Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Dirigent«

Der Dirigent als Musik-Deuter

06.03.12 (Andreas Kolb) -
Die 66. Frühjahrstagung des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung nähert sich dieses Jahr dem Gegenstand ihrer Arbeit, der Gegenwartsmusik, über das facettenreiche Thema Interpretation. Zu den Diskussionen, Workshops und Konzerten sind Wissenschaftler und Pädagogen, aber auch Komponisten eingeladen worden, darunter Brian Ferneyhough, Rebecca Saunders, Johannes Schöllhorn und Hans Zender. Als Dirigent vieler Uraufführungen, darunter auch etlicher eigener Werke, ist Hans Zender prädestiniert, über Fragen der Interpretation nachzudenken. Darüber, wie sich diese zu den kompositorischen Absichten verhält und was der Dirigent tun kann, um Geburtshelfer bei seinen Kollegen zu sein, unterhielt sich Andreas Kolb mit Hans Zender.

Hengelbrock: Der "autoritäre Dirigent" gehört der Vergangenheit an

17.11.11 (nmz/kiz) -
Hamburg - Ein autoritärer Führungsstil ist nach Ansicht des neuen Chefdirigenten des NDR Sinfonieorchesters, Thomas Hengelbrock, nicht nur bei Dirigenten nicht mehr zeitgemäß. "Es gibt doch im Ernst keine Beispiele mehr für funktionierende autoritäre Umgangsformen. Kein Kollege macht das mehr so", sagte der 53-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit".

Das Leuchten einer Jahrhundertfigur

04.10.11 (Jan Brachmann) -
Verliebte leuchten so. Oder Gotterfüllte. So, wie Kurt Sanderling leuchtete, je älter er wurde. Wissen, Erfahrung, Frieden strahlte er aus, wenn man sich in den letzten Jahren mit ihm unterhielt. Nach einigen Tassen starken Kaffees, den seine Frau Barbara – eine exzellente Kontrabassistin und Hochschullehrerin – nie versiegen ließ, konnte es sein, dass er mit großer Gelöstheit eine Melodie vor sich hin summte. Denn noch immer, auch Jahre nach seinem Rückzug vom Podium, lebte er in Musik, tummelte sich aus, wie er das nannte, in den Partituren jener Werke, die er mehr als sechzig Jahre lang dirigiert hatte und denen gegenüber er immer noch glaubte, gründlich lesend seine Schuld abtragen zu müssen.

Den Pultlöwen gab er in der Garderobe ab

30.01.11 (Gerhard Rohde) -
Neben den Dirigenten, die es verstehen, ständig in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erscheinen, gibt es noch Kapellmeister im guten alten Sinn: Kapellmeister, die einfach ganz ruhig vor ein Orchester treten, ihre Professionalität in den Dienst der Musik stellen und dabei ganz wunderbare Musik aufklingen lassen. Als einen solchen Dirigenten-Kapellmeister hat man immer Klauspeter Seibel erlebt: kompetent im Fachlichen, vital im musikalischen Zugriff auf die Partituren, ein sicheres Gespür für die inneren dramatischen Energien eines Musik-Kunstwerks, was Seibel besonders für die Oper zu einem hervorragenden Interpreten werden ließ.

Ein Hypnotiseur am Pulte

09.11.10 (Ulla Lessmann) -
Bis heute hat sich Otto Klemperer als einer der großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts, erster Protagonist der „Neuen Sachlichkeit“ und mitschöpfender Leiter vieler Uraufführungen eine große Fan-Gemeinde bewahrt. Umso erstaunlicher ist, dass eine deutschsprachige Biografie dieses deutsch-jüdischen Künstlers bis heute nicht vorlag. Die Kölner Musikwissenschaftlerin Eva Weissweiler, unter anderem mit Werken über Clara Schumann oder Fanny Mendelssohn einschlägig renommiert, erzählt nun, zum 125. Geburtstag des gebürtigen Breslauers, das Leben einer schwer fassbaren, stets durch seelische Erkrankungen gefährdeten Persönlichkeit und ihrer grandiosen künstlerischen Ausdruckskraft.

Eine transatlantische Wahlverwandtschaft

29.09.10 (Jessica Gienow-Hecht) -
Cincinnati, Boston, Philadelphia, Pittsburgh – fast alle großen Sinfonieorchester der USA, die sich im 19. und 20. Jahrhundert einen Namen gemacht haben und heute zu den renommiertesten Ensembles der Welt zählen, entstanden nach dem amerikanischen Bürgerkrieg unter der Ägide deutscher Dirigenten und spielten vornehmlich die Werke der deutschen Meister.

Der Zauber hält der Analyse stand

07.07.10 (Christoph Vratz) -
„Geleitwörter“ bergen immer ein gewisses Gefahrenpotential. Diese Art des Vorab-Lobes lullt den Leser entweder von vornherein ein und stimmt ihn milde, oder aber sie bringt ihn in Hab-Acht-Stellung, ob die Vorschusslorbeeren tatsächlich berechtigt sind.
Inhalt abgleichen