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Alle Artikel kategorisiert unter »Moers«
Das Moers-Festival antwortet mit Publikumsrekord auf Spar-Debatten
26.05.10 (Stefan Pieper) -
Bei Peter Brötzmanns Chicago Tentett teilen sich überdurchschnittlich viele Musiker die wenigen Mikros – denn auch bei den extremen Klang-Eruptionen seines wiederbelebten Großensembles stellt der Wuppertaler Freejazz-Pionier den Gruppensound über den Einzelnen. Enthusiastisch feierten viele in Moers das Comeback einer der Hauptfiguren beim einstigen musikalischen Gründungs-Mythos dieses Festivals.
Vernetzung der innovativsten Musikszenen
01.02.10 (Stefan Pieper) -
Noch beim Überqueren des Rheins in westliche Richtung bilden Duisburgs Stahlwerk-Kulissen ein letztes kolossales Finale, bevor es kleinstädtisch, fast ländlich wird. Die Stadt Moers gehört trotzdem noch dazu – zum Ruhrgebiet und damit zur soeben erkorenen Kulturhauptstadt. Und das ist gut so. Denn ohne den in Moers – längst über das alljährliche Pfingst-Festival hinausgehend – beheimateten Brennpunkt zeitgenössischer Musikkultur wäre die neu erschaffene „Metropole“ doch um einen wesentlichen Aspekt ärmer.
Eine fröhliche Schar feiert den Durchbruch ins Unbekannte – Moers Festival 2009 bot viele Neuentdeckungen
02.06.09 (Stefan Pieper) -
Hatte der künstlerische Leiter Reiner Michalke sich wohl früher kaum träumen lassen, jemals einen einzelnen Bass-Saxofonisten alleine vor circa 2000 Menschen spielen zu lassen, so funktioniert so beim Moers Festival heute heute völlig unverkrampft. Der New Yorker Colin Stetson kreierte mit unfassbarer Zirkularatmung teils vierstimmig polyphone Texturen, die selbst Bach imponieren würden, pumpt abgrundtiefe Basslinines ins gewaltige Horn. Welch konkrete, ja regelrecht poppige Musikalität am Ende wieder herauskam, war nicht minder unfassbar! Vor allem das Finale wirkte programmatisch beim Moerser Festival 2009:
Wachablösung in Moers – „Improvisers in Residence“ lösen einander ab
13.02.09 (Stefan Pieper) -
Stadtmusikant klingt so charmant altmodisch, fast schon mittelalterlich. In Moers wohnt der „Improviser in Residence“ mitten im Herzen der Kleinstadt am Niederrhein, wo seit einem Jahr auch dann etwas geht in Sachen improvisierter Musik, wenn das große Pfingstfestival zeitlich weit weg ist und dessen Schauplatz, der idyllische Schlosspark, sogar zuweilen unter einer dicken Schneedecke schlummert – das ist selten hier am Niederrhein! Ein kleines Haus direkt neben einer großen Kirche. Ein Flügel dominiert das karge Interieur, auf Sofas liegen Saxophone, und im CD-Regal fallen vor allem die zahlreichen Coltrane-CDs auf. Hier ließ Angelika Niescier ein Jahr lang ihre Energien fließen.

