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Zwischen Wellen, Weltraum und Wüstenlandschaften
05.05.10 (Albrecht Dümling) -
„Wir können ohne Utopie nicht leben“, erklärte im Jahre 2000 bei der Verleihung des Ernst-Bloch-Preises der Historiker Eric Hobsbawm, der das 20. Jahrhundert als Zeitalter der Katastrophen beschrieben hatte. Nach dem Zusammenbruch des realen Sozialismus ist in der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus allerdings Pragmatismus gefragt. Visionen haben es schwer. Wieweit sie in der Kunst noch weiterexistieren fragte die diesjährige MaerzMusik, das Festival für aktuelle Musik Berlin, unter dem dialektischen Motto „Utopie [verloren]“. Matthias Osterwold, der künstlerische Leiter, hatte dazu Kompositionen und Produktionen ausgewählt, in welchen politische, technische, spielpraktische und rein musikalische Momente des Utopischen anklingen. Ein lesenswertes Programmheft beleuchtete die ästhetischen und philosophischen Hintergründe.

