Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »1«

Startseitenplatz 1

Thüringen: Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Gefahr

08.02.12 (Agentur - dapd) -
Erfurt - Der diesjährige Landeswettbewerb "Jugend musiziert" steht möglicherweise auf der Kippe. Wie der Landesmusikrat Thüringen am Mittwoch in Erfurt mitteilte, sieht er sich nicht in der Lage, den wichtigsten deutschen Wettbewerb für den musikalischen Nachwuchs auf Landesebene durchzuführen, wenn es bei der vorgesehenen 20-prozentigen Bewirtschaftungssperre des Finanzministeriums für die Breitenkultur bleibt.

„Das zerstört alles, was wir waren“: Die beiden SWR-Klangkörper sollen offenbar zu einem „Superorchester“ fusioniert werden

05.02.12 (nmz-red) -
Im Zuge seines „Strategieprozesses“ plant der SWR offenbar, seine beiden traditionsreichen und äußerst profilierten Orchester zu fusionieren. „Völlig ergebnisoffen“, so SWR-Intendant Peter Boudgoust gegenüber der Stuttgarter Zeitung vom 4. Februar prüfe man gegenwärtig die Möglichkeiten, die Sparvorgabe von 25 Prozent, die der SWR angesichts erwarteter Wenigereinnahmen, Tariferhöhungen und anderer Belastungen über sich verhängt hat, auch bei den beiden SWR-Orchestern zur Anwendung zu bringen.

In den reißenden Gewässern des Internet: Mit der Digitalen Gesellschaft verändert sich Politik

02.02.12 (Martin Hufner) -
Es ist nicht zu übersehen, dass die Politik gegenwärtig den Druck, der über und durch die Präsenz des Internet als Kommunikations-und Aktionsplattform entsteht, nur sehr schwer in den Griff bekommt. Das Netz wirkt immer mehr wie ein losgelassener, geradezu wild wuchernder Organismus und dessen Selbstorganisation so zufällig, anarchisch und gleichzeitig so wirtschaftlich konsequent wie keine politische Bewegung zuvor. [aus nmz 2/2012]

Das Plus im Minus: die Midem in Cannes setzt ihre Entwicklung vom Glamour zum Arbeitstreffen fort

01.02.12 (Ralf Dombrowski) -
Je mehr sich die Branche neu erfindet, desto mehr verschwindet sie auch im unsichtbaren Raum des Virtuellen. Eigentlich eine zwangsläufige Entwicklung, wenn man ein Musikstück nur noch als Datensatz versteht. Trotzdem ist es verblüffend, wie diese Entwicklungen sich auch auf die Wirklichkeit einer Messe wie der Midem in Cannes auswirken. Vom 28. bis 31. Januar fand die 46.Ausgabe des internationalen Branchentreffpunkts im Palais des Festivals an der nachhaltig verregneten Croisette statt, unter der neuen Leitung des Messe-Direktors Bruno Crolot und der Chefin der Entertainment Division Anne De Kerckhove.

Der Kirschgarten in Paris: zur Uraufführung von Philippe Fénelons „La Cerisaie“ im Palais Garnier

31.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Uraufführungen großformatiger Opern fanden in der französischen Hauptstadt seit zwanzig Jahren mit schöner Regelmäßigkeit in der Opéra Bastille statt („Melancholia“ von Georg Friedrich Haas erschien als Ausnahme). Die Premiere „La Cerisaie“ wurde neuerlich in die alte Prunkburg, das Palais Garnier zurückverlegt. Vielleicht findet der Generaldirektor der Pariser Musiktheater, Nicolas Joel, ja auch das Ambiente rund um die Opéra Bastille so verranzt, dass er es den Premierengästen nicht zumuten möchte.

Das seltsam bedrückte Schweigen der Klangkörper: die allgemeine Sparwut scheint die Rundfunksinfonieorchester zu erreichen

28.01.12 (Gerhard Rohde) -
In den Musikabteilungen der Rundfunkhäuser trifft der Besucher gegenwärtig auf ein beredtes Schweigen. Nichts Genaues weiß jeder nicht. Und wenn jemand etwas wüsste, flüchtet er sich in Ahnungslosigkeit. Das Zuchtmittel der gestrengen Abmahnung wegen illoyalen Verhaltens der eigenen Anstalt gegenüber wirkt unverändert. Die Öffentlichkeit darf erst etwas erfahren, wenn Beschlüsse in Kraft getreten sind und nichts mehr zu ändern ist. Bis dahin ist jede Diskussion ausgeschlossen. Das verstehen die oberen Etagen der Funkanstalten dann vielleicht als praktizierte Demokratie, wobei sie meist vergessen, dass ihre Häuser nicht ihr Eigentum sind, sondern von den Gebühren der Hör-Bürger getragen werden. Zu diesen Bürgern zählen auch Journalisten, Musikkritiker im Besonderen, die glücklicherweise in der Lage sind, sich über ihre Medien öffentlich äußern zu können, ohne Abmahnungen seitens der Funkbosse zu riskieren. [Vorabveröff. aus nmz 2/2012]

Ernst von Siemens Musikpreis 2012 für Friedrich Cerha – Förderpreise für Luke Bedford, Zeynep Gedizlioglu und Ulrich Alexander Kreppein

26.01.12 (nmz, PM) -
Der Ernst von Siemens Musikpreis 2012 geht an Friedrich Cerha. Wie die Ernst von Siemens Musikstiftung mitteilte, erhält der 1926 geborene österreichische Komponist den mit 200.000 Euro dotierten Preis als Auszeichnung für sein Lebenswerk. Träger der diesjährigen Förderpreise für junge Komponisten sind der Brite Luke Bedford, Zeynep Gedizlioglu aus der Türkei und Ulrich Alexander Kreppein aus Deutschland. Insgesamt vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung 2,7 Millionen Euro. Gefördert werden 2012 über hundert zeitgenössische Musikprojekte mit Künstlern aus 30 Ländern weltweit. Die Preisverleihung findet am 22. Juni 2012 im Münchner Cuvilliés-Theater statt.

Fünfundvierzig Jahre Verspätung: eine interdisziplinäre Tagung zu „Musik(wissenschaft) – Nachkriegskultur – Vergangenheitspolitik“ in Mannheim

24.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Der vom Deutschen Germanistenverband im Oktober 1966 einberufene Germanistentag in München widmete sich unter dem Generalthema Nationalismus in Germanistik und Dichtung erstmals mit kritischen Ansätzen der neueren Geschichte des Fachs und einigen seiner wesentlichen Gegenstände. Die Denkanstöße und Ergebnisse dieser Tagung suchten die große Wissenschaftsdisziplin mit einem anwachsenden Crescendo heim und haben sie nachhaltig verändert.

Animalische Fährten: Schrekers „Der ferne Klang“ überzeugt in Bonn als Totaltheater

22.01.12 (Peter P. Pachl) -
Dirigent Will Humburg kehrt mit dem bestens disponierten Beethoven Orchester Bonn alles Unkonventionelle an der 1912 in Frankfurt uraufgeführten Oper hervor, arbeitet die schreienden Einzelmomente in Schrekers Mischklang solistisch heraus, stellt permanent die Modernität dieser Partitur unter Beweis und rückt sie doch stets in einen traditionell spätromantischen Zusammenhang und zeigt so die künstlerische Herkunft und musikdramatische Verwandtschaft des von Paul Bekker als „einzigen Nachfolger Richard Wagners“ deklarierten Komponisten auf – auch mit der äußeren Gewichtigkeit zweier großer Pausen.

„Changes“ – die Esslinger tonArt zelebriert den Wandel, mit oder ohne John Cage

Das Motto „Changes“ des diesjährigen tonArt-Festivals in Esslingen bezieht sich auf die „Music of Changes“ von John Cage. Cage seinerseits, der dieses Jahr 100 geworden wäre, verwies damit auf das „Book of Changes“, das Buch der Wandlungen I Ching, dessen er sich bei der Komposition bediente. Seit Cage 1951 die „Music of Changes“ schrieb, hat sich einiges gewandelt.
Inhalt abgleichen