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Alle Artikel kategorisiert unter »Interview«
Bergwanderung versus Badewannenglück
19.06.11 (Burkhard Schäfer) -
Die Neue Musik ist eines der letzten Hörabenteuer unserer an Musikrichtungen und -gattungen wahrlich nicht armen Zeit. Was sich unter dem weit gefassten – um nicht zu sagen: schwammigen – Begriff „Neue Musik“ genau verbirgt, ist umstritten. Klar ist nur, dass die Vorbehalte gegen die „Neutöner“ immer noch groß sind – trotz ausverkaufter Konzerte in Donaueschingen und überbuchter Darmstädter Ferienkurse. Der Vorwurf des elfenbeinernen Spezialistentums lastet nach wie vor über den Komponistinnen und Komponisten, die sich, scheinbar hermetisch abgeschottet vom kommerziellen Rest der Welt, angeblich einer „verständlichen“ Musiksprache „verweigern“. Um mehr Licht in diesen Zwist zwischen Gegnern und Befürwortern zu bringen, schlüpfte Burkhard Schäfer in die Rolle des „Agent Provocateur“ und befragte einen der renommiertesten deutschen Gegenwartskomponisten, den am 27. November 1935 in Stuttgart geborenen Helmut Lachenmann, zum Thema Neue Musik.
Deutscher Kulturrat stellt die K-Frage
01.03.11 (Andreas Kolb) -
Der Deutsche Kulturrat ruft bundesweit zum „Tag für Kulturelle Vielfalt und gegen Kulturabbau“ auf. Am 21. Mai 2011 sollen unter dem Motto „Kultur gut stärken“ im gesamten Bundesgebiet Aktionen, Veranstaltungen, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Aufführungen, Demonstrationen, Protestaktionen und vieles andere mehr stattfinden. Die neue musikzeitung sprach mit Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, über den neuen Aktionstag.
Kämpfer für Grundrechte und Konzertsaal
29.01.11 (Eckart Rohlfs) -
Tripeljubiläum: Vor 60 Jahren die Gründung der Jeunesses Musicales in Deutschland, schon im ersten Jahr zählte sie 2.500 Mitglieder und namhafte Ensembles zwischen Berlin, Hamburg und München. Hier, während der ersten Festwoche der Musikalischen Jugend Deutschlands, trommelt ein junger, energischer Mann aus Hannover die Delegierten aus 21 örtlichen Gruppen der Jeunesses Musicales im Sitzungssaal des Münchner Rathauses zusammen und sagt, „wo es langgeht“, muntert erfolgreich und nachhaltig zur musikalischen Eigeninitiative auf: Klaus Bernbacher, gerade 20 Jahre jung, mutiger Impulsgeber und nimmermüder Initiator, energisch, nicht immer bequem, nicht immer geliebt, gerne auch streitbar, aber dann auch wieder hoch dekoriert, gelobt und ausgezeichnet, und, weil er verstand, Ideen überzeugend zu verkaufen, energisch und erfolgreich umzusetzen. Von seinem Enthusiasmus, musikalisch-künstlerisch ebenso wie im kulturpolitischen Engagement, hat er bis heute nichts verloren, jetzt, da er, wie es die Franzosen liebenswürdig ausdrücken, die „quatre-vingt“ erreicht hat. Auch in den 60 Jahrgängen der neuen musikzeitung hat Klaus Bernbacher sich immer wieder lautstark zu Wort gemeldet. Für die nmz hat Eckart Rohlfs ihn gebeten, sein persönliches Resümee auf das gemeinsam erlebte Fast-Jahrhundert zu ziehen.
Unausgeschöpftes Kritiker-Potenzial
02.11.10 (Andreas Kolb) -
Mit dem ECHO-Preis zeichnet die Deutsche Phono-Akademie, der verlängerte Promotion-Arm des Bundesverbandes Musikindustrie, seit 1993 die Bestseller der Schallplattenfirmen aus. Während es dem ECHO unter Musikern und Fachleuten an Glaubwürdigkeit mangelt, mangelt es dem unter Musikern hoch angesehenen „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ an Beachtung. Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums dieser geballten Jurorenfachkompetenz führte Andreas Kolb, Chefredakteur der nmz, ein Gespräch mit Professor Dr. Lothar Prox, dem Vorsitzenden des Vereins „Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.
