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Weite Reisen in unbekannte Landschaften der Musik
08.02.12 (Gerhard Rohde) -
Die Rundfunksinfonieorchester unserer Sendeanstalten rücken offensichtlich immer stärker in den Blick der Rechnungshöfe und der hauseigenen Sparkommissare. Siehe dazu unseren Bericht auf der vorangehenden Seite. Die besten Argumente gegen drohende Fusionen oder Reduzierungen liefern dabei die Orchester selbst. Wer soll denn Hans Zenders komplexen und komplizierten Gesamtzyklus der „logos-fragmente“ kompetenter und bis ins Detail durchgearbeiteter aufführen als ein Rundfunksinfonieorches-ter, dem nicht nur die notwendige Probenzeit zur Verfügung steht, sondern durch langjährige Erfahrung mit moderner Musik auch das so genannte Know-how für die Umsetzung schwierigster Partituren.
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Raum mit mehr als drei Dimensionen
08.02.12 (Hans-Jürgen Linke) -
In den Selbstverständigungs-Diskursen der Musik ist der Raum allgegenwärtig: als philosophischer Topos, als aufführungspraktische Voraussetzung, als Gebilde aus Projektionen, Konventionen und Zielvorstellungen. Das Nachdenken über den Raum in der Musik, über Musik im Raum geht maßgeblich auf den Komponisten Iannis Xenakis zurück, der auch Architekt und Mitarbeiter von Le Corbusier war. Bei Xenakis geht es nicht nur um die notorische Ordnung zwischen Interpreten und Hörern im Konzertraum, es geht auch darum, durch Klangereignisse und ihren allgegenwärtigen, selten eindeutigen Verweisungscharakter zu unserem sechsten Sinn, dem Vorstellungsvermögen, Zugänge zu finden. Das war das Generalthema der ersten Frankfurter Biennale für moderne Musik mit dem griffigen Namen „cresc“.
„Was würde Nicolaus dazu sagen?“
06.12.11 (Doris Kösterke) -
Viele Komponisten Neuer Musik schreiben, so scheint es, noch lange nach Abschluss ihres Studiums für ihren Lehrer. Ernst August Klötzke bekannte einmal ganz offen, sich beim Komponieren immer wieder zu fragen: „Was würde Nicolaus dazu sagen?“ Als Künstlerischer Leiter der musik-theater-werkstatt am Staatstheater Wiesbaden gestaltete der 1964 geborene Komponist jüngst ein Konzert mit je einem Werk seines Lehrers Nicolaus A. Huber und dreien seiner Schüler.
Fenster, weit offen
06.12.11 (Theo Geißler) -
„Spätnachmittag, das kleine Zimmer im Halbdunkel. Still sitzend, der Blick dem Fenster zugewandt, dessen weit geöffnete Flügel den Horizont begrenzen. Still sitzen und schauen, die See und das Fenster zur See.“
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