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Alle Artikel kategorisiert unter »Johannes Maria Staud«

Großer Klavierklang, fließende Streichquartette

30.10.14 (Gerhard Rohde) -
Wer diese Ausgabe der neuen musikzeitung durchblättert, wird kaum den Eindruck gewinnen, dass die „sogenannte“ Neue Musik ein Schattendasein fristet, nur in Nischen für ein spezielles Insiderpublikum erklingt. Die Donaueschinger Musiktage (siehe Seite 1) waren spannend wie immer, darüber hinaus wie immer stark besucht und für das von Auflösung bedrohte SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg einmal mehr Gelegenheit, seine unersetzbare Kompetenz in Sachen Neue Musik zu demonstrieren.

Bollwerk gegen den Kulturabbau

04.10.13 (Gerhard Rohde) -
Fünfundvierzig Tage Salzburger Festspiele 2013. Soviel Kunst gibt’s gar nicht – hätte Max Liebermann gesagt. Er zielte damit zwar auf die Bilderflut der „Großen Münchner“, aber der Ausspruch darf Allgemeingültigkeit beanspruchen. Also: soviel Festspiel gibt’s gar nicht. Der Intendant der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, hat diese noch um eine gute Woche nach vorn verlängert, indem er dem Programm eine „Ouverture spirituelle“ voranstellte, geistliche Musik aus fremden Kulturen, die mit Werken unserer christlichen Kultur korrespondieren. Musste das sein? Der enorme Publikumszuspruch, den alle Konzerte erfuhren, beantwortet die Frage: Offensichtlich besteht ein großes Bedürfnis nach einer Kunst, die nach Innen führt, die den Menschen existentiell und emotional tiefer zu berühren vermag.

Brückenschläge und nachhaltige Horizonterweiterungen

31.10.12 (Daniel Ender) -
„Herrlich unübersichtlich“ sei die aktuelle Lage in der zeitgenössischen Musik, schreibt Matthias Osterwold im Programmbuch der diesjährigen Klangspuren Schwaz. Und: „Es kommt darauf an, in diesem fruchtbaren, wuchernden Dickicht der Positionen die Spuren sorgfältig zu lesen und Pfade zu bahnen, die zu den kostbaren, frischen und seltenen Früchten der Kunst führen.“

Blutiger Wörtersee: „Der Riß durch den Tag“ von Johannes Maria Staud mit Bruno Ganz und der Staatskapelle Dresden

06.06.11 (Alexander Keuk) -
Der "Capell-Compositeuer" ist bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden seit 2007 eine feste Einrichtung. In Kooperation mit dem "KlangNetz Dresden" - Projekt des Netzwerk Neue Musik. Nach Isabel Mundry, Bernhard Lang und Rebecca Saunders ist es in diesem Jahr der Österreicher Johannes Maria Staud (*1974), der vornehmlich zum Ende der laufenden Saison drei neue Werke präsentiert. Am vergangenen Sonnabend feierte das Monodram „Der Riß durch den Tag“ von Staud in der Halle der VW-Manufaktur in Dresden seine Premiere.

Werke von Staud und Mundry in der Gläsernen Manufaktur Dresden

02.06.11 (PM) -
Mit einem Sonderkonzert am 4. und 5. Juni 2011 in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen führt die Sächsische Staatskapelle Dresden ihren aktuellen Capell-Compositeur Johannes Maria Staud mit der ehemaligen Capell-Compositrice Isabel Mundry zusammen. Für die Sprechpartie des neuen Werks von Staud konnte Bruno Ganz gