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Eine Alte Oper ist ein Neues Konzerthaus ist die Zukunft: Seit 1998 leitet Michael Hocks Frankfurts renommiertes Musikzentrum im früheren Opernhaus der Stadt
01.01.12 (Gerhard Rohde) -
Die Auguren prophezeien das Ende der abendländischen Musikkultur. Immer weniger Besucher in den klassischen Konzerten. Abonnements-Abende als Graues Meer: der Blick aus dem Rang ins Parkett, dazwischen immer häufiger leere Plätze. Jugend – wo bist du? Will denn niemand mehr Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner, Mahler hören? Von all denen, die danach komponierten, zu schweigen? Und: Stimmt das düstere Bild überhaupt?
Ein Meister wird besichtigt: ein Streifzug durch die Neuveröffentlichungen zum 200. Geburtstag Franz Liszts
20.10.11 (Georg Beck) -
„Unvermittelt brach er ab und wirbelte auf dem Klavierschemel herum. Außer sich starrte er auf die lächelnde Frau. ‚Was habe ich da getrunken, Madame? Das ist einfach unglaublich!’ Madame Babèrre spielte mit dem Griff ihrer Tasche. ‚Dies, Monsieur, ist die Hilfe, die ich Ihnen angedeihen lassen kann.’ Liszt war noch immer außer sich. ‚Ich vermag Passagen zu spielen, Akkorde zu greifen, wie nie zuvor. Wie geht das?’“
Singpädagogik – nur für Erwachsene?
30.06.11 (Uli Führe) -
Für wen singen wir?Wer kennt das nicht? Da stehen sie, die Kinder, und schauen auf die Musikpädagogin. Und sie? Sie schaut mit einem „komm-sing-doch-mit“-Blick zu den Kindern. Das ist ja nichts Verwerfliches. Wer viele Musikpädagogen/-innen gesehen hat, weiß, dass das heute der Standard ist. Die Kinder erleben Singen oft als gemachte Veranstaltung. Sie bekommen mit, da wird etwas für sie inszeniert. Musik als Aktivierung. Musik als Programm. Man stelle sich vor, ein Vater würde im Auto mit den Kindern fahren und bei jedem Blinken, Schalten oder Steuern sich zu den Kindern auf den Rücksitzen hinwenden: Da schaut, so schaltet man, so steuert man, so blinkt man. Nein, er fährt einfach ohne Bedienungskommentar. Und die Kinder bekommen mit: Der macht was ganz Selbstverständliches. Der bringt uns vorwärts. Das ist sein Ding. Und wenn die Mutter fährt, ist es ihr Ding. Schnelles Fortkommen ist selbstverständlich.
In den Hohlräumen zu singen: Aribert Reimann wird 75 und erhält den Ernst von Siemens Musikpreis
06.03.11 (Gerhard R. Koch) -
Beim Musikfest „Heidelberger Frühling“ gab es im April 2006 eine Art kompositorisches „Drei-Kaiser-Treffen“: Aribert Reimann, Wolfgang Rihm und Jörg Widmann traten da als dominierende Komponisten auf, Widmann zusätzlich noch als Klarinettist – und plötzlich schienen sie imaginär nicht nur miteinander vernetzt, sondern auch mit der Vergangenheit.
Im Schöpferischen wirkt das große Nichtwissen
29.01.11 (Moritz Eggert) -
Nachrufe sind oft vor allem Betonung des Geleisteten. Dies ist im Falle Hans-Ulrich Engelmanns nur richtig, denn er hat sehr viel als Komponist geleistet und ein großes, wichtiges Werk geschaffen, dessen längst fällige Neubeurteilung zum Beispiel Gerhard Rohde zu Recht gefordert hat.
Wo kam er her? „Student Nr. 1“ der Darmstädter Ferienkurse (also der erste eingetragene Student der Ferienkurse – hierauf war er immer besonders stolz). Schüler – zur selben Zeit wie Hans Werner Henze – von Wolfgang Fortner. Abgebrochenes Architekturstudium, als Resultat: bleibendes Faible für Konstruktion und Bildende Kunst. Leidenschaft Theater: Arbeit als Dramaturg und Regisseur. Studium der Philosophie, unter anderem – natürlich – bei Adorno.
Donaueschinger Musiktage befragen das Streichquartett
14.10.10 (Armin Köhler) -
Die Donaueschinger Musiktage stehen 2010 (15. bis 17. Oktober) im Zeichen des Streichquartetts. Unter dem Titel QUARDITTIADE hat Festivalchef Armin Köhler eigens eine spezielle Aufführungssituation für den gesamten zweiten Festivaltag entworfen, bei der drei Streichquartettformationen neue Streichquartette von acht Komponisten aus sieben Nationen vorstellen.
„Der armselige Stern der Hoffnung über dem Herzen“: Hans Werner Henze im Gespräch
07.10.10 (Georg Beck) -
Essen, Sheraton, im September. – Haben Sie Verständnis, es dauert noch etwas! Haben wir. Eine Woche vor der Premiere von „Gisela“, Hans Werner Henzes neuester Oper, seinem insgesamt fünfzehnten Musiktheaterwerk nach „L’Upupa“ und „Phaedra“ ist der Besprechungsbedarf groß. Schließlich, nach einer halben Stunde, ist es soweit. Dann merken wir, dass tatsächlich alles langsamer geht bei diesem 84-jährigen Komponisten.
Eine transatlantische Wahlverwandtschaft
29.09.10 (Jessica Gienow-Hecht) -
Cincinnati, Boston, Philadelphia, Pittsburgh – fast alle großen Sinfonieorchester der USA, die sich im 19. und 20. Jahrhundert einen Namen gemacht haben und heute zu den renommiertesten Ensembles der Welt zählen, entstanden nach dem amerikanischen Bürgerkrieg unter der Ägide deutscher Dirigenten und spielten vornehmlich die Werke der deutschen Meister.
Der Sonnenkönig aus Hamburg
03.09.10 (Nikolas Kerkenrath) -
Im Jahr 2010 wird – auf beiden Seiten des Rheins – großer Musiker gedacht: Frédéric Chopin, Robert Schumann, Gustav Mahler; auch eines Rolf Liebermann? Da war doch mal was! Vor über 30 Jahren hat das nur siebenjährige Regnum von Liebermann das Pariser und somit das französische Opernleben grundlegend verändert und nachhaltig geprägt, zuvor – von 1959 bis 1973 – hatte derselbe Kulturweltbürger aus der Schweiz die Hamburgische Staatsoper zum modernsten und mutigsten Opernhaus der Welt gemacht.
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