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Alle Artikel kategorisiert unter »DVD, Film«
Alles was man vom „stillen Beatle“ wissen muss
06.12.11 (Viktor Rotthaler) -
Er führte Ende 1965 die Sitar in die Popmusik ein: George Harrison. Ausgerechnet auf einer Lennon/McCartney-Nummer, „Norwegian Wood“, erklang zum ersten Mal dieses für die westliche Musik exotische Instrument. Und das erzählt bereits eine Menge über den „stillen Beatle“, in dessen Inneren es „loderte“, wie Paul Theroux schreibt in seinem schönen Vorwort zu Olivia Harrisons und Mark Holborns großartigem Coffeetable-Book „George Harrison – Living in the Material World“ (Knesebeck). Eine „illustrierte Biografie“, die Martin Scorseses gleichnamige dreistündige Dokumentation auf DVD oder Blue-ray (StudioCanal) ergänzt.
Vor und hinter den Kulissen
01.11.11 (Juan Martin Koch) -
So ganz ist das Prozedere der DVD-Labels bei der Aufarbeitung von Archivschätzen ja nicht zu durchschauen. Da liegen nun einige Perlen aus BBC-Beständen einerseits unter dem Namen „classic archive“ bei EuroArts, andererseits bei dem ebenfalls von Naxos vertriebenen Label „ica classics“ vor. Sei’s drum, mag der Kunde denken, Hauptsache der Inhalt stimmt.
Morgen ist es vielleicht schon zu spät
07.10.11 (Viktor Rotthaler) -
Es gibt in der Popgeschichte immer wieder Figuren, die eher Gerücht geblieben sind, weil ihre Werke im „Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit“ zu verstreut waren, wie bei Friedrich Hollaender, oder einfach bis heute keine ihnen „gemäße“ Tonträger vorhanden waren, wie bei Inge Brandenburg.
DVD-Tipp 2011/10
07.10.11 (Viktor Rotthaler) -
Hüsch – Sieben. Kabarettprogramme aus drei Jahrzehnten +++ Tuxedomoon. Unearthed
Soundtracks 2011/09
07.09.11 (Viktor Rotthaler) -
The Family Way, +++ Rise of the Planets of Apes
Meerjungfrau im Abgrund
07.09.11 (Juan Martin Koch) -
Zwei Dinge haben Schlagwerker vielen anderen Instrumentalisten voraus: Die Entstehung ihrer Kunst ist auf faszinierende Weise sichtbar. Diesen Bonus macht sich der phänomenale Martin Grubinger zunutze, wenn er seinem Publikum auch Kompositionen zumutet, denen es sich unter anderen Umständen wohl eher nicht aussetzen würde.
Was, wenn der Funke nicht überspringt?
05.09.11 (Juan Martin Koch) -
Das Timing entbehrte nicht einer gewissen Ironie. Da erschien im April die JeKi-Dokumentation „Ein Jahr mit vier Tönen“ auf DVD, drei Monate später war zu vermelden, dass die Pläne, „Jedem Kind ein Instrument“ auf ganz Nordrhein-Westfalen auszudehnen, auf Eis gelegt werden. Aus Finanzgründen, denn nach dem planmäßigen Auslaufen der Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes und die Zukunftsstiftung Bildung war es nicht gelungen, die Mittel für die Expansion des Projektes zu beschaffen.
Unser Mann in Rom
01.07.11 (Viktor Rotthaler) -
Seit Quentin Tarantino in seinen Filmen ständig Musik aus längst vergessenen italienischen Genrefilmen einsetzt, ist der Italo-Sound wieder en vogue. Als Sensation wurde vor einigen Wochen das neue Album von Danger Mouse gehandelt, das der Produzent zusammen mit dem italienischen Filmkomponisten Daniele Luppi in den legendären Forum-Studios aufgenommen hat: „Rome“ (EMI) – mit Jack White und Norah Jones als Gastsängern. Und der Stimme der einstigen Morricone-Muse Edda Dell‘Orso. Ein wunderbares cinematisches Album, das im vergangenen Jahr bereits einen Vorläufer hatte: „Mondo Cane“ (Ipecac Records), eine Crooner-Platte von Mike Patton – mit Arrangements von Daniele Luppi.
Rameau, der Theater-Magier
27.06.11 (Juan Martin Koch) -
Wo bleibt nach der Händel-Renaissance der Rameau-Boom? Dies ist vielleicht die einzige dringliche Frage, die sich nach der höchst erquicklichen Durchsicht dieser DVD-Box stellt. Wie kann es sein, dass Musik, die von abgrundtiefer Tragik bis hin zu ausgelassener Albernheit alle Nuancen theatraler Gemütszustände aufs Feinste zu evozieren versteht, die von einsamer Solokantilene bis zu prächtigen Ensemble- und Chor-Tableaus alle Gesangs-Register bedient, dem barocken Orchester immer neue Klangfarben entlockt und Tänze von überwältigender rhythmischer Vielfalt entfesselt, nach wie vor ein Exoten-Dasein auf den deutschsprachigen Opernbühnen fristet?
Der Mann mit den tausend Masken
03.05.11 (Viktor Rotthaler) -
Das nenne ich eine Ikone. Auf dem Cover der neuen, „upgegradeten“ „Spex“, immer noch dem „Magazin für Popkultur“, ist ein innig versunkener, blutjunger Bob Dylan zu sehen, in klassischer Protestsängerpose. Vermutlich dürfte dieses Foto aus den frühen Sixties das älteste Foto sein, das je auf einem „Spex“-Cover auftauchte. Im Heft selbst gibt es dann gar keinen Text zum 70. Geburtstag des Meisters. Coverboy Dylan dient nur als Aufhänger für eine Story über die Vergangenheit und Zukunft des Protestsongs. Wie ein Filmplakat funktioniert dieses seltene Foto des „Columbia Recording Artists“. Der Film selbst läuft dann in einem anderen Kino. Zum Beispiel in Klaus Theweleits großartigem Reader „How Does It Feel“ (Rowohlt). Oder bei uns.
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