die Vorwürfe auch in der Sache, das heißt hier, im Text begründen könnten. Ich kann zum Beispiel keine Textstelle ausfindig machen, in der zum Beispiel Olaf Zimmermann für sich in Anspruch nähme, die Arbeit des Verfassungsgerichtes zu machen.

Warum auch aber sollte man Kritik an der Politik der AfD nicht üben dürfen. Man darf das bei jeder Partei und es wird auch durchaus gemacht. Das ist der Weg der Auseinandersetzung. Wenn Sie aber Kritik mit Gleichschaltung gleichsetzen, oder es Sie an Gleichschaltung erinnert (die Erinnerung könnten Sie vielleicht auch etwas mit Substanz unterfüttern, damit das Wort nicht so haltlos im Raum steht), so sollten Sie das präzisieren.  Was genau erinnert Sie daran, welcher Vorgang, welche Personen …

Zur Wahlempfehlung. Dort steht:

„Deutschland ist ein demokratisches und weltoffenes Land, eingebettet in die Europäische Union als Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, den universellen Menschenrechten verpflichtet.“ Wählen Sie am 6. und 13. März nur Parteien, die das nicht ändern wollen!

Ich denke, das ist eine Wahlempfehlung. Wenn Sie denken, Herr Hofmann, dass die AfD sich den "universellen Menschenrechten" verpflichtet fühlt, dann ist sogar die AfD in die Empfehlung aufgenommen; dann brauchen Sie auch gar nicht so zu poltern. Wenn Sie aber meinen, dass sich die AfD nicht den "universellen Menschenrechten" verpflichtet fühlt, dann wäre es sicher keine gute Idee, eine solche Partei zu wählen - auch ohne Verbot etc.

Martin Hufner


1)Textbegründung: „Deutschlan

1)Textbegründung:
„Deutschland ist ein demokratisches und weltoffenes Land, eingebettet in die Europäische Union als Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, den universellen Menschenrechten verpflichtet.“ Wählen Sie am 6. und 13. März nur Parteien, die das nicht ändern wollen!

Welche Parteien, die laut Zimmermann den “universellen Menschenrechten” nicht verpflichtet sind, sind denn gemeint? Welche soll man laut Zimmermann, nicht wählen?
Sind Parteien, die den “universellen Menschenrechten” nicht verpflichtet sind nicht verfassungswidrig?

2)
Eine Verbandszeitung hat keine Wahlempfehlungen abzugeben,keine Ideologie zu transportieren, hat sich aus dem politischen Tagesgeschäft herauszuhalten. Es ist durchaus legitim eine Partei zu kritisieren, es steht aber einer Verbandszeitung nicht an, einer Partei ihre Demokratiefähigkeit abzusprechen. Man soll politische Teilhabe aller demokratischen Parteien fordern.


Logik und Unlogik

Hallo Herr Hofmann,

Ihrer Antwort zeigt, warum es so schwer ist, mit manchen Menschen eine Kommunikation zu führen, weil sie einfach nicht Gesagtes zur Kenntnis nehmen, dafür aber Nichtgesagtes wiederholen. Ich lasse es bei diesem Versuch jetzt und werde danach mich nicht weiter mit Ihnen beschäftigen können.

ad 1) Zimmermann schreibt: "Wählen Sie am 6. und 13. März nur Parteien, die das nicht ändern wollen!" Sie fragen, welche man dann laut Zimmermann nicht wählen soll, damit SIe ihm dann vorwerfen können, er würde eine Partei abstrafen. Warum sollte Zimmermann eine Empfehlung geben, was man nicht wählen soll, wenn er sagt, was man wählen sollte. Zu b) Ob Parteien, die den universellen Menschenrechten nicht verpflichtet sind, verfassungswidrig sind, wie sie hier suggerieren wollen, hängt nicht davon ab, was Sie oder ich dazu denken, sondern was ein Gericht im Zweifelsfall entscheidet. Fragen Sie Karlsruhe oder einen Verfassungsrechtler Ihrer Wahl.

ad 2) Was eine Verbandszeitung zu tun hat oder nicht, ist nicht Ihre Entscheidung, sondern die Entscheidung der Zeitungsredaktion und in bestimmten Bereichen auch diejenige von Verbänden. Die entscheiden auch darüber, was auf ihren Verbandsseiten steht oder nicht. Der Text von Olaf Zimmermann steht auf keiner Verbandsseite und muss daher auch nicht genehmigt werden. Man könnte aber auch sagen, eine Zeitung, wie sie sich vorstellen darf nur aus leeren Seiten bestehen. Nicht einmal Werbung dürfte da erscheinen. Zu Punkt b) Olaf Zimmermann spricht hier niemandem die Demokratiefähigkeit ab (bitte belegen Sie den Vorwurf). Das tun bestenfalls Sie, weil Sie die Dinge unter Punkt 1 schon völlig verdrehen, Grundzüge logischen Denkens missachten etc. pp.

