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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Willibald Gluck«
Schwetzinger SWR Festspiele bringen Glucks «Telemaco» zurück auf die Bühne
20.05.11 (Nike Luber - dapd) -
Schwetzingen - Für die Heirat des Erzherzogs und späteren Kaisers Joseph II. mit Maria Josepha von Bayern im Jahr 1765 schrieb Christoph Willibald Gluck die Oper «Telemaco». Doch nach der Uraufführung geriet das Werk schnell in Vergessenheit. Jetzt bringen die Schwetzinger SWR Festspiele die Oper in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel zurück auf die Bühne.
Iphigenie in Asterix oder Gluck an Konwitschny: Fortsetzung des Leipziger Gluck-Rings mit „Iphigenie in Aulis“
29.11.10 (Michael Ernst) -
Wir schreiben das Jahr 2013. Bald. Die ganze Opernwelt ist dann von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ besetzt. Die ganze Opernwelt? Nein, ausgerechnet die von unbeugsamen Wagner-Verehrern bevölkerte Geburtsstadt Leipzig widersetzt sich standhaft diesem Ringen um Richard und zeigt – 200 Jahre nach dessen Geburt – einen bislang unbekannten „Gluck-Ring“. Soeben hatte dessen zweiter Teil Premiere. Erinnern wir uns: Was bisher geschah …
Gemeinsamkeit macht stark: Glucks „Orpheus und Eurydike“ als Projekt der drei Dresdner Kunsthochschulen
14.11.10 (Boris Michael Gruhl) -
Da gehen die Kunsthochschulen bis an die Grenzen. Aber innerhalb derselben erkunden sie ein hohes Maß an Freiheit der Gestaltung eines Musiktheaterwerkes, das wahrlich nicht zu den unbekannten gehört. Befreit von modischen Trends vorschneller Aktualisierungen gelingt in dieser Aufführung, die ihren Werkstattcharakter nicht leugnet, in bemerkenswerter Zeitlosigkeit ein assoziationsreiches Geschehen, dessen Bilder nicht ohne Langzeitwirkung bleiben.
Glucks Kugeln rollen in Görlitz: „Orpheus und Eurydike“ als Allegorie mit Widerhaken
20.09.10 (Boris Michael Gruhl) -
Bevor in Christoph Willibald Glucks Oper der sagenhafte Sänger Orpheus seine Klage um die früh verstorbene Eurydike anstimmt und sein Gesang Herzen, Steine, Tiere, selbst Götter erweicht, hatte die muntere Ouvertüre zunächst gänzlich andere Töne angeschlagen. Hier herrschte erst einmal muntere, fröhliche Festtagsstimmung. Mark Rohde, der neue Kapellmeister und stellvertretender GMD am Pult der Neuen Lausitzer Philharmonie beschert uns jenen schlanken, hellen Klang, der so erst wieder aufblitzen wird, wenn die ansonsten gestrichenen Ballettmusiken erklingen und das Werk mit dem knappem Lobgesang auf Amors Wirken schließt.
Rose und Dorn, Ästhetik ohne Widerhaken – Glucks „Orfeo ed Euridice“ bei den Salzburger Festspielen
01.08.10 (Peter P. Pachl) -
Inszeniert man Glucks „Orpheus und Eyridike“, so stellt sich insbesondere die Frage nach dem Schluss: nach der Wahl des lieto fine, welches den Mythos ad absurdum führt und als ein Zugeständnis an den Namenstag des Kaisers bei der Uraufführung (5. Oktober 1762) anzusehen ist, oder des tragischen Endes, mit dem aus dem ersten Akt wiederholten Trauerchor, wie Wieland Wagner dies erstmals 1952 in München praktiziert hat. Ricardo Muti und Dieter Dorn wählten für Salzburg die originale Wiener Fassung von 1762.
Wenn Mythen sterben – Konwitschny inszeniert Glucks Alkestis an der Oper Leipzig
19.04.10 (Michael Ernst) -
Gluck-Opern sind langweilig? Was für ein Vorurteil! Der einstige Reformer des Musiktheaters steht zwar an der Schwelle zum Neuen und damit tragischerweise ein wenig im Schatten dessen, was durch ihn erst möglich werden sollte, doch Langeweile dürfe beim Bühnenwerk dieses vor 223 Jahren in Wien verstorbenen Genies nicht aufkommen. Meint jedenfalls Regisseur Peter Konwitschny. Sollte Gluck heute dennoch zum Gähnen geraten, dann sei er halt schlecht inszeniert. Lieblos und geistlos etwa. Das nähre die schlechten Vorurteile natürlich.
Ausweglos ineinander verstrickt
06.02.10 (Juan Martin Koch) -
Ob die DVD auf lange Sicht die CD als Medium für Operneinspielungen ablösen wird, lässt sich noch nicht absehen, in jedem Fall aber steigt die Zahl der im Jahresverlauf erscheinenden DVD-Einspielungen kontinuierlich, was freilich auch an den ständigen Wiederauflagen in neuem Gewand liegt. Jüngstes Beispiel ist die vom Magazin „Stern“ herausgegebene Box, die unter dem extrem einfallsreichen Titel „Sternstunden der Oper“ einmal mehr den Arthaus-Katalog mit den mittlerweile hier beheimateten TDK-Scheiben plündert (Näheres unter nmz-Online).
Frei nach Freud: Christian Spuck deutet Glucks „Orphée et Euridice“ in Stuttgart
01.07.09 (Verena Großkreutz) -
Für die Begründer der Gattung Oper besaß der thrakische Singer-Songwriter Orpheus das Charisma eines Schutzheiligen. Rechtfertigte doch die mystische Macht seines Gesanges das gesungene Wort auf der Bühne. Denn gemäß der überlieferten Sage gelang es dem Erzpoeten, dank seiner betörenden Stimme, seine geliebte Eurydike wenigstens vorübergehend dem Totenreich zu entreißen: Überwältigt von der herzzerreißenden Totenklage Orpheus' gab Hades Eurydike frei.

