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Alle Artikel kategorisiert unter »Claudio Monteverdi«
Karneval in Itaka: Fortsetzung des Kölner Monteverdi-Zyklus’ mit „Il Ritorno d’Ulisse in Patria“
26.02.12 (Peter P. Pachl) -
Die alternativen Spielstätten deutscher Opernhäuser erfreuen sich großer Beliebtheit, auch wenn der Zugang zunächst erschwert wird. Im Palladium, einer historischen Werkhalle im Mülheimer Schanzenviertel, gegenüber einer Mega-Disco, hat Bernd Mottl die Handlung von Claudio Monteverdis 1640 in Venedig uraufgeführtem Dramma per Musica in die Spießigkeit der Fünfzigerjahre verlegt und im Kölner Karneval angesiedelt. Konrad Junghänel hat die Partitur historisierend eingerichtet und führt sie mit dem „Gürzenich-Orchester Köln und Gästen“ zu einem runden Publikumserfolg.
Monteverdis Poppea an der Semperoper: Zustände wie im alten Rom oder Kein Komplott ohne Scheitern
07.04.11 (Michael Ernst) -
Italien im Jahr 1931 vor Berlusconi. Alles dreht sich um die Macht und die Eitelkeit und das kleine Ding am großen Mann. Es hat sich nicht viel geändert seitdem. Nur dass die mediale Vermittlung höfischer Skandale heute wesentlich schneller erfolgt. Stichwort Internet. Die Seitensprünge eines Nero etwa brauchten fast eineinhalb Jahrtausende, ehe sie auf die Opernbühne kamen. Erst zu 1643 schuf Claudio Monteverdi nach einem Libretto von Giovanni Francesco Busenello seine letzte Oper „L'incoronazione di Poppea“. In einer szenischen Deutung von Florentine Klepper hatte das in Venedig uraufgeführte Stück jetzt an Dresdens Semperoper Premiere.
Neues aus dem Henze-Füllhorn: Musiktheater-Produktionen in Bochum („Der Idiot“) und Herne („Il ritorno d’ulisse in patria“ )
15.11.10 (Georg Beck) -
Kein schlechter Schnitt: Zwei Henze-Wiederentdeckungen an einem Wochenende. Kleine szenische, große konzertante Form. Beide ausgegraben, beide glänzend in der Ausführung, überraschend in der Perspektive. Noch gibt es manches her – das Füllhorn „henze-projekt“ der Kulturhauptstadt Ruhr.2010.
Monteverdis Geist aus Hindemiths Händen: Die Wiener „Orfeo“-Aufführung von 1954 auf CD
11.11.10 (Juan Martin Koch) -
„Wir wollen heute Abend versuchen, diese Oper unter den ursprünglichen Bedingungen wiederaufzuführen … Wir haben alles versucht, um den Originalklang wiederherzustellen. Sie werden erstaunt sein, wie leise er ist, und wie unemotionell, wie unbeweglich er bleibt.“ Paul Hindemiths kleine Vorrede zur Wiener Orfeo-Wiedererweckung von 1954 gibt schon einen ersten Eindruck von seinem interpretatorischen Ansatz, der in der Aufführung dann aber erfreulicherweise weniger akademisch klang.
Aufstieg der Kurtisane: Monteverdis „Krönung der Poppea“ im Kölner Ausweichquartier
21.10.10 (Frieder Reininghaus) -
Die Kölner Oper muss, ebenso wie das benachbarte Schauspielhaus, saniert werden. In Vorbereitung der (über)fälligen Generalüberholung werden in dieser Saison einige Produktionen ausgelagert: „L’incoronazione di Poppea“ von 1642, Claudio Monteverdis letzte Arbeit für das Musiktheater, wird im derzeit leerstehenden Gerling-Quartier angeboten. In diesem wuchtigen Gebäudekomplex aus der Nachkriegszeit mitten im Friesenviertel sollen in absehbarer Zeit Wohnungen für den gehobenen Bedarf, Büros, Geschäfte und ein Design-Hotel entstehen. Nun aber zogen erst einmal die Theaterleute ein und bespielen das ehemalige Casino nebst dessen verwaister Küche.
Schlingensief, Orfeo und eine Maschinenoper: zur Eröffnung der Kunstfestspiele Herrenhausen
08.06.10 (Tobias Hell) -
Einen „Brückenschlag zwischen den Disziplinen und zwischen den Generationen“, den wünscht sich Intendantin Elisabeth Schweeger zur Eröffnung der ersten Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover. Und beim Blick ins Programm des ehrgeizigen neuen Festivals, scheint dieses Ziel mit einer musikalischen Bandbreite von Bach und Monteverdi bis Wolfgang Rihm und Heiner Goebbels durchaus in greifbarer Nähe zu sein.

