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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikleben«

Höhere Aufmerksamkeit für Autoren

06.07.10 -
Als Berliner Rede zum Urheberrecht wurde die Rede von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger am 14. Juni 2010 zur Eröffnung des Dialogs zum 3. Korb der Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft angekündigt. „Berliner Rede“ – damit wurde die Latte sehr hoch gelegt. Und gleich in ihren einleitenden Worten stellte Leutheusser-Schnarrenberger eine Verbindung zum „Erfinder“ der Berliner Rede, Altbundespräsident Herzog, her, indem sie ihn mit folgenden Worten zitierte: „Erbärmlich ein Eigentumsbegriff, der sich nur auf Sachgüter, Produktionsmittel und Wertpapiere bezieht und die Leistungen des menschlichen Geistes ausklammert! Erbärmlich eine Gesellschaft, die sich einen solchen Eigentumsbegriff leisten wollte!“

Bondi, Berlusconi und Italiens Abschied von der Oper

06.07.10 -
Monatelang protestierten Italiens Opernhäuser gegen das so genannte Bondi-Dekret. Vergebens: Am 29. Juni passierte das Gesetz den Senat und wurde damit wirksam. Von den etwa dreihundertvierzig Millionen Euro des Musik- und Theaterfonds „FUS“ soll ab sofort ein knappes Drittel eingespart werden.

Nachrichten 2010/07

06.07.10 -
Eröffnungsfestival des Kölner Instituts für Neue Musik *** Ausgleichsvereinigung zwischen KSK und BDMV *** Netzwerkuraufführungen *** Donaueschingen 2010

Personalia 2010/07

06.07.10 -
Preis für Carsten Hennig *** Wulf Konold gestorben *** Loebe neuer Vorsitzender Deutsche Opernkonferenz *** Preis an Ibrahim *** Fritz Sennheiser *** Preis für Shore *** Alois Kottmann Preis *** Kauder BDMV-Präsident *** Oskar Sala zum 100. Geburtstag *** Evers wiedergewählt

Mit absolutem Gehör und Lust am Experimentellen

09.06.10 -
Dass Streichquartette sich umgruppieren, ist üblich. Anders ist dies bei Klavier-Duos. Natürlich haben sich Stars zum ad-hoc-Spiel zusammengetan, wichtiger indes waren die stabilen Formationen, nicht selten Brüder oder Schwestern, sogar Zwillinge: Vertrautheit von Kind an, womöglich genetische Parallelen, auch dieselben Lehrer dienten spielerischer Symbiose, ja reflexhafter Synchronität – wichtig bei einem „Schlaginstrument“, wo Sekundenbruchteile übers „Klappern“ entscheiden.

Im Feedback stark

09.06.10 -
Von den 50er- bis in die 80er-Jahre galt Köln quasi als Mekka Neuer Musik wie Bildender Kunst. Überragende Komponisten mit ihren Schulen rivalisierten: Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel, auch Hans Werner Henze. Unter dem Dach des mäzenatisch potenten WDR mit seinem Elektronischen Studio gab es zudem für Vernetzer, Abweichler und Quergänger mancherlei Freiräume: eine einmalige Verquickung sowohl der Künste (auch Literatur, Film, Theater) untereinander als auch globaler wie lokaler Aktivitäten, bis hin zur politischen „Straßenmusik“: ein Kunst-Bio-top voller Spannungen, Anregungen und Synergien.

Sie war weit mehr als die Muse Messiaens

09.06.10 -
Immer wieder gab es Interpreten, die für Komponisten von entscheidender Bedeutung waren – die nicht nur „authentisch“ deren Werke aufführten, sondern sogar an deren Zustandekommen beteiligt waren, ja geradezu zum ko-kreativen Alter Ego wurden. So ist Joseph Joachims geigerisches Ingenium über den Solopart hinaus ins Brahms-Konzert eingegangen, ebenso Richard Taubers Tenorschmelz in Lehárs Operetten. Kaum zu überschätzen ist auch die aktive Identifikationsübertragung Dietrich Fischer-Dieskaus bei nicht wenigen bedeutenden Werken seit den fünfziger Jahren; nicht zuletzt fast im Sinne eines vexierbildhaften Dreifachporträts des Großdichters Gregor Mittenhofer alias Hans Werner Henze wie Fischer-Dieskau in Henzes „Elegie für junge Liebende“. Ähnliches gilt für Reimanns „Lear“. Und die livelektronischen, mikrotonalen und Raumklang -erkundungen des späten Nono wären ohne die Mitwirkung von Hans-Peter Hallers Freiburger Experimentalstudio so zumindest nicht fruchtbar geworden.

Umfrage der nmz zur Halbzeit der NNM-Projekte

08.06.10 -
Diese Antworten sind in Abstimmung mit Villa Musica formuliert; sie geben die Position unseres Hauses wieder.

Umfrage der nmz zur Halbzeit der NNM-Projekte

08.06.10 -
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