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Alle Artikel kategorisiert unter »Mainz«

Träume aus Glas. Hundert Jahre nach der Uraufführung erfährt Franz Lehárs Operette „Eva“ am Staatstheater Mainz eine eindrucksvolle Wiederentdeckung

22.11.11 (Andreas Hauff) -
Knapp 100 Jahre nach der Wiener Uraufführung hat das Staatstheater Mainz Franz Lehárs Operette „Eva“ wieder ausgegraben – und beweist, dass es bei Lehár jenseits von „Lustiger Witwe“ und „Land des Lächelns“ noch etwas zu entdecken gibt. Der Eindruck eines erschrockenen Uraufführungsrezensenten, hier werde dem Publikum „die soziale Frage im Dreivierteltakt vorgesetzt“, lässt sich allerdings kaum nachvollziehen. Viel eher zeigt „Eva“ in Cordula Däupers Inszenierung, wie ein Operetten-Traum funktioniert

Zehn Jahre Generalmusikdirektorin in Mainz: Catherine Rückwardt nimmt Abschied

28.09.11 (Andreas Hauff) -
10 Jahre war Catherine Rückwardt Generalmusikdirektorin in Mainz – als eine der bislang ganz wenigen Frauen in einer solchen Chefposition. Ihr letztes Sinfoniekonzert war Anlass, im Gespräch Bilanz zu ziehen.

Tristan in Nordafrika: Wagner mit Hermann Bäumer und Tilman Knabe zum Opernsaisonauftakt in Mainz

18.09.11 (Frieder Reininghaus) -
Tristan und Isolde“, die mit reichlich autobiografischen Anzüglichkeiten gespickte „Handlung in drei Aufzügen“ Richard Wagners, wurde vor allem wegen des Orchestersatzes und der Stimmführung der Vokalpartien bei der Uraufführung an Münchener Hoftheater 1865 als „revolutionär“ empfunden. Naheliegend war und blieb, daß auch spätere Generationen vom innovativen, obsessiven Potenzial des Werks zu profitieren hofften. Es wurde daher weitgehend der frühmittelalterlichen gesellschaftlichen Zusammenhänge um König Markes entkleidet. Man sah „Tristan und Isolde“ in den letzten Jahren, dank Heiner Müller, im Kontext von Ölfässern und, vielleicht sinnfälliger, vermittels Anna Viebrock und Christoph Marthaler, in einer auf Thomas Manns Novellen-Schilderung gestützt Sanatoriumswelt. Tilman Knabe, der sich gerne als Regie-Beserker profiliert, hat die Handlung nun am Staatstheater Mainz aktualisiert.

Kinder musizieren unter Leitung Justus Frantz

03.08.11 (Agentur - dapd) -
Mainz - Gemeinsam mit 130 Kindern wollen der Dirigent Justus Frantz und die Philharmonie der Nationen am Freitagabend (5. August) am Mainzer Rheinufer ein großes Gratiskonzert geben. Etwa 200 junge Musiker werden dann gemeinsam mit erfahrenen Musikern auf der im Rhein schwimmenden Bühne musizieren.

Unerbittlicher Sog: Carl Theodor Dreyers Stummfilm „Die Gezeichneten“ von 1922 mit Live-Musik von Bernd Thewes

03.07.11 (Andreas Hauff) -
1922 drehte der große, heute fast vergessene dänische Filmregisseur Carl Theodor Dreyer in Berlin den Stummfilm „Die Gezeichneten“. 2007 gelang es dem Dänischen Filminstitut, den verlorenen Streifen weitgehend zu rekonstruieren. 2009 wurde er in dieser Form vom Fernsehsender Arte ausgestrahlt – mit einer neu komponierten Begleitmusik des Mainzer Komponisten Bernd Thewes. Eine Live-Version dieser Musik zum Film wurde nun in Mainz in der Reihe „Avance“ uraufgeführt.

