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Alle Artikel kategorisiert unter »Hamburgische Staatsoper«

Späte Heimkehr: Karoline Gruber und Simone Young holen Reimanns „Lear“ im Triumphzug nach Hamburg zurück

16.01.12 (Verena Fischer-Zernin) -
Wenn ein Opernhaus unter dem Stichwort Neue Musik keine Uraufführung in den Spielplan nimmt, sondern ein Werk von gesetzten 34 Jahren, dann braucht es einen Grund. Die Hamburger Staatsoper hat einen: War es doch ihr Intendant August Everding, der 1974 Aribert Reimann den Auftrag zu der Oper „Lear“ gab. Allerdings nahm Everding den Auftrag mit, als er an die Bayerische Staatsoper in München wechselte. Dort kam der „Lear“ 1978 heraus. Regie führte Jean-Pierre Ponnelle, die Titelpartie sang Dietrich Fischer-Dieskau, dem der Komponist die Anregung verdankte, Shakespeares Drama zu vertonen.

Alles so schön eindeutig hier: Doris Dörrie und Simone Young bügeln in Hamburg Mozarts „Don Giovanni“ platt

20.09.11 (Verena Fischer-Zernin) -
Mozarts Menschheitswerk „Don Giovanni“ ist offen für viele, auch tiefenpsychologische Deutungen. Das ist Gemeingut, und darauf haben sich die Autorin und Filmregisseurin Doris Dörrie und ihr Ausstatter Bernd Lepel an der Hamburger Staatsoper ihren eigenen Reim gemacht: Vieles, allzu vieles hatte Platz in ihrer Fassung, bis hin zu einer Verneigung vor Sigmund Freud persönlich.

Der Sonnenkönig aus Hamburg: Zum Hundertsten von Rolf Liebermann – Erinnerungen von Nikolas Kerkenrath

14.09.10 (Nikolas Kerkenrath) -
Im Jahr 2010 wird – auf beiden Seiten des Rheins – großer Musiker gedacht: Frédéric Chopin, Robert Schumann, Gustav Mahler; auch eines Rolf Liebermann? Da war doch mal was ... Auf der anderen Seite des Rheins denken wir immer wieder an diesen „Roi soleil“ aus Hamburg. Das liegt auch am Enthusiasmus von Hugues Gall, seinem künstlerischen Ziehsohn, Nachfolger, Freund. Es ist somit ganz natürlich, mit ihm in einigen Städten Frankreichs im Herbst daran zu erinnern, dass vor über 30 Jahren das nur siebenjährige Regnum von Liebermann das Pariser und somit das französische Opernleben grundlegend verändert und nachhaltig geprägt hat.

Ballettdirigent André Presser legt Taktstock nieder

22.03.10 (Agentur ddp) -
Hamburg - Nach 50-jähriger Bühnentätigkeit hat Hamburgs berühmter Ballettdirigent André Presser seinen Taktstock niedergelegt. Mit der Vorstellung «La Sylphide» verabschiedete sich der 76-Jährige am Samstag im Hamburg-Ballett von seinem Publikum. Zuvor wurde Presser für seine langjährige Verdienste um das Gemeinwesen zum Ritter des «Orde van de Neederlandse Leeuw» ernannt, wie die Hamburgische Staatsoper mitteilte.

Triptychon weiblicher Hysterie: Oscar Strasnoys „Le Bal“ in Hamburg

08.03.10 (Peter P. Pachl) -
Lichtkästen im Foyer der Staatsoper Hamburg verweisen stolz auf herausragende Uraufführungen dieses Opernhauses: Korngolds „Die tote Stadt“ (1920), Henzes „Prinz von Homburg“ (1960), Lachenmanns „Mädchen mit den Schwefelhölzern“ (1997) sowie die Ballette „Peer Gynt“ von Schnittke (1989) und „Odyssee“ von Couroupos (1995). Die angekündigte Werkeinführung zur jüngsten Uraufführung, „Le Bal“ von Oscar Strasnoy, fiel allerdings „wegen Verhinderung der Referentin“ kurzfristig aus, und offenbar war kein Dramaturg, Studienleiter, Korrepetitor oder die Dirigentin selbst in der Lage, als Einführungsreferent einzuspringen – kein leuchtendes Beispiel für ein Kulturinstitut…
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