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Alle Artikel kategorisiert unter »Polen«
„Man wird regelrecht infiziert“
29.10.08 (Barbara Haack) -
Erfolgsmodelle sind nicht immer übertragbar. Nicht unbedingt lässt sich wiederholen, was einmal geglückt ist. Im Fall des Deutsch-Polnischen Jugendwerks war das zum Glück anders.
Der Warschauer Herbst hat Konkurrenz bekommen
29.10.08 (Daniel Cichy) -
Noch vor ein paar Jahren musste der polnische Fan der Gegenwartsmusik nur ein Datum und einen Ort im Gedächtnis haben. Das Fest der Neuen Musik fand immer im September und immer in Warschau statt. Und obwohl der „Warschauer Herbst“ einen guten Ruf hat und zu den bedeutendsten Festivals in Osteuropa zählt, ist seine Vorrangstellung in Gefahr. Die Warschauer Veranstaltung hat jetzt nämlich einen Konkurrenten. Doch das Krakauer Festival „Sacrum Profanum“ hat andere Voraussetzungen und Ziele, es ist keine Veranstaltung, die suchen und provozieren will, die ästhetische Trends bestimmen möchte oder künstlerisches Risiko eingeht. Das geschickt erstellte Programm, aggressive Werbepolitik (Konzerte des Festivals fanden auch in Second Life statt!) und ein – für polnische Bedingungen – gewaltiges Budget, haben darauf Einfluss gehabt, dass das Festival von Jahr zu Jahr immer mehr Liebhaber der Gegenwartsmusik anzieht.
Stockhausens Klänge aus dem fernen Westen
29.10.08 (Max Nyffeler) -
Der Warschauer Herbst, eines der ältesten und geschichtsträchtigsten europäischen Festivals für Neue Musik, ist immer wieder für überraschende Initiativen gut. In diesem Jahr präsentierte es ein einmalig breites Panorama der iberisch-lateinamerikanischen Musik und, als zweiten großen Schwerpunkt, zwei große Stockhausen-Produktionen.
Das unbekannte Polen
05.09.08 (Christoph Schlüren) -
Die polnische Musik von der Zeit Karol Szymanowskis (1882–1937) bis zur mit Witold Lutoslawski (1913–94) und Andrzej Panufnik (1914–91) einsetzenden Moderne ist international recht unterbelichtet geblieben. Sieht man einmal von Mieczyslaw Karlowicz und Alexandre Tansman ab, so dürfte ein Namensquiz nur bei beschlagenen Kennern Wiedererkennungswerte wachrufen. Das ist, wie in so vielen Fällen, ein guter Grund, sich eingehender umzusehen, und für Frank Harders-Wuthenow, spiritus rector eines aufsehenerregenden Festivals für polnische Musik in Berlin 2004 und mit immensem Wissen aufwartender Autor der Booklettexte dieser beiden CDs, war dies der Anlass zu einer editorischen Großtat, deren musikalische Umsetzung er in die bewährten Hände von Jürgen Bruns, dem Leiter der Kammersymphonie Berlin, legte. Harders schreibt die Musikgeschichte nicht um, aber er fügt ihr wichtige Informationen aus Bereichen hinzu, die unserer Aufmerksamkeit entgangen sind. Er schenkt uns dabei einige wertvolle, bereichernde Entdeckungen.

