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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Marthaler«

Netze aufspannen, Operncodes entschlüsseln

Die Wiener Philharmoniker und die Salzburger Festspiele führen seit sechs Jahren Operncamps für Kinder und Jugendliche durch. Dieses Jahr beschäftigten sich die Teilnehmer mit Opern von Giuseppe Verdi und Leos Janáček: Macbeth und Die Sache Makropulos versprechen großes Musiktheater und komplexe Vorgaben für die Vermittlung. Die Teilnehmer besuchten die Inszenierungen von Peter Stein und Christoph Marthaler und präsentierten zum Abschluss ihr eigenes Musiktheater: Der Fall McBeth und E.M. forever

Witzig geschärftes Plädoyer fürs Altern: Christoph Marthaler inszeniert Janáčeks „Věc Makropulos“ in Salzburg

11.08.11 (Peter P. Pachl) -
Die 1922 in Prag spielende Handlung um ein Elixier der ewigen Jugend haben Christoph Marthaler und Anna Viebrock ins heutige Salzburg verlegt, einen Ort, an dem der Prozentsatz der durch Schönheitsoperationen „jung“ gebliebenen Besucher besonders hoch sein dürfte.

Isoldes Tat im Keller der Geschichte: Christoph Marthalers Tristan-Inszenierung erneut bei den Bayreuther Festspielen

30.07.11 (Peter P. Pachl) -
„Tristan und Isolde“, vor zwei Jahren als „Public Viewing“ zu erleben, schien bereits abgespielt. Aber bevor Festspielleiterin Katharina Wagner 2014 selbst den „Tristan“ inszenieren wird, wurde Christoph Marthalers postmoderne Sicht auf Wagners „Handlung in drei Aufzügen“ als letztes Werk im Bayreuther Premierenreigen dieses Sommers wieder aufgenommen. Ein erfolgreicher, aber kein wirklich berückender Abend.

Zwischen Wellen, Weltraum und Wüstenlandschaften

05.05.10 (Albrecht Dümling) -
„Wir können ohne Utopie nicht leben“, erklärte im Jahre 2000 bei der Verleihung des Ernst-Bloch-Preises der Historiker Eric Hobsbawm, der das 20. Jahrhundert als Zeitalter der Katastrophen beschrieben hatte. Nach dem Zusammenbruch des realen Sozialismus ist in der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus allerdings Pragmatismus gefragt. Visionen haben es schwer. Wieweit sie in der Kunst noch weiterexistieren fragte die diesjährige MaerzMusik, das Festival für aktuelle Musik Berlin, unter dem dialektischen Motto „Utopie [verloren]“. Matthias Osterwold, der künstlerische Leiter, hatte dazu Kompositionen und Produktionen ausgewählt, in welchen politische, technische, spielpraktische und rein musikalische Momente des Utopischen anklingen. Ein lesenswertes Programmheft beleuchtete die ästhetischen und philosophischen Hintergründe.

Die Wüste lebt – nur eben ganz anders

29.03.10 (Frieder Reininghaus) -
Da steht einer im Unterhemd und schaut zum Fenster des linken Schlafzimmers hinaus. Schräg unter und vor ihm, im Parterre, sitzt das Kammermusikensemble: zehn Holz- und Blechbläser, ein Streichquartett nebst Kontrabass, der Klavier- und der Akkordeonspieler und zwei Schlagzeuger.

Verwandlung vom Hotel zum „Waldmusiktheater“

11.12.08 (Heike Lies) -
„Die musikalisch-theatralen Collagen, mit denen die ‚Christoph-Marthaler-Familie‘ berühmt geworden ist, haben etwa ähnlich viel gemeinsam mit einem herkömmlichen Theaterstück wie das Waldhaus mit einem herkömmlichen Luxushotel“, meint Urs Kienberger, der zusammen mit seiner Schwester Rita und seinem Schwager Felix Dietrich das Hotel Waldhaus in Sils-Maria betreibt. Und so dürfte das Waldhaus das einzige Fünf-Sterne-Hotel der Welt sein, das seinen Gästen zum hundertjährigen Bestehen des Hauses zumuten und sie damit erfreuen kann, dass der vertraute Ort durch eine theatrale Marthaler-Aufführung verfremdet wird.
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