So, Herr Hofmann, so geht es nicht. Gerne lasse wir Ihnen hier das letzte Wort, wenn Sie es nötig haben und finden. Aber bedenken Sie, unsere Leser und Leserinnen können tatsächlich lesen und wissen das Geschriebene einzuordnen.

Ich glaube, das wärs dann jetzt auch?

Martin Hufner


Farbe bekennen Herr Hufner

[Edit: Ich habe es versprochen, Sie haben das letzte Wort, kein weiteres von meiner Seite ist nötig.]

So geht das nicht !!!

Wer bringt denn die Freiheit der Kunst jetzt in Gefahr? Bekennen Sie politisch Farbe, Herr Hufner !!

 


antidemokratische Entwicklungen

„Museen, Orchester und Theater sind in der Pflicht, einen positiven Bezug zur eigenen Heimat zu fördern.“
Dieser Satz aus dem Wahlprogramm der AfD genügt dem Autor, die Freiheit der Kunst „in höchster Gefahr“ zu sehen. In wohl jedem anderen Land der Welt wäre ein solcher Satz eine Selbstverständlichkeit, und er schließt ja überhaupt nicht aus, dass daneben auch die Kunst anderer Länder und Kulturen gepflegt wird.
Dabei ist doch die Kulturpolitik der etablierten Parteien in der nmz regelmäßig Zielscheibe der Kritik – gerade wieder in der Kolumne des Herausgebers, gleich neben Herrn Zimmermanns politischem Manifest. Bei einer Partei mit konservativer Ausrichtung wie der AfD, die zudem besonders viele Akademiker zu ihren Aktiven zählt, ist dagegen zu erwarten, dass sie der Kultur eine wichtigere Rolle beimisst als es die etablierten Parteien tun. Deren Kultur- und Bildungspolitik hat jedenfalls dazu geführt, dass viele Schulabgänger vor lauter Rappen und Trommeln nicht dazu gekommen sind, Noten lesen zu lernen und die Musik großer, ja, auch deutscher, Komponisten kennenzulernen.

Am Ende des Artikels ruft der Autor als Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates dazu auf, solche Parteien nicht zu wählen, die dem Appell der kabarettreif umständlich betitelten „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ nicht folgen wollen, der da lautet: „Deutschland ist ein demokratisches und weltoffenes Land, eingebettet in die Europäische Union als Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, den universellen Menschenrechten verpflichtet.“
Es ist offensichtlich, dass er damit gerade auch die AfD meint. Als Beleg hat er aber nur den eingangs zitierten harmlosen Satz anzubieten, hoffend, dass der Leser die Absurdität der Unterstellung nicht bemerkt. Die AfD fordert ja gerade mehr Demokratie in Form von Volksabstimmungen, und sie fordert eine Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit, während namhafte Juristen unserer Regierung im Gegenteil ein rechtswidriges Verhalten attestiert haben. Und wie lässt es sich mit der Wertegemeinschaft der Europäischen Union vereinbaren, wenn millionenfach Menschen aus Kulturen hereingelassen werden, die unsere Werte nicht teilen? Spätestens in der letzten Silvesternacht sollte das auch den letzten Gutmenschen deutlich geworden sein. Die Alimentierung und Gesundheitsversorgung auf Kosten der deutschen Bevölkerung ist dann noch eine ganz andere Frage.

