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Fünfundvierzig Jahre Verspätung: eine interdisziplinäre Tagung zu „Musik(wissenschaft) – Nachkriegskultur – Vergangenheitspolitik“ in Mannheim
24.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Der vom Deutschen Germanistenverband im Oktober 1966 einberufene Germanistentag in München widmete sich unter dem Generalthema Nationalismus in Germanistik und Dichtung erstmals mit kritischen Ansätzen der neueren Geschichte des Fachs und einigen seiner wesentlichen Gegenstände. Die Denkanstöße und Ergebnisse dieser Tagung suchten die große Wissenschaftsdisziplin mit einem anwachsenden Crescendo heim und haben sie nachhaltig verändert.
„Wenn es üblich wäre, dass man Oper hört…“ Das Opernpublikum schwindet: höchste Zeit, den Nachwuchs ernst zu nehmen
19.12.11 (Reinhard Palmer) -
Musiktheater oder Oper für Kinder? Es herrscht Uneinigkeit. Sicher ist: Kinder sollen an dieses Genre herangeführt werden. Theatermacher und Intendanten sprechen darüber, als betrete man Neuland, während Komponisten seit Jahren auf Abnehmer warten. Die einen schwingen einmal mehr die pädagogische Keule, während die anderen aus Erfahrung hohen künstlerischen Anspruch propagieren.
Von der Trommel des Schamanen zum Tonstudio - Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren Ausstellung "MusikWelten"
08.12.11 (Stephen Wolf - dapd) -
Mannheim - Die Ausstellung "MusikWelten" im neuen Mannheimer Museum "Bassermannhaus für Musik und Kunst" stellt die kulturübergreifende Bedeutung der Musik dar. Gezeigt werden aztekische Pfeifgefäße und tibetische Trompeten ebenso wie afrikanische Trommeln und ein komplett eingerichtetes Tonstudio. Die Schau, die vom 11. Dezember an bis zum 30. September 2012 zu sehen ist, dokumentiert anhand von 200 seltenen Exponaten auch die universelle Bedeutung der Musik.
„Schlaflose Tierchen, wer hat euch geschickt“
01.07.11 (Patrick Hahn) -
Neue Opern: Uraufführungen – und dann ab in den ewigen Theaterfundus. So war es in der Vergangenheit. Leider. Jetzt scheint sich jedoch ein Wandel anzukündigen: Gleich drei Musikbühnen beschäftigten sich mit dem italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino. Das Nationaltheater Mannheim brachte die Uraufführung von „Superflumina“ (siehe folgende Kritik). Die Oper Frankfurt spielte Sciarrinos Erfolgsstück „Luci mie traditrici“ in einer die zentralen Figuren scharf zeichnenden Inszenierung von Christian Pade, glänzend musiziert vom Frankfurter Opernorchester unter Erik Nielsen. Das Mainzer Staatstheater, von finanziellen Einsparungen bedrängt, bot eine hochrespektable Aufführung von Sciarrinos „Macbeth“ in der Inszenierung von Tatjana Gürbaca, musikalisch kompetent geleitet von Clemens Heil. Dreimal spannendes Musiktheater auf hohem Niveau, das der Oper insgesamt den Weg nach vorn weist.
„Schlaflose Tierchen, wer hat euch geschickt“ – Salvatore Sciarrinos neue Oper „Superflumina“ in Mannheim
21.05.11 (Patrick Hahn) -
Am Nationaltheater Mannheim hat am 20. Mai eine neue Oper von Salvatore Sciarrino Premiere gefeiert. Superflumina erzählt von der Einsamkeit einer obdachlosen Frau. "Wir müssen kulturelle Allesfresser sein und alle Kunstformen plündern, um unsere eigene Kunst voranzubringen." Sagte einmal Pierre Boulez. Sind auch die Verbindungslinien schmal zwischen dem französischen Mastermind und dem sizilianischen Feingeist, um den es an dieser Stelle gehen soll, schöpft Salvatore Sciarrino dennoch aus gleichem Antrieb.
