Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.
Alle Artikel kategorisiert unter »Paris«
Der Kirschgarten in Paris: zur Uraufführung von Philippe Fénelons „La Cerisaie“ im Palais Garnier
31.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Uraufführungen großformatiger Opern fanden in der französischen Hauptstadt seit zwanzig Jahren mit schöner Regelmäßigkeit in der Opéra Bastille statt („Melancholia“ von Georg Friedrich Haas erschien als Ausnahme). Die Premiere „La Cerisaie“ wurde neuerlich in die alte Prunkburg, das Palais Garnier zurückverlegt. Vielleicht findet der Generaldirektor der Pariser Musiktheater, Nicolas Joel, ja auch das Ambiente rund um die Opéra Bastille so verranzt, dass er es den Premierengästen nicht zumuten möchte.
Egoisten unter sich: Wagners „Götterdämmerung” an der Opéra Bastille Paris
07.06.11 (Frieder Reininghaus) -
Unscharf deutet sich im Hintergrund die Silhouette einer Stadt an. Vor diesem Weichbild kreist ein Gerüst mit einem Spezial-Netz, auf dem virtuelle Wellen spielen und Flammen züngeln können, das aber stets noch einen vagen Blick auf die dahinter singenden Akteure ermöglicht. Rechts vorn am Rand der ansonsten fast leeren Bühne liegen Helm, Schild und der zerbrochene Speer Wotans. Das Spiel mit den aufreizenden altdeutschen Lettern der Worte GERMANIA bzw. MANIA und GER, das in den ersten drei „Ring“-Abenden eine zentrale dramaturgische Funktion einnahm, machte einem schnörkellosen Zugriff auf die kontrastreichen Absichten und Obsessionen der Protagonisten Platz.
Mutter-Sohn-Konflikt in Künstlerinnen- und Historienoper: Bruno Mantovanis „Akhmatova” an der Opéra Bastille Paris
01.04.11 (Frieder Reininghaus) -
Intensiver als in Deutschland oder Österreich, wo es seitens des Musiktheaters bislang wenig Interesse gab und gibt, Fragen des real existierenden und realistisch zugrunde gegangenen Sozialismus sowie dessen Folgen zu thematisieren, findet die Auseinandersetzung mit dem Massenmord und der großen Menschenrechtsverletzung in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den westlichen Nachbarländern statt.
Von der Utopie zur Knechtschaft: „Lénine, Staline et la musique“ – eine dokumentarische Ausstellung in Paris
23.10.10 (Frieder Reininghaus) -
Tief sind die Gräben und die Gräber der Vergangenheit: Die Musik- und Theatergeschichte in den ersten Jahrzehnten der Sowjetunion durchmisst einen großen Bogen von blühenden zu weithin versteppten Landschaften, von utopischen Konzepten für die Ton- und Theaterkünste einer sich befreienden Menschheit zu einem gleichgeschalteten und gegängelten Betrieb. In den Jahren der konsolidierten Diktatur mischte sich Josef Stalin auch eigenhändig in die Belange der Komponisten und Musiker ein.
"Rolf Liebermann – Musiker" – Ein Dokumentarfilm von Mürra Zabel
06.09.10 (Kolb/nmz) -
"Die Oper ist die größte Multimediashow, eine absolut moderne Kunstform" – das war die Devise des Musikers, Komponisten und Operndirektors Rolf Liebermann. Er entdeckte Placido Domingo, inspirierte Komponisten wie Mauricio Kagel, führte die Hamburgische Staatsoper zu neuem Glanz und belebte die verstaubte Pariser Oper wieder. SF zeigt am Samstag, den 18. September das Porträt eines bedingungslosen Lebens für die Musik anlässlich des 100. Geburtstag des berühmten Schweizer Komponisten und Opernmanagers am 14. September. Der Film ist eine Eigenproduktion der SF-Musikredaktion in Koproduktion mit 3sat und dem NDR.
Walkürendämmerung – Fulminanter erster "Ring"-Tag an der Pariser Opéra Bastille
02.06.10 (Peter Krause) -
Richard Wagners „Ring“-Tetralogie ist irgendwie alles: Mythos und Märchen, politische Parabel und psychologisches Kammerspiel. Seit der Meister selbst sein Bühnenfestspiel 1876 auf die Bayreuther Bühne gehievt hatte, scheint in unzähligen Inszenierungen einfach jede nur denkbare Lesart des Stoffes durchdekliniert. In seiner nunmehr zweiten Annäherung an den „Ring“ – die erste Anfang der 90er Jahre in Hamburg überzeugte als insgesamt starke, weil poetisch sensible und in der Personenregie ausgefeilte Regiearbeit – hat Günter Krämer nun einen dezidiert politischen Zugriff auf den „Ring“ versprochen: Nach einem mit kraftvollen Bildern klar erzählten „Rheingold“ im März folgte jetzt an der Pariser Opera Bastille bereits „Die Walküre“.
Mit Yvonne Loriod starb eine Sachwalterin unsterblicher Musik
18.05.10 (Michael Ernst) -
Nachrufe neigen allzuoft zu Superlativen. Der Tod von Yvonne Loriod provoziert sie geradezu. Das interpretatorische Spektrum dieser Pianistin verfügte schon frühzeitig über eine enorme Bandbreite; ihre Gedächtnisleistungen müssen genial gewesen sein, so rasch hat sie neue Werke erfasst. Und doch galt sie vielen Menschen vor allem als „die Frau an seiner Seite“ – die Witwe des Komponisten Olivier Messiaen.