Es ist sehr bedenklich, dass der Deutsche Kulturrat, für den der Autor verantwortlich zeichnet, mit falschen Unterstellungen Stimmung gegen eine demokratische Partei macht. Es fehlt nur noch der Satz „Musiker dürfen nicht AfD wählen“, ähnlich entsprechenden Äußerungen der Amtskirchen. Tatsächlich zeichnen sich antidemokratische Entwicklungen ab, die ich in der (klassischen) Musikszene nicht erwartet hätte. So haben mir bei der Suche nach Mitmusikern über Facebook, wo ich gelegentlich regierungskritische Beiträge verlinke oder kommentiere, schon mehrere Kolleg(inn)en geschrieben, dass sie wegen meiner politischen Einstellung nicht mit mir musizieren wollten. Ein anderer Kollege, der mir einen Kompositionsauftrag erteilt hatte, musste mir mitteilen, dass sich zwei andere Musiker wegen meiner Sympathien für die AfD weigerten, meine Musik zu spielen. Was ist dann mit Wagner, könnte man fragen!

Muss man in Zukunft als Komponist oder ausübender Musiker einen Gesinnungsfragebogen ausfüllen? Kein Auftrag ohne Linientreue? Sind beim gemeinsamen Musizieren Parteivorlieben wichtig oder musikalische Kompetenz und Zuverlässigkeit – und im Idealfall natürlich auch persönliche Sympathie, die aber nicht von politischen Standpunkten abhängig ist?

Der Musikbereich muss nicht „politisch Farbe bekennen“, wie der Autor im Untertitel schreibt. Er muss politisch so pluralistisch sein wie seine Vertreter, und die sitzen nicht nur im Deutschen Kulturrat.

Ich werde jedenfalls keine Partei wählen, die in Regierungsverantwortung rechtswidrig gehandelt hat und deren Minister ihren Amtseid gebrochen haben; auch keine Partei, die in der Opposition solche Rechtsbrüche befürwortet.
Als ich versuchte, einer jener Kolleginnen, die aus politischen Gründen nicht mit mir musizieren wollen, meinen Standpunkt zu verdeutlichen, antwortete sie nur, dass sie „gar nicht drüber nachdenken will“. Nachdem sich die etablierten Parteien einander dermaßen angenähert haben, zeichnen sich in der Tat zwei politische Lager ab: Das der Nachdenkenden, und das derjenigen, die es lieber nicht tun. Zum zweiten gehören offenbar auch Herrn Zimmermann und der Deutsche Kulturrat.


In grööößter Gefahr

Freiheit in höchster Gefahr auch durch diese Partei?

Auszug aus dem CSU Grundsatzprogramm:

Die CSU bekennt sich zu einem besonderen bayerischen Staatsbewusstsein in der Vielfalt seiner Kultur, zu einem aufgeklärten Nationalbewusstsein, zum Patriotismus und zum aktiven Beitrag Deutschlands für Europa und die Welt. Die Liebe zur bayerischen Heimat und ihren Menschen gehört zum Selbstverständnis der CSU. Zugleich lehnt die
CSU jeden Nationalismus ab, weil er andere Menschen, Kulturen und Nationen abwertet und Nährboden ist für Aggressionen und Konflikte. Handeln aus Liebe zum Land, im Bewusstsein seiner Geschichte und in Verantwortung für seine Zukunft, das ist für uns Patriotismus. Dieses Band hält die Generationen unseres Volkes über die Zeiten hinweg zusammen.


Die Freiheit der Kunst

⁄In Heimat und Nation finden die Menschen Halt und Geborgenheit in der globalen Welt. Ohne eine feste Verankerung in der eigenen Kultur und Identität, ohne gemeinsame Werte gibt es keinen sozialen Zusammenhalt. In einer Welt des Wandels wollen wir die Identität unserer Nation erhalten, die Menschlichkeit unserer Gesellschaft bewahren und die Unverwechselbarkeit unserer Kultur pflegen. (Grundsatzprogramm CSU)


Höchste Gefahr jetzt auch durch die F.D.P.

Ausschnitt der Rede des liberalen Urgesteins Thomas Dehler auf dem Bundesparteitag der F.D.P. In Würzburg 1956 ( Namensgeber des „Thomas Dehler“ Hauses)
„Oft bin ich der Meinung, dieses unglücksselige Bundeshaus am Rhein in Bonn ist deswegen so seelenlos, weil nicht von dem Eigentlichen, weil nicht von der deutschen Seele, von der deutschen Kultur, von der Kultur der Welt gesprochen wird“


Höchste Gefahr durch die FDP

Man muss immer den Kontext betrachten, wenn man einzelne Sätze aus einer Rede entreist…


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