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Alle Artikel kategorisiert unter »Gustav Mahler«

Wer lügt hat Recht! Carl Maria von Webers „Die drei Pintos“ an der Prager Staatsoper

14.01.12 (Boris Michael Gruhl) -
Als Carl Maria von Webers scherzhafter Oper in drei Aufzügen „Die drei Pintos“, am 20. Januar 1888 in Leipzig uraufgeführt wurde, war der Komponist schon über 60 Jahre tot. Er hatte die Arbeit an dem Werk 1820 begonnen, vier Jahre später beendet, aber nicht vollendet. Webers Witwe soll das Manuskript an Giacomo Meyerbeer mit der Bitte um Vollendung gegeben haben, der ließ das Material liegen, später ging es zurück an Webers Nachfahren. Enkel Carl von Weber lernte in Leipzig Gustav Mahler kennen, der hier von 1886 bis 1888 Kapellmeister war. Mahler hat das Werk vollendet, behutsam, eigentlich ganz im Sinne Webers. Aber doch hier und da, insbesondere bei der Orchestrierung, kann man doch etwas von seinen Klangvorstellungen ahnen.

Buch-Tipps 2011/12

06.12.11 (Michael Wackerbauer) -
Gustav Mahler und die musikalische Moderne – „Was mir die Engel erzählen…“ Mahlers traumhafte Gegenwelten – Udo Lindenberg liest die Weihnachtsgeschichte nach Udo – Adam Gellen: Brahms und Ungarn. Biographische, rezeptionsgeschichtliche, quellenkritische und analytische Studien

Vor und hinter den Kulissen

01.11.11 (Juan Martin Koch) -
So ganz ist das Prozedere der DVD-Labels bei der Aufarbeitung von Archivschätzen ja nicht zu durchschauen. Da liegen nun einige Perlen aus BBC-Beständen einerseits unter dem Namen „classic archive“ bei EuroArts, andererseits bei dem ebenfalls von Naxos vertriebenen Label „ica classics“ vor. Sei’s drum, mag der Kunde denken, Hauptsache der Inhalt stimmt.

„Sinfonie der Tausend“ in Rom: Antonio Pappano beweist, wie viel italienisches Blut in Mahler steckte

26.10.11 (Peter Krause) -
Gustav Mahler in Italien – dieses Kapitel im Leben des vor 100 Jahren verstorbenen Komponisten und Dirigenten mag nicht die Bedeutung haben, die das Land, wo die Zitronen blühen, einst für Goethe hatte oder die sie für den früh aus Deutschland in die Weinberge bei Rom geflüchteten Hans Werner Henze bis heute besitzt. Auch der große alte Herr und ungebrochen aktive Tonsetzer wohnte jetzt der Saisoneröffnung des Orchesters der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom bei, zu der Antonio Pappano die „Sinfonie der Tausend“ dirigierte, um so den Abschluss seines bald vollendeten Mahler-Zyklus einzuläuten. Interessante Erkenntnisse in Sachen „Mahler und Italien“ konnte man dabei zuhauf gewinnen.

Briefe an die Kollegen

07.10.11 (Jürgen Gräßer) -
Gustav Mahler: „Verehrter Herr College!“. Briefe an Komponisten, Dirigenten, Intendanten, hrsg. v. Franz Willnauer, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2010, 424 S., € 24,90, ISBN 978-3-552-05499-8

Referenzausgaben für alle, die es genau wissen wollen

07.09.11 (Christoph Schlüren) -
Das Edieren von Urtextausgaben wird immer eine höchst diffizile Aufgabe bleiben, nicht nur hinsichtlich der Detektivarbeit im Aufspüren oftmals immer schon vorhandener Schreib- und Druckfehler, sondern auch in der Abwägung der allzu oft im Widerstreit stehenden Kriterien philologischer Korrektheit und musikalischer Folgerichtigkeit, und natürlich auch in der Kompakt- und Übersichtlichkeit des Druckbildes. Den, der es genau wissen möchte, mag auch bei viel edierten Werken des Standardrepertoires verblüffen, wie viele Kleinigkeiten als frag- und korrekturwürdig in den kritischen Berichten dokumentiert werden.

Buch-Tipps 2011/09

07.09.11 (Michael Wackerbauer) -
Was bleibt? 100 Jahre Neue Musik, hrsg. v. A. Meyer +++ Johann Gottlob Töpfer: Die Orgel, Zweck und Beschaffenheit ihrer Theile, Gesetze ihrer Construction, und Wahl der dazu gehörigen Materialien +++ Mahler in Leipzig, hrsg. v. C. Böhm +++ Hubert Stuppner: Gustav Mahler. Endstation Toblach

Ein Rückblick auf das Rheingau-Musikfestival

07.09.11 (Andreas Hauff) -
Wenn auf Schloss Johannisberg sich das gastgebende Weingut mit einem Gustav-Mahler-Zitat präsentiert, scheint Mahler – 100 Jahre nach seinem Tod - beim Publikum angekommen zu sein. Auch sonst zeigten sich die Besucher des Rheingau-Musik-Festivals aufgeschlossen für musikalische Herausforderungen. Die Frage nach der „Bewahrung des Feuers“ bleibt indessen aktuell.

Klang-Kontinente und Mahler-Szenen

05.09.11 (Gerhard Rohde) -
Die Salzburger Festspiele, ein Hort abendländischer Hochkultur und entsprechend konservativ ausgerichtet, haben in den letzten zwei Jahrzehnten erstaunliche Verwandlungen erfahren. Mit Gerard Mortier und Hans Landesmann zogen das moderne Musiktheater und die Neue Musik in das Festspiel ein. Peter Ruzicka als Nachfolger brachte mit zahlreichen Uraufführungen neuer Musik Donaueschinger Atmosphäre an die Salzach und Jürgen Flimm setzte sich gegen Bedenken des Festspielkuratoriums durch, als er Luigi Nonos „Al gran sole“ ins Programm aufnahm: Es wurde ein Riesenerfolg.

35. Leipziger Jazztage bewegen sich "Zwischen Mahler und Miles"

01.09.11 (Agentur - dapd, PM) -
Leipzig - Vom 9. bis zum 18. September steht Leipzig ganz im Zeichen des Jazz. Unter dem Motto "Zwischen Mahler und Miles" interpretieren Musiker aus aller Welt bei den 35. Leipziger Jazztagen die Werke der beiden Künstler neu, wie Stefan Heilig, Geschäftsführer des Leipziger Jazzclubs, am Donnerstag vor Journalisten sagte.
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