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Alle Artikel kategorisiert unter »Amsterdam«
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Bleibt uns mit den alten griechischen Problemen vom Hals! Manfred Trojahns Oper „Orest“ in Amsterdam
15.12.11 (Frieder Reininghaus) -
Kurz und knapp war der Beifall in het muziertheater, erheblich die Ratlosigkeit in den Gesichtern. Das Publikum fragte sich womöglich, was ihm das Gehörte und Geschaute bedeuten solle. In Amsterdam war Manfred Trojahns „Orest – Musiktheater in sechs Szenen“ präsentiert worden. In der Vergangenheit hatte der Hochschullehrer aus Düsseldorf das Opernpublikum mit einem heiteren Konversationsstück über Kaiser Heinrich IV. ergötzt („Enrico“ nach Luigi Pirandello, Schwetzingen 1991); hatte dann die Shakespeare-Fortschreibung „Was ihr wollt“ kredenzt (München 1998) und, wiederum gestützt auf die mediterrane Italianità Pirandellos, 2003 in Köln mit „Limonen aus Sizilien“ eine außerehelich angereicherte Familiensaga serviert.
German Groove im Amsterdamer Muziekgebouw: Zwei Uraufführungen von Markus Stockhausen mit dem Metropole Orkest
29.06.11 (Christoph Schlüren) -
Das Holland Festival ist bekannt für seine außergewöhnlichen Programme, die sich überwiegend genreübergreifend aus neuester Musik, klassischer Moderne und alter Musik zusammensetzen. Dieses Mal hatte man die feine Idee, Markus Stockhausen, den 1957 geborenen Sohn des ‚rheinischen Klanggottes’, meisterlichen Trompeter und vortrefflichen Komponisten im weiten Spektrum zwischen Jazz, Weltmusik und klassischer Schulung, in Kollaboration mit dem Metropole Orkest gleich mit zwei Uraufführungs-Aufträgen zu bedenken.
Russische Liebesgrüße an der Amstel – de nederlandse opera präsentiert Peter Tschaikowsky „Eugen Onegin“
16.06.11 (Frieder Reininghaus) -
Zur Eröffnung des diesjährigen HOLLAND FESTIVALs wurde – und das klang nicht gerade innovativ – Peter Tschaikowskys „Eugen Onegin“ anberaumt, eine Nachzüglerin der „romantischen Opern“ über müßiggängerisches Leben besserer Kreise im zur Neige gehenden Zarenreich. Womöglich lassen sich gewisse Parallelen zu persönlichen Befindlichkeiten in einer verwöhnten Generation junger Leute heute diagnostizieren und herauspräparieren (immerhin erschienen Mitglieder der königlichen Familie zur Premiere).
Großer, kluger Clown des Jazz: zum Tod von Willem Breuker
23.07.10 (Michael Ernst) -
Willem Breuker ist in den Jazzhimmel gezogen. Er hat sein Kollektief verlassen, das ohne ihn immer so undenkbar zu sein schien, und er hat sein Publikum verlassen. Viel zu früh. Es ist, als hätte der Jazz plötzlich nichts mehr zu lachen.
Baseballschläger gegen Gespenster – Martin Kušejs „Holländer“ in Amsterdam
04.02.10 (Frieder Reininghaus) -
Martin Kušej, der 2011 die Leitung des Residenztheaters in München übernehmen soll, findet gegenwärtig die Arbeit im Schauspiel-Bereich interessanter als das Inszenieren von Opern. Dennoch kehrt er immer wieder zum Musiktheater zurück. Auch seinen jüngsten Ausflug zu de nederlandse opera und sein Zugriff auf den „Holländer“ in Amsterdam darf als Bereicherung gesehen werden. Kušejs erklärter Anspruch war, die Romantische Oper von 1843 in der Version von 1860 „auf ihre Signifikanz hier und heute zu reduzieren“ und „das Drama primär auf die Psychologie der Charaktere zu fokusieren“.
Goeyvaerts „Aquarius” in Antwerpen, Zudams „Adam in ballingshap“ in Amsterdam
14.06.09 (Frieder Reininghaus) -
Esoterisch inspiriert erscheint der oratorische „Aquarius“-Zyklus aus dem letzten Lebensjahrzehnt des aus Antwerpen stammenden (und dort 1993 auch gestorbenen) Komponisten Karel Goeyvaerts. Ausgehend von der Konzeption des Holland-Festivals, die weitergehend zu New Age-Ideen inkliniert, brachte Direktor Pierre Audi – zugleich Intendant der niederländischen Nationaloper – das Projekt in der Heimatstadt des Komponisten auf die Bühne.
