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Alle Artikel kategorisiert unter »Mönchengladbach«
Und täglich grüßt die Hiobsbotschaft
17.12.09 (Andreas Rossmann) -
Wo anfangen? In Wuppertal, von dort kommt die jüngste Hiobsbotschaft: Die Stadt steht mit 1,8 Milliarden Euro in der Kreide. Wenn sie so weitermacht, ist sie 2011 überschuldet, und so haben der Oberbürgermeister und der Kämmerer ein Haushaltssicherungskonzept erarbeitet, das bis 2014 Einsparungen von 80 Millionen Euro jährlich vorsieht: Gebühren und Eintrittspreise werden erhöht, Wohnungen verkauft, Bäder geschlossen, Stellen abgebaut, freiwillige Aufgaben gekürzt. Auch die Kultur ist betroffen: Der Zuschuss für die Bühnen (Oper und Schauspiel) soll bis 2012 von 10,9 auf 8,9 Millionen Euro gesenkt, das denkmalgeschützte Schauspielhaus, dessen Renovierung für 6,5 Millionen Euro bereits beschlossen war, „aufgegeben“ werden.
Bürger gehen auf die Straße
27.02.09 (Georg Beck) -
Mönchengladbach, im Februar. – „Sollen wir?“ Zustimmendes Nicken. „Wir wollen!“ Im nächsten Moment gibt der freundliche Ordnungshüter die Straße frei. Es kommt Bewegung in das Knäuel vor dem Mönchengladbacher Stadttheater. Ziel: Rathaus Rheydt. Dort befinden die Volksvertreter an diesem Nachmittag über die Zukunft eines 4-Sparten-Hauses. Das Insolvenz-Gespenst geht um. Ein vom Theaterkuratorium bereits beschlossener Nachtragshaushalt hat 1.200 Theaterfreunde in Rage und dann auf die Straße gebracht. Was die einen noch befürchten, ist für andere bereits bittere Erfahrung: Kulturpolitik muss mittlerweile gegen die gewählten Volksvertretern gemacht werden, nicht mit ihnen: Notizen aus der Provinz, die alles daran setzt, nicht ins Provinzielle abzurutschen.
