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Alle Artikel kategorisiert unter »Gelsenkirchen«
Lass die Kids mal machen: Sydney Corbetts „UBU“ – eine musikalische Groteske fürs Jugend-Orchester des Theaters Gelsenkirchen
17.04.12 (Georg Beck) -
Bei den Proben regierte noch der Zweifel. Irgendwie mochte selbst Komponist Sydney Corbett nicht glauben, dass das „Wagnis“, das er mit diesem Auftragswerk eingegangen war, von Erfolg gekrönt sein würde. Denn immerhin: Für die Hauptbeteiligten, für den Gelsenkirchner Kinderchor wie fürs MIR-Jugend-Orchester, das seit vier Jahren am Gelsenkirchner Musiktheater im Revier installiert ist, war diese 80-Minuten-Produktion die erste Begegnung überhaupt mit zeitgenössischer Musik.
Puder auf Charaktermasken: Isaac Albéniz’ Oper „Merlin“ am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier
11.10.11 (Georg Beck) -
Dass große weltgeschichtliche Tatsachen und Personen sich immer zweimal ereignen, das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce, ist zwar eine ältere, aber noch immer durchaus treffende Philosophen-Einsicht, von der wir jetzt, vor dem Hintergrund dieser Erfahrung sagen können: Sicher gilt sie nicht nur für die hehre Weltgeschichte, sondern auch für die der Oper im allgemeinen, für die jüngste Produktion am MIR, am Gelsenkirchner Musiktheater im Revier im besonderen.
Blick zurück in Laut-Gesten: Dieter Schnebels „h-moll-Sonate“ beim Klavier-Festival Ruhr
24.05.11 (Georg Beck) -
Dass mit dem Alter die Weisheit wächst, hört man oft und gern. Was Dieter Schnebel betrifft, lässt sich sagen, dass es bei ihm vor allem die Lust an der ironischen Verfremdung ist, die seinem Altersstil Flügel verleiht. Waren in der Vergangenheit die lkonen der rebellischen Jugend an der Reihe: die Harley-Davidson, der Flipper-Spielautomat, so hat er jetzt, als Auftrag des Klavier-Festival Ruhr und dessen Liszt-Schwerpunkt, eine „h-moll-Sonate“
komponiert.
Wir Kinder von RTL: „Feeds. Hören TV“ – Johannes Kreidler ruft in Gelsenkirchen das Ende der Postmoderne aus
21.09.10 (Georg Beck) -
Gut nur, dass Carla Henius das nicht erlebt hat. Die Bühne des Kleinen Hauses am MIR hergerichtet als Talkshowstudio mit den Versatzstücken der Late Night. Sesselchen, Beistelltisch fürs Wasserglas, am Rand postiert – die „Band“. Sieben Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen im weißen Smoking. Herzlich Willkommen zu „Feeds. Hören TV“.
Der Triumph des Minimalismus: Kulturhauptstadt, Vuvuzelas und die Psychologie der Massen
05.07.10 (Patrick Hahn) -
Wer sich hierzulande abfällig über Massenveranstaltungen äußert, durfte bislang auf Beifall hoffen. Der Argwohn gegenüber der Masse ist in unserer Kultur tief verwurzelt. Gustave Le Bon, ein französischer Arzt, hat ihn im ausgehenden 19. Jahrhundert erstmals artikuliert. „Das Zeitalter, in das wir eintreten, wird in Wahrheit das Zeitalter der Massen sein“, orakelte er 1895. [Vorabveröffentlichung aus nmz 7/8-2010]
Blumen im Wind: „Voices“ von Hans Werner Henze, choreografiert am Musiktheater Gelsenkirchen
11.05.10 (Georg Beck) -
„Ungerechtigkeit in der Gesellschaft ist im Moment richtig schreiend.“ Mit dem Liederzyklus „Voices“ von Hans Werner Henze hat Bernd Schindowski, Ballettchef am Gelsenkirchner Musiktheater, einen Klassiker der politischen Kunstmusik wiederentdeckt. Eine berührende Produktion im Henze-Projekt der Kulturhauptstadt Ruhr2010.
Anspruchsvoll sei das Werk, aber bitte mit Abstand
06.02.10 (Georg Beck) -
Monteverdi, Mozart, Feldman – auf jedem Opernspielplan wäre solch ein Dreiklang Programm und Zierde. Am Musiktheater im Revier (MIR), das sein großes Haus damit nach längerer Umbaupause wiedereröffnet hat, ist es zugleich ein Versprechen: Das anspruchsvolle Werk alter und neuer Zeit soll hier eine Heimstatt haben. Nur, zu welchen Konditionen?
Anspruchsvoll sei das Werk – aber bitte Abstand halten: 50 Jahre Musiktheater im Revier
18.01.10 (Georg Beck) -
Monteverdi, Mozart, Feldman – auf jedem Opernspielplan wäre solcher Dreiklang Programm und Zierde. Am Musiktheater im Revier, das sein großes Haus damit nach längerer Umbaupause wiedereröffnet hat, ist es zugleich ein Versprechen: das anspruchsvolle Werk alter und neuer Zeit soll hier eine Heimstatt haben. Nur – zu welchen Konditionen?

