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Alle Artikel kategorisiert unter »Fernsehen«
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Sag zum Abschied lieber gar nix
02.05.11 (Sven Ferchow) -
Schäm Dich, ZDF! Heimtückisch leise setzt der Sender „Weihnachten mit Marianne und Michael“ ab. Ein finaler GAU für die dauerstrahlenden Volksmusik-Atomkraftwerke Marianne und Michael. Nachdem die beiden schon im kalten Entzug die Sendungen „Superhitparade der Volksmusik“ und „Lustige Musikanten“ verloren hatten, ist das der Exitus. „Grüß Gott“ bei 9Live und im Heimwerkerkanal. Wobei ich nicht wirklich sehen möchte, wie Michael als gebürtiger Österreicher – nur mit einem Werkzeuggürtel umhüllt – einen Spreizdübel in die Rigips-Wand zimmert, oder Marianne im BH bekleidet ab 23.30 Uhr nach Städten fragt, die mit „Ph“ beginnen und pro erratenem Buchstaben noch mehr Kleidungsstücke fallen lässt. Aber, das Aus hat einen Grund.
Being Ralph Siegel (Ferchows Fenstersturz)
30.01.11 (Sven Ferchow) -
Na prima. Eben erst haben wir das alte Jahr mit all den schorfigen Beteuerungen (Billionen für die Bildung) und auf Kosten der Kinder, die nun eben keine neuen Treter für den Sportunterricht haben, ins All geböllert, da jagt schon wieder eine Schreckensmeldung die nächste: Brisbane säuft ab.
Ferchows Fenstersturz 2010/11
02.11.10 (Sven Ferchow) -
Phat, Alder! Da hat MTV-Manager Dan Ligtvoet die Stammzellen aber mal massiert: MTV wird zum Abosender geswitched. Begründung: Keiner schaut Musik auf seinem Sender – die freilich nicht gesendet wird. Übrigens seit gefühlten zehn Jahren. Aber die Schnellspanner bei MTV sind ausgebufft. Man soll künftig bitteschön für nichts zahlen, weil ja auch schließlich nichts geboten wird. Das erinnert an die deutsch-griechische Abschlagszahlung. Böse Zungen behaupten nun gar, MTV und seine keine Musik wären trotzdem kulturimmanent. Und weil die Ideen im krassen Sender gerade brodeln, twittern einige Entscheider durch die networks, dass es nur recht und billig wäre, wenn Frau von der Leyen in der baldigen Hartz IV-Kundenkarte einen Betrag fürs bildende Kulturfernsehen reservieren würde. Gut so. Wer braucht schon Schulhefte? Raus mit dem Zaster.
Ferchows Fenstersturz
03.09.10 (Sven Ferchow) -
So. Der Sommer ist durch. Schnell das Lametta durch die Wohnung schleudern, die Weihnachtsbeleuchtung an die Gartenzwerge nageln und den Herd vorglühen. Christstollen werden gebraucht. Die Vollpensions-Sommerwampe können Sie behalten. Macht sich gut beim Nikolaus spielen. Derart vorbereitet können Sie einen bitteren Popsommer abbrechen und in Habacht-Stellung der Dinge harren. Der Sommerhit wurde ja von der FDP abgeschafft, weil die Unterschicht ohnehin ganzjährig Halligalli macht. Selbst die traditionelle Flut in Sachsen ist nicht mehr das, was sie einmal war. Stülpte sich einst noch Kanzler Gerhard „Acker“ Schröder die Gummizischpen über die Waden und hechtete in die reißende Brandung, versucht die aktuelle Regierung eher mit Kosmetikpads aus Guidos Beautycase die Brühe aufzutunken. Dafür springen andere in die Bresche.
Primärmerkmale - Unser Beckmesser über utopische Wanderungen des Verstandes
26.12.09 (Max Nyffeler) -
Die massenmediale Unterhaltungskultur produziert immer wieder mächtige Trends, doch ohne den Segen der „oberen“ Kultur in Form der Wahrnehmung durch die so genannte seriöse Presse sind sie nichts. Gegenwärtig informieren uns die großen Tageszeitungen von der „Süddeutschen“ bis zur „Welt“ über einen Megatrend. Sie berichten, dass „vermutlich“ rund die Hälfte der jüngeren Bundesbürgerinnen und -bürger sich die Intimrasur verpasse, wobei die Varianten von ratzekahl über G wie Gucci bis zum Kuranyi-Bärtchen reichten.
beckmesser 2009/02
30.01.09 (Max Nyffeler) -
Im Genre des Komponistenfilms sind in den letzten Jahren neue Darstellungsweisen entstanden, die mit der Erzählweise einer traditionellen Filmbiografie nicht mehr viel zu tun haben. Verschiedene Zeit- und Erzählebenen werden kunstvoll zu einer neuen Form von Doku-Fiktion gemischt, was ebenso informativ wie unterhaltend sein kann und Laien und Fachleute gleichermaßen anzusprechen vermag.
