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Alle Artikel kategorisiert unter »Frederic Rzewski«

Zwischen Wellen, Weltraum und Wüstenlandschaften

05.05.10 (Albrecht Dümling) -
„Wir können ohne Utopie nicht leben“, erklärte im Jahre 2000 bei der Verleihung des Ernst-Bloch-Preises der Historiker Eric Hobsbawm, der das 20. Jahrhundert als Zeitalter der Katastrophen beschrieben hatte. Nach dem Zusammenbruch des realen Sozialismus ist in der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus allerdings Pragmatismus gefragt. Visionen haben es schwer. Wieweit sie in der Kunst noch weiterexistieren fragte die diesjährige MaerzMusik, das Festival für aktuelle Musik Berlin, unter dem dialektischen Motto „Utopie [verloren]“. Matthias Osterwold, der künstlerische Leiter, hatte dazu Kompositionen und Produktionen ausgewählt, in welchen politische, technische, spielpraktische und rein musikalische Momente des Utopischen anklingen. Ein lesenswertes Programmheft beleuchtete die ästhetischen und philosophischen Hintergründe.

Gare du Nord: Uraufführung von Johannes Harneit +++ Dialog mit Frederic Rzewski

10.12.08 (nmz-agentur) -
«Wächter der Zeiten» ist der Titel eines spekulativen Klavierstückes, das mit genetischem Material verstorbener Komponisten experimentiert: von Purcell über Beethoven, Schubert bis Satie, Scriabin zu Cage und Ligeti wurden Spuren von C-Dur entnommen und auf verschiedenen Obertonskalen unterschiedlich verstimmt. Die so entstandene Konstruktion wurde in fünf polyphon verlaufende Ensembles (Bläser/ Streicher/Soloklavier/präpariertes Klavier/Marimbaphon) aufgesplittert, um den Begriff von «musikalischer Gegenwart» zu erweitern.
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