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Alle Artikel kategorisiert unter »Jacques Offenbach«
Hoffmanns anhaltendes Unglück in Wien – Offenbachs „Contes d’Hoffmann“, inszeniert von William Friedkin
22.03.12 (Frieder Reininghaus) -
Das Leiden an der Kultur ist Conditio sine qua non von Kultur. Dass die europäische Literaturgeschichte geprägt ist von Versuchen, aus den Leiden des Einzelnen kulturelle Produktivität zu gewinnen, gehört zu den Selbstverständlichkeiten, über die von Zeit zu Zeit wieder nachgedacht, gesprochen und geschrieben werden darf. Die Integration entsprechender Erfahrungen gelangte traditionell durch religiöse Funktionalisierung in die Künste bzw. „kulturellen Räume“ oder – insbesondere im Zusammenhang von Krieg, Unterwerfung und Vertreibung – durch Klagen über die von „der Politik“ ausgelösten Verletzungen und Beeinträchtigungen.
Wenig komisch: Uraufführung von Christoph Israels Offenbach-Nachvollzug „Orpheus in der Unterwelt“ an der Berliner Staatsoper
17.12.11 (Peter P. Pachl) -
Offenbachs Operetten werden gerne, und auch in Berlin, von Schauspiel-Ensembles realisiert. Nun schließt sich mit ihrer Offenbach-Neuproduktion auch die Staatsoper diesem Trend an und besetzt alle männlichen Rollen und die der Juno mit prominenten Schauspielern. Der von Christoph Israel erstellte musikalische Remix im Song-Stil von Kurt Weill erklingt von einer 12-köpfigen Combo in der Bühnentiefe, während das bemüht kabarettistische Spiel sich alle politischen Anspielungen verkneift.
Hoffmann beim Kindergeburtstag: musikalisch glänzende, szenisch enttäuschende Offenbach-Premiere in München
01.11.11 (Juan Martin Koch) -
„Les contes d’Hoffmann“ zählte nicht zu Carlos Kleibers zuletzt immer weiter reduziertem Repertoire. Dirigiert hat er Jacques Offenbachs „fantastische Oper“ nur in der Frühphase seiner Karriere an der Deutschen Oper am Rhein. Und vielleicht klang es da ein wenig so, wie nun an der Münchner Staatsoper unter der Leitung des frisch mit dem Kleiber-Preis dekorierten Constantinos Carydis. Den Akklamationen nach zu urteilen hat er den Sängerstars dieser Eröffnungspremiere die Show zwar vielleicht nicht gestohlen, sie ihnen aber zumindest streitig gemacht.
Hoffmanns neue Erzählungen: Das Aalto Theater Essen präsentiert eine bemerkenswerte Version von Jacques Offenbachs Oper
24.10.11 (Frieder Reininghaus) -
Sollte je der Roman einer Oper geschrieben werden, könnte sich dieser in phantastischer Weise um „Les Contes d’Hoffmann“ ranken. Lange schien es, als liege kein Segen auf dem kompositorischen Vermächtnis von Jacques Offenbach – auf der bei seinem Tod am 5. Oktober 1880 bis zur Mitte des 4. Akts vollendeten, am Ende aber doch noch unfertigen Fantastischen Oper.
Orpheus in der Unterwelt – Eine Opernproduktion der HfMT Köln
16.02.11 (Anne Kotzan) -
Bedenkt man die Nähe von Komponist und Spielstätte, dann lag es für die Studierenden und Dozenten der Fachbereiche Gesang und Musiktheater sowie für das Hochschulorchester der Hochschule für Musik und Tanz Köln auf der Hand, Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ als Stück aufzugreifen. Lange Zeit war an der Hochschule nichts aus der leichten Muse gespielt worden und thematisch fügte "Orpheus" sich beinahe organisch in den Spielplan des Kooperationspartners „Bayer Kultur“.
„O sink hernieder“: Wagner kommentiert Offenbachs „La Périchole“ an der Komischen Oper
07.06.10 (Peter P. Pachl) -
Im Jahre 1870 schrieb Richard Wagner sein Lustspiel in antiker Manier, „Eine Kapitulation“, in der Jacques Offenbach zum Handlungsträger wird und durch seinen Straßengesang den leiblichen Hunger der Pariser stillt. Wagner ließ seine Komödie von Dirigent Hans Richter im Offenbach-Stil vertonen. Aber Richter schämte sich seiner Partitur und es kam zu keiner Aufführung bis zum Jahre 1980, anlässlich eines Wagner-Spectaculums in Pegnitz.
Ausweglos ineinander verstrickt
06.02.10 (Juan Martin Koch) -
Ob die DVD auf lange Sicht die CD als Medium für Operneinspielungen ablösen wird, lässt sich noch nicht absehen, in jedem Fall aber steigt die Zahl der im Jahresverlauf erscheinenden DVD-Einspielungen kontinuierlich, was freilich auch an den ständigen Wiederauflagen in neuem Gewand liegt. Jüngstes Beispiel ist die vom Magazin „Stern“ herausgegebene Box, die unter dem extrem einfallsreichen Titel „Sternstunden der Oper“ einmal mehr den Arthaus-Katalog mit den mittlerweile hier beheimateten TDK-Scheiben plündert (Näheres unter nmz-Online).
Noten-Tipps 2010-02
06.02.10 (Eckart Rohlfs) -
Jacques Offenbach (1819–1880): Grand Concerto pour Violoncello avec accompagnement d’orchestre. „Concerto militaire“ +++ Hermann Regner (1928–2008): Pfiffikus. Vier kleine Stücke für Sopranblockflöte und Klavier +++ Christoph Graupner (1683–1760): Sinfonia I in G, GWV 607

