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Alle Artikel kategorisiert unter »Dmitri Schostakowitsch«
Kollektives Seilhüpfen ohne Seil: Schostakowitschs „Moskau Tscherjomuschki“ als Migrationsprojekt an der Berliner Staatsoper
03.05.12 (Peter P. Pachl) -
Vor zweieinhalb Jahren hatten die Bregenzer Festspiele mit großem Erfolg „Paradies Moskau – Cheryomushki“ von Dmitri Schostakowitsch vorgestellt. Das 1959 uraufgeführte Zeitstück über eine Plattenbausiedlung am Rande Moskaus, mit der Chruschtschow ein neues Paradies auf Erden versprochen hatte, war von David Pountney temporeich und witzig inszeniert worden: den erstrebten Einzug in eine der Wohnungen des neuen Stadtteils Cheryomushki, holte die Realität ein, als Betonhölle ohne öffentliche Anbindung. Wenig davon ist in der Produktion der Staatsoper zu erleben.
Mit Schostakowitsch infiziert
06.10.11 (Michael Ernst) -
Salzburg – Bayreuth – Gohrisch. Man muss diese drei ungleichen Festspielorte wirklich nicht als Kadenz bezeichnen, wie das eine Vertreterin sächsischer Landespolitik kürzlich tat. Eine Kadenz ist etwas anderes, doch zu einem gedanklichen Dreiklang taugen sie schon. Denn hier wie da und auch dort wirken Musiker der Sächsischen Staatskapelle mit. In Salzburg künftig zu den Osterfestspielen, in Bayreuth seit langem im Festspielorchester und in Gohrisch bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen. Die fanden Mitte September zum zweiten Mal statt und waren nach dem Debüt 2010, das an Dmitri Schostakowitschs ersten Aufenthalt dort vor genau fünfzig Jahren erinnern sollte, erneut ein großer Erfolg.
Abschied von einer Legende des Musiklebens: Rudolf Barschai ist tot
03.11.10 (Michael Ernst) -
Rudolf Barschai hat sein letztes Opus vollendet. Eine Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ als Krönung eines äußerst umfangreichen Œuvres – und nun auch als Abschluss eines schaffensreichen Lebens. Am Dienstag (2.11.2010) ist Rudolf Barschai 86-jährig in Basel gestorben.
D-Es-C-H in der Scheune: die 1. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch
13.09.10 (Michael Ernst) -
Mit Festivalitis hat das nichts zu tun: Mitten in der Sächsischen Schweiz startete das weltweit einzige ausschließlich Dmitri Schostakowitsch gewidmete Musikfest. Über den Grund dafür wurde an dieser Stelle bereits berichtet: Der sowjetische Komponist besuchte den Kurort Gohrisch vor genau einem halben Jahrhundert zum ersten Mal und komponierte in nur drei Tagen sein 8. Streichquartett g-Moll op. 110.
Ein Platz für Schostakowitsch: im Sächsischen Gohrisch erinnert nicht nur eine Büste an den Komponisten
20.07.10 (Michael Ernst) -
Einen Schostakowitsch-Platz gab es in Deutschland bislang noch nicht. Nun gibt es einen, der sogar eine Schostakowitsch-Büste besitzt – im Kurort Gohrisch mitten in der Sächsischen Schweiz. Dort starten im September die 1. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch, um an einen fruchtbaren Arbeitsaufenthalt des Komponisten zu erinnern.
Reichhaltig und widersprüchlich
16.06.10 (Andreas Wehrmeyer) -
Mit vorliegendem Titel ist eine wichtige Arbeit anzuzeigen, die entschieden über die bisherige Musikgeschichtsschreibung auf diesem Gebiet hinausgeht, da sie nicht im engeren Sinn auf die Kompositionsgeschichte konzentriert ist, sondern den (gelungenen) Versuch unternimmt, die Entstehung der neuen sozialistischen beziehungsweise sowjetischen Musikkultur aus den das Musikleben prägenden Institutionen und Instanzen heraus zu deuten, das heißt wesentlich auf der Grundlage der Beschreibung und Erschließung von Denkformen, wie sie seinerzeit in den Bereichen Musikpädagogik, Musikethnographie und Musikästhetik anzutreffen waren.
Deutsch-russischer Kulturaustausch - Schostakowitsch in der Sächsischen Schweiz
31.05.10 (Michael Ernst) -
Ein einziges Musikstück hat der Komponist Dmitri Schostakowitsch nicht in seiner russischen – respektive sowjetischen – Heimat geschrieben: Das Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110. Dieses Zentralwerk der neueren Kammermusik entstand vor genau fünfzig Jahren in einem kleinen Nest in der Sächsischen Schweiz. Grund genug, sich des Aufenthalts von Schostakowitsch dort wieder zu besinnen und mit einem kleinen Festival auch zu würdigen.

