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Alle Artikel kategorisiert unter »Schwetzingen«
Quittensud auf Blümchenkleid, Inzest im Schlosstheater
06.06.11 (Patrick Hahn) -
Mit der Uraufführung der Oper „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas auf ein Libretto von Händl Klaus wurden die Schwetzinger SWR Festspiele eröffnet. In der Koproduktion des SWR mit dem Theater Bonn betreten Schauspieler und Sänger die traumatischen Erinnerungsräume eines missbrauchten Mädchens.
Das Bluthaus – ein Ort der Begegnung: Workshop für Studierende in Schwetzingen
01.06.11 (Carmen Kovacs) -
Im Rahmen der Festspiele bot der SWR einigen Studierenden die Möglichkeit, sich im Vorfeld einer Aufführung der Oper „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas und Händl Klaus in mehreren Workshops mit Fragestellungen zum Neuen Musiktheater auseinanderzusetzen.
Schwetzinger SWR Festspiele bringen Glucks «Telemaco» zurück auf die Bühne
20.05.11 (Nike Luber - dapd) -
Schwetzingen - Für die Heirat des Erzherzogs und späteren Kaisers Joseph II. mit Maria Josepha von Bayern im Jahr 1765 schrieb Christoph Willibald Gluck die Oper «Telemaco». Doch nach der Uraufführung geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Jetzt bringen die Schwetzinger SWR Festspiele die Oper in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel zurück auf die Bühne.
Quittensud auf Blümchenkleid – Inzest im Schlosstheater: Georg Friedrich Haas' „Bluthaus“ in Schwetzingen
30.04.11 (Patrick Hahn) -
Mit der Uraufführung der Oper „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas auf ein Libretto von Händl Klaus wurden die Schwetzinger SWR Festspiele eröffnet. In der Koproduktion des SWR mit dem Theater Bonn betreten Schauspieler und Sänger die traumatischen Erinnerungsräume eines missbrauchten Mädchens.
Barockes „Best of“: Vivaldis Opern-Pasticcio „Bajazet“ nach 275 Jahren erstmals wieder auf der Bühne
13.12.10 (Michael Kube) -
Zu einer trefflichen Pastete bedarf es nicht nur guter Zutaten, sondern auch eines verständigen Kochs. Dass diese landläufige Küchenweisheit nicht nur am Herd, sondern auch in der Musikgeschichte ihren Platz hat, konnte am 12. Dezember 2010 im hübschen Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses mit Augen und Ohren besichtigt und behört werden: Zum Auftakt des diesjährigen „Barock-Festes“ fuhren die Heidelberger Bühnen mit Vivaldis „Bajazet“, einem wahren „Mischmasch“, einen glänzenden Erfolg ein.
Wenn die Söhne mit den Vätern ins Gericht gehen
07.07.10 (Gerhard Rohde) -
Väter und Söhne – ein ewiges Thema: des Theaters, der Literatur, auch der Gesellschaft, in der man lebt, leben muss, weil man dort hineingeboren ist. Fast unendlich die Zahl der Figuren, die den Vater-Sohn-Konflikt allein auf der Bühne austragen: der Sohn, der am übergroßen Vorbild des Vaters zerbricht, der fatale Ehrgeiz eines mittelmäßig begabten, gleichwohl erfolgreichen Künstler-Vaters, dessen genialer Sohn aus der Bahn geworfen wird wie in Gerhart Hauptmanns „Michael Kramel“. Lapidar und böse antwortet bei Samuel Beckett der Vater auf die Frage des Sohnes, warum er ihn überhaupt „gemacht“ habe: „Ich wusste nicht, dass du es werden würdest.“
Erzählte Abwesenheit - Uraufführung von Michael Jarrells „Le père“ bei den Schwetzinger SWR Festspielen
05.06.10 (Verena Großkreutz) -
Leichte Zigarrenwürze liegt in der Luft, schon bevor der Vorhang aufgeht im schmucken Schwetzinger Rokokotheater. Kein Wunder: Im Zentrum des Abends steht ein Werk von Heiner Müller, dem ostdeutschen Dramatiker und Intellektuellen, der sich – wie sein Vorbild Brecht – gerne mit einer Zigarre ablichten ließ. Heiner Müller mit Zigarre in der linken Hand ist fotografisch ungefähr so präsent wie Albert Einstein mit gezückter Zunge. Es ist Müllers Prosatext „Der Vater“ von 1958, den sich der Schweizer Komponist Michael Jarrell vorgenommen hat, um ihn in ein „Théatre Musical“ zu überführen, das bei den Schwetzinger SWR Festspielen seine am Ende umjubelte Uraufführung erlebte.
Kammeroper bei Schwetzinger Festspielen – Schweizer Komponist vertont Heiner Müllers «Der Vater»
01.06.10 (Nike Luber - ddp) -
Schwetzingen - An einem Tisch auf der Bühne sitzt ein Mann und schreibt. Zwischendurch flüstert, murmelt und spricht er wie zu sich selbst. Aber er ist nicht allein, drei Sängerinnen schalten sich ein, aus dem Hintergrund erklingt Schlagzeug. Im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses laufen die Proben zur abstrakten Kammeroper «Le Père». Der Schweizer Komponist Michael Jarrell, seit langem fasziniert von den Texten des 1995 verstorbenen Autors Heiner Müller, hat Auszüge aus dessen Text «Der Vater» in französischer Übersetzung vertont.
