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Alle Artikel kategorisiert unter »Basel«
Abschied von einer Legende des Musiklebens: Rudolf Barschai ist tot
03.11.10 (Michael Ernst) -
Rudolf Barschai hat sein letztes Opus vollendet. Eine Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ als Krönung eines äußerst umfangreichen Œuvres – und nun auch als Abschluss eines schaffensreichen Lebens. Am Dienstag (2.11.2010) ist Rudolf Barschai 86-jährig in Basel gestorben.
Utopie verwirklicht
29.09.10 (Reinmar Wagner) -
„30 Jahre Utopie“ – unter dieses Motto stellt die basel sinfonietta ihre Jubiläums-Saison. Die praktizierte Utopie eines selbst verwalteten und demokratisch organisierten Sinfonieorchesters ist auch nach dreißigjähriger Realität noch immer eine große Ausnahme in der Musikszene.
Für die sinfonietta ist der 30. Geburtstag kein Grund zu Nostalgie und Rückschau: Die aktuelle Saison-Broschüre zeigt die Musiker, wie sie sich mutig, in futuristischen Plastik-Anzügen oder sogar mit Raketen-Antrieb, auf den Weg in die Zukunft machen. Dieselbe Aufbruchstimmung herrschte auch 1980, als eine Gruppe enthusiastischer junger Musiker-Idealisten aus der Region Basel sich in das Abenteuer eines selbstbestimmten Sinfonieorchesters stürzte.
Die Wüste lebt – nur eben ganz anders
29.03.10 (Frieder Reininghaus) -
Da steht einer im Unterhemd und schaut zum Fenster des linken Schlafzimmers hinaus. Schräg unter und vor ihm, im Parterre, sitzt das Kammermusikensemble: zehn Holz- und Blechbläser, ein Streichquartett nebst Kontrabass, der Klavier- und der Akkordeonspieler und zwei Schlagzeuger.
Konsequent sexualisiert – Calixto Bieito inszeniert Bergs „Lulu“ am Theater Basel
16.02.09 (Peter P. Pachl) -
Eine „eigene Schlussversion“ von Alban Bergs Oper „Lulu“ hatte das Theater Basel angekündigt. Angesichts der Werkgeschichte der 1935 in Zürich als zweiaktiges Fragment uraufgeführten und postum von Friedrich Cerha um den dritten Akt ergänzten Oper, musste dies gesteigerte Erwartungen wecken. Diese haben sich – jedoch auf andere Weise – voll eingelöst.
Gare du Nord: Uraufführung von Johannes Harneit +++ Dialog mit Frederic Rzewski
10.12.08 (nmz-agentur) -
«Wächter der Zeiten» ist der Titel eines spekulativen Klavierstückes, das mit genetischem Material verstorbener Komponisten experimentiert: von Purcell über Beethoven, Schubert bis Satie, Scriabin zu Cage und Ligeti wurden Spuren von C-Dur entnommen und auf verschiedenen Obertonskalen unterschiedlich verstimmt. Die so entstandene Konstruktion wurde in fünf polyphon verlaufende Ensembles (Bläser/ Streicher/Soloklavier/präpariertes Klavier/Marimbaphon) aufgesplittert, um den Begriff von «musikalischer Gegenwart» zu erweitern.

