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Alle Artikel kategorisiert unter »Frederic Chopin«

Ex oriente lux: Chopin-Preisträger und Wagners „Rheingold“ zu Gast in Ludwigshafen

16.11.10 (Christian Kröber) -
Die Zeichen stehen auf Sturm. Eine große deutsche Wochenzeitung hat den Kulturkampf und die Schlacht um Subventionen ausgerufen. In einer mehrseitigen Reportage wird die Frage nach der Existenzberechtigung mittlerer und kleinerer Opernhäuser gestellt. Gleichzeitig boomt der Starkult um Echo- und andere Sternchen, gehen Kulturmagazine der Frage nach, warum eine junge Pianistin Russisch lernen – wegen Dostojewski – und der große Stargeiger unser großes Boulevardblatt lesen muss. Und wo bleibt die Kunst?

Alle Macht den „Keyboards“

02.11.10 (Elisabeth Richter) -
Es ist noch nicht allzu lange her, da scheute sich so mancher zeitgenössische Tonsetzer, an das Klavier – als sicher wichtigstes Instrument des 19. Jahrhunderts, mithin der Romantik also – auch nur zu denken. Und wenn, dann wurde eine jener frühesten und sogleich technisch komplexesten Erfindungen der Musikgeschichte auf ungewöhnliche Weise traktiert, meist zuvor präpariert, auf dass der vertraute Klang recht fremd anmutete oder erst gar nicht ertönte, wie zum Beispiel in „4.33“ von John Cage, wo für „vier Minuten und 33 Sekunden“ die Spielanweisung „tacet“ lautet.

Die russische Pianistin Yulianna Avdeeva ist Chopin-Preisträgerin 2010 – weitere Preise gehen nach Österreich und Litauen

21.10.10 (PM) -
Die Gewinner des Chopin-Wettbewerbs 2010 stehen fest. Die Jury des Wettbewerbes hat am späten Abend des 20. Oktober 2010 auf einer Pressekonferenz das Ergebnis verkündet. Der erste Platz des 16. Chopin Wettbewerbs ging an Yulianna Avdeeva aus Russland. Zwei zweite Plätze wurden vergeben an Ingolf Wunder, Österreich, sowie Lukas Geniusas aus Russland/Litauen. Den dritten Preis erhielt Daniil Trifonov aus Russland. Als vierte und fünfte Preisträger wurden Evgeni Bozhanov aus Bulgarien und François Dumont aus Frankreich benannt. Es wurde kein sechster Preis vergeben.

Engagement für verkannte Klaviermusik

16.06.10 (Albrecht Dümling) -
Anfang Juni 1970 in Moskau. Beim Tschai­kowsky-Wettbewerb geht ein 19-jähriger Pianist ins Rennen, der noch nie an einer internationalen Ausscheidung teilnahm. Dieser junge Mann, Cyprien Katsaris, überrascht die Jury durch seinen Wagemut. Den ersten Durchgang, in dem jeder Kandidat eines der Präludien und Fugen aus dem „Wohltemperierten Klavier“, eine Mozart- oder Haydn-Sonate, je eine Etüde von Chopin, Liszt und Rachmaninow sowie ein Stück aus Tschaikowskys „Jahreszeiten“-Zyklus spielen muss, beginnt er nicht, wie angekündigt, mit Bach.

Rückblende

29.03.10 (nmz) -
Diskussion zur Frage der Schutzfristverlängerung (von 30 auf 50 Jahre nach dem Tode des Komponisten) *** Hermann Hesse in seinem „Der Trauermarsch“ *** „Wandlung eines Idols“ überschrieben ist Alphons Silbermanns Beitrag „zu einem neuen Chopin-Charakterbild“ *** Claus-Henning Bachmann stellt die Erstaufführung der mit dem Slogan „Weltraumoper“ apostrophierten „Aniara“ des Schweden Karl-Birger Blomdahl in Hamburg vor.

Link-Tipps 2010/04

29.03.10 (Martin Hufner) -
Internetradio *** Zimerman – Chopin – Ballade N°4 *** Copy-Us – Internet Music Publishing

Chopin zu Ehren mit Neuer Musik

28.03.10 (Ana Popescu) -
Unter dem grauen, ziemlich abgetragenen Wintermantel, den die rumänische Hauptstadt an dem letzten Februarwochenende noch immer trug, schimmerte gleichsam ein prächtiges Festkleid mit magischer Anziehungskraft, und ein inniger Nachhall musikalischer Schwingungen schien die Luft zu veredeln. Pünktlich zum Auftakt des 1. März, als die ganze Welt des 200. Geburtstags Fryderyk Chopins gedachte, fand in Bukarest anlässlich dieses Jubiläums das Internationale Festival „Chopin 200“ statt.

Leuchtende Klangzeichen an dunklem Horizont

15.03.10 (Max Nyffeler) -
Heinrich Heine pries seine Herkunft „aus dem Lande Mozarts, Raffaels, Goethes“, und von Debussy wird der Ausspruch überliefert: „Chopin ist von allen der Größte, denn allein mit dem Klavier hat er alles schon entdeckt“. Seine Werke haben die Aura des Vollkommenen und gelten seit Generationen als Inbegriff der Klaviermusik. Chopins 200. Geburtstag bietet Max Nyffeler die Gelegenheit, ihrem Geheimnis etwas nachzuspüren.

Kulturflatrate und Musikmesse, Chopin und Schnebel: die März-Ausgabe der nmz

01.03.10 (nmz-red/Regensburg) -
Auch wenn die Musikindustrie das Thema mit ihren zehn Gegenthesen schon als erledigt ansieht: das Modell einer Kulturflatrate ist weiterhin Anlass, über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter nachzudenken. Die März-Ausgabe der nmz widmet dem Thema einen dialogischen Leitartikel, in dem Barbara Haack und Martin Hufner ihre Standpunkte austauschen und ein Interview mit BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk.

Chopin auf der Opernbühne: Wroclaw feiert den polnischen Nationalhelden

12.02.10 (Michael Ernst) -
Lieben Sie Frédéric Chopin? Kennen Sie Giacomo Orefice? Wer jetzt zweifach bejaht, hat a) guten Geschmack und darf sich b) einer musikalischen Ausnahmebildung rühmen. Das virtuos-pianistische und vor allem stets überbordend emotionsgeladene Werk des 1810 in Zelazowa Wola unweit von Warschau geborenen Komponisten und Interpreten Frédéric Chopin ist hinlänglich bekannt und wird in diesem Jahr anlässlich des 200. Geburtstages weltweit besonders gepflegt.
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