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Alle Artikel kategorisiert unter »Franz Schubert«

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Deutsche Treue, Zähigkeit und Härte: Irene Disches und Elfriede Jelineks Schubert-Bearbeitung „Der tausendjährige Posten oder Der Germanist“ im Heidelberger Theaterzelt

12.03.12 (Frieder Reininghaus) -
Rechts ein kapitaler röhrender Hirsch und die schwarz-rot-goldgelbe Fahne, links ein Kanapee im Separée. Sie rahmen das festlich geschmückte Auditorium Maximum einer näher nicht bestimmten deutschen Universität. Das Collegium musicum auf der kleinen Bühne im Hintergrund wird von Dietger Holm angeleitet. Schon gegen die Ouvertüre wird, wie beim klassischen Melodram, wortreich angeredet. Gnädig überdeckt das Forte des Tutti ein paar besonders schlimmste Sätze des Festredners.

Noten-Tipps 2011/11

01.11.11 (Eckart Rohlfs) -
Mieczyslaw Weinberg (1919–1996): Streichquartett Nr. 13, op. 118 +++ Florian Bramböck (geb. 1959): I love my Clarinet für Klarinette in B (2006) +++ Wolfgang Steinecke (1910–1961): Spielmusik für Violine, Viola und Violoncello +++ Franz Schubert: Quartett in g-Moll nach der Violinsonate D. 408 für Flöte (Violine), Violine, Viola und Violoncello

Schubert goes Lachenmann: Anti-Schubertiade als K.O.13-Programm in Berlin

10.10.11 (Peter P. Pachl) -
Schuberts Themen sind von Komponisten des späten 20. Jahrhunderts gerne in ihre zeitgenössischen Werke adaptiert worden. Der Versuch der Komischen Oper Berlin, im Rahmen der gemeinsamen Reihe mit der Universität der Künste und der Hochschule Hanns Eisler als K.O.13 unter dem Titel „...meine Ruh’ ist hin“ drei Singspiele Schuberts zu koppeln, ist eine klare dramaturgische Absage an den Bühnenkomponisten, nicht aber an den Melodiker Franz Schubert.

Blick zurück in Laut-Gesten: Dieter Schnebels „h-moll-Sonate“ beim Klavier-Festival Ruhr

24.05.11 (Georg Beck) -
Dass mit dem Alter die Weisheit wächst, hört man oft und gern. Was Dieter Schnebel betrifft, lässt sich sagen, dass es bei ihm vor allem die Lust an der ironischen Verfremdung ist, die seinem Altersstil Flügel verleiht. Waren in der Vergangenheit die lkonen der rebellischen Jugend an der Reihe: die Harley-Davidson, der Flipper-Spielautomat, so hat er jetzt, als Auftrag des Klavier-Festival Ruhr und dessen Liszt-Schwerpunkt, eine „h-moll-Sonate“ komponiert.

Buch-Tipps (2011/05)

03.05.11 (Michael Wackerbauer) -
Gernot Gruber: Schubert. Schubert? Leben und Musik+++ Stefan Drees: Körper Medien Musik. Körperdiskurse in der Musik nach 1950. +++ Ludwig v. Beethoven: 33 Veränderungen C-Dur über einen Walzer von Anton Dia­belli für Klavier op. 120, Teil 1: Faksimile des Autographs, Teil 2: Faksimile der Originalausgabe und Kommentare

Multimedia-Revue statt Märchenexotik: Schuberts „Sakontala“ in Saarbrücken

01.04.10 (Andreas Hauff) -
Dass es im Jahr 2010 zur szenischen Uraufführung einer Schubert-Oper kommt, ist ein denkwürdiger Moment. Franz Schuberts „Sakontala“ hat eine lange Geschichte. Der Komponist begann die Arbeit im Oktober 1820, brach sie dann aber im Frühjahr 1821 ab – vermutlich weil die Hofoper zur Uraufführung Louis Spohrs Oper „Zemire et Azor“ angenommen hatte, mit der es zahlreiche inhaltliche und atmosphärische Übereinstimmungen gab. Elf Szenen des Fragments liegen im Partitur-Entwurf vor, der sich größtenteils auf die tragenden Melodiestimmen und den Bass beschränkt.

Was der musikalischen Form widerfährt

02.09.09 (Juan Martin Koch) -
Das Gesprächskonzert ist in Verruf geraten. So wie überhaupt der Begriff „Vermittlung“ Gefahr läuft, hinter vorgehaltener Hand zum Unwort zu mutieren. Manchem Hüter des Diskurses über die Zukunftsfähigkeit der Kulturform Konzert erscheinen die einführenden Worte entweder zu substanzlos, vielleicht gar anbiedernd, oder zu speziell, durch Fachbegriffe elitär sich abschottend. Oder aber, sollte die Vermittlung tatsächlich einmal gelingen, könnte sie sich zu sehr aufdrängen, zur Hauptsache werden, die eigentliche Aufführung aber im Wahrnehmungshintergrund verschwinden – eine Horrorvorstellung, fürwahr.

Schubert-Wettbewerb prämiert erstmals Lieder des Komponisten

03.08.09 (Agentur ddp) -
Dortmund - Erstmals stehen Lieder des Komponisten Franz Schubert im Mittelpunkt des Dortmunder Schubert-Wettbewerbs. 50 Künstlerpaare werden beim internationalen «LiedDuo 2009» auftreten, wie die Organisatoren am Montag in Dortmund mitteilten. Sie seien aus insgesamt 64 Bewerbern ausgewählt worden. Der Wettbewerb für Musikerduos werde vom 26. September bis zum 2. Oktober in der Westfalenstadt veranstaltet.

Entfremdung statt Nähe: Barbara Hendricks mit einer Schubert-Maxi-CD

07.05.09 (Michael Kube) -
Vor einigen Jahren haben die „Majors“ mit Traditionen gebrochen. Da wurden Verträge mit etablierten Interpreten aufgekündigt oder einfach nicht verlängert. Man wollte sich konzentrieren – auf den Markt, auf das Marketing und auf einträgliche Renditen. Die Rechnung ging nicht wirklich auf. Viele Künstler fanden bei kleineren, inhaltlich engagierten Unternehmen ein neues Zuhause, andere gründeten gleich ein eigenes Label. So auch Barbara Hendricks. Eine ihrer neuen CDs ist Schubert-Liedern gewidmet.
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