Das Singen etablieren: Anna Wiebe, Bildungsreferentin der Deutschen Chorjugend, im Gespräch
11.08.10 (Anna Wiebe) -
Die Deutsche Chorjugend, Jugendorganisation des Deutschen Chorverbandes, engagiert sich bundesweit für das Singen von und mit Kindern und Jugendlichen. Ungefähr 3.500 Kinder- und Jugendchöre mit rund 100.000 jungen Sängerinnen und Sängern versammeln sich unter dem Dach des Verbandes. Unter anderem macht es sich die Deutsche Chorjugend zur Aufgabe, in der Öffentlichkeit kontinuierlich die Bedeutung des Singens für junge Menschen zu propagieren. Am 2. Oktober plant der Verband einen bundesweiten „Tag der jungen Stimmen“ und eine große Veranstaltung in Berlin: Kinder- und Jugendchöre ganz unterschiedlicher Ausrichtung sollen hier das breite Spektrum der Chorarbeit in Deutschland präsentieren.
„Es müsste Montagsdemonstrationen für Kultur geben“
17.06.10 (Andreas Hauff) -
Seit August 2009 ist Michael Kaufmann Intendant des Kurt-Weill-Fests Dessau. Die Festivalausgabe 2010 – noch von Kaufmanns Vorgänger Clemens Birnbaum konzipiert – war, so titelte die nmz in der April-Ausgabe, überschattet vom „Blut- und Tränenpapier“ der Stadt. Andreas Hauff sprach mit Michael Kaufmann über die finanz- und kulturpolitische Lage in Dessau und über seine künstlerischen Pläne für die kommenden Jahre.
„Neue Musik entwickelt sich zur meistgeförderten Sparte“: Hortensia Völckers im Gespräch
14.06.10 (Andreas Kolb) -
2008 startete das Förderprojekt Netzwerk Neue Musik der Kulturstiftung des Bundes. Ziel ist die Stärkung der Präsenz Neuer Musik im Kulturleben, um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erhöhen und neues Publikum zu gewinnen. Die neue musikzeitung bat die Künstlerische Direktorin der Stiftung, Hortensia Völckers, um eine Zwischenbilanz.
Auf den Behinderten-Bonus verzichten
05.05.10 (Barbara Haack) -
Europa InTakt.2010 steht für aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Kulturleben der Gesellschaft. Das Projekt umfasst drei Bereiche: Musikalisch-kreative Praxis, eine Konzertreihe und einen wissenschaftlichen Kongress. Ein Konzert im Audimax der TU Dortmund eröffnet Europa InTakt.2010 am 6. Oktober 2010. nmz-Herausgeberin Barbara Haack sprach mit der Initiatorin Irmgard Merkt.
Forum Musikmesse: Debatten, Statements und Gespräche
03.05.10 (nmz) -
„Die Einsamkeit der jungen Komponisten“ – Thema Nachwuchsförderung *** Monika Bestle zur GEMA-Petition und den Folgen *** Der Komponist Minas Borboudakis *** Klaus Doldinger zum Thema „Jazz Made in Germany“ *** „Pianistin im Parlament“: Agnes Krumwiede (kulturpolitische Sprecherin der Grünen) *** Bettina Münzberg, Marketingleiterin der Ruhrtriennale, zum Thema „Marketing und CI im Kulturbereich *** Jörg Evers (GEMA/Deutscher Komponistenverband), Brigitte Zypries, MdB (SPD) und Theo Geißler (nmz, Moderation) zum Thema „Das Urheberrecht im digitalen Zeitalter“ *** Gerald Mertens (Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung) im Gespräch zum Thema „Wirtschaftskrise – Kulturkrise“ *** Thomas Rietschel (Hochschule für Musik Frankfurt), Olaf Praetorius (MHS Stuttgart) zum Thema „Erfolgsmodell Korea – Koreanische Studenten fluten deutsche Musikhochschulen“ *** Ortwin Nimczik (VDS), Lars Reichow (Kabarettist), Udo Dahmen (Popakademie Bawü), Jürgen Brandhorst (GEMA-Stiftung) und Theo Geißler (Moderation) diskutierten zum Thema „Play fair – Respect Music. Was ist uns die Musik noch wert?“ *** „Jedem Kind ein Instrument“, über dieses Modell diskutierten Manfred Grunenberg (Stiftung „JeKi“) und Stefan Gretsch (FG Musik ver.di) *** Harald Heker (GEMA), Hans-Joachim Otto (Parl. Staatssekretär/FDP), Rainald Ludewig (Panasonic) und Theo Geißler (Moderation) diskutierten zum Thema „Korb 2 und die Folgen – wer bezahlt die Privatkopie“ *** Hans H. Th. Sendler (European Strategy Consulting), Christian Höppner (DMR, Moderation) und Astrid Söthe-Röck (Netzwerk Alternsforschung Heidelberg) diskutierten zum Thema „Musizieren 50+“ *** Tanja Becker-Bender
Der Charme der Idee trügt
28.02.10 (Juan Martin Koch) -
Mit zehn Argumenten hat sich Ende Januar der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) gegen das Modell einer Kulturflatrate ausgesprochen (siehe auch Seite 1). Juan Martin Koch befragte den BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk (Foto: Martin Hufner) zu den Hintergründen.
