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Alle Artikel kategorisiert unter »Das Rheingold«

Loges listiger Abend: München startet mit „Rheingold“ sein neues Ringprojekt

05.02.12 (Christian Kröber) -
Dass sich München seit langer Zeit als musikalisches Gegengewicht zu Bayreuth sieht, davon zeugt nicht nur das 1901 mit Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ erbaute und architektonisch dem Grünen Hügel nachempfundene Prinzregententheater. Vielmehr liefert man sich seit Jahrzehnten einen künstlerischen Wettbewerb bei der Pflege des Wagnerschen Erbes. Im Jahrestakt stemmen beide Häuser den kompletten Ring, und mit der Inszenierung des Rheingold haben Andreas Kriegenburg (Regie) und Kent Nagano am Pult ein künstlerisch überzeugendes Ergebnis vorgelegt.

Viel Jubel, aber der Abschied vom Dorst-„Ring“ fällt leicht: Betrachtungen zur Premieren-Halbzeit

30.07.10 (Peter P. Pachl) -
Konnte Richard Wagner nach der Uraufführung seines „Parsifal“ noch behaupten, dass jeder Mitwirkende getan habe, was er wolle, also „das Richtige“, womit Wagner der Anarchie ihren Sieg attestierte, so gilt dies nicht mehr für sein heutiges Bayreuther Festspiel: international gastierende Sängerdarsteller nehmen sich, mangels einer deutlichen Regie-Handschrift, aus ihren höchst unterschiedlichen Inszenierungen heraus, was andernorts oder nennenswerte Anstrengungen möglich war und für Effekt gesorgt hatte.

Rheingold, neomythisch: Vera Nemirova startet Frankfurts neuen „Ring“

03.05.10 (Peter P. Pachl) -
Ruth Berghaus, die als Regisseurin für den letzten kompletten „Ring des Nibelungen“ in der Frankfurter Ära Michael Gielen verantwortlich zeichnete, war eine der Lehrerinnen der bulgarischen Regisseurin Vera Nemirova, die – nach einem viel beachteten, ungewöhnlichen „Tannhäuser“ – von Intendant Bernd Loebe den Auftrag erhalten hatte, Richard Wagners Tetralogie zu inszenieren.

Zukunftsmusik: Philippe Jordan dirigiert „Das Rheingold“ in Paris

08.03.10 (Peter Krause) -
Just 200 Jahre nach Ausbruch der Französischen Revolution wurde 1989 in Paris die Opéra Bastille eröffnet – als neues, technisch und in seinem gesellschaftlichen Anspruch hoch modernes Opernhaus: Präsident Mitterand hatte im Sinn, die klassische Musik zu popularisieren – ein bis heute gleichsam revolutionärer Anspruch. Ihn mit Richard Wagners Ring-Tetralogie und ihrer Umwertung aller Werte auch künstlerisch zu untermauern, hat indes nicht einmal Gerard Mortier vermocht.
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