Musikschule – Bildung mit Zukunft

30.06.11 (N.N.) -
„Musikschule – Bildung mit Zukunft!“ Mag der Titel, den der VdM seinem diesjährigen Musikschulkongress voranstellt, zunächst sehr allgemein gehalten wirken, so machten die Kongresstage vom 20. bis 22. Mai in Mainz deutlich, dass hier Begriffe von derzeit zentraler Bedeutung für die Diskussion der Musikschularbeit zueinander in Bezug gestellt wurden. Allein die Fokussierung der großen Plenumsvorträge und -ansprachen auf diese Überschrift zeigten, dass das Kongressmotto tief in die Wirklichkeit des Musikschulalltags, aber eben auch in die zukünftige Entwicklung hineinreicht. Nicht zuletzt die großen Fragen, die zunehmenden Kooperationen zwischen Musikschulen und anderen Bildungsinstitutionen wie Schulen, Kitas oder Kindergärten aufwerfen, verbergen sich hinter dem Kongresstitel – und man begegnete ihnen in allen Diskussionen, sei es in der Arbeitsgruppe, im Themen-Forum oder auch im oft beschworenen „Kaffeepausengespräch“.

Von JeKi, MoMo, JEKISS und der Schulzeitverdichtung

22.06.11 (Andreas Kolb) -
Wenn sich über 1.500 Musikschul­lehrer alle zwei Jahre zu ihrem großen Kongress in einer Stadt treffen, dann strahlt das geballte Musikkompetenz aus – in die gastgebende Stadt, in die Politik, in die Organisationsstrukturen der Musikschulen und in die Unterrichtssituationen selbst. So war es auch beim jüngsten Bundeskongress des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) vom 20. bis 22. Mai in Mainz. Die Innenstadt verwandelte sich für drei Tage in eine Klanglandschaft: Musikschul-­Ensembles und -Bands aus dem Rhein-Main-Gebiet belebten die Fußgängerzonen unüberhörbar. Unüberhörbar für die Kulturpolitik in Bund, Land und Kommune ist hoffentlich auch die Mainzer Erklärung, die die Bundesversammlung des VdM in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt verabschiedete.

Musikschule ist Bildungsaufgabe

06.06.11 (Anno Blissenbach) -
Wie bereits beim VdM-Kongress 2009 in Berlin wurde der Bereich „Kommunale Bildungslandschaft“ auch bei der Folgeveranstaltung 2011 prominent thematisiert, wobei in Mainz die bildungslandschaftliche Verortung der Musikschule im Fokus stand. Unter ­Moderation von Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer VdM, diskutierten am sonntäglichen Vormittag des 22. Mai Dr. Alfred Reichwein, Geschäftsführer KGSt, Prof. Dr. Oliver Scheytt, Präsident Kulturpolitische Gesellschaft, und Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorstand VdM, zunächst mit­einander auf dem Podium, dann unter Einbeziehung der in großer Zahl zur Rheingoldhalle angereisten Fachleute.

Kulturelle Bildung: Was uns die Politik erzählt

05.06.11 (Kurt Beck) -
Auf dem VdM-Musikschulkongress 2011 fand Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, klare Worte zum Thema musikalische Bildung und zur Aufgabe der öffentlichen Musikschulen in der deutschen Bildungslandschaft. Die neue musikzeitung druckt seine Rede leicht gekürzt im Wortlaut.

Aufbruchstimmung bei den Musikschulen - 21. Musikschulkongress des VdM heute zu Ende gegangen

22.05.11 (PM - VdM) -
Mainz - Mit einer farbenfrohen musikalischen Abschlussveranstaltung ist der diesjährige Kongress des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) in Mainz zu Ende gegangen. Über 1.500 Teilnehmer nutzten drei Tage lang das breit gefächerte Kongressprogramm unter dem Motto „Musikschule – Bildung mit Zukunft!“. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen sowie Diskussionsforen und Plenumsvorträge zu aktuellen bildungspolitischen und musikpädagogischen Themen waren Teil des Kongressangebots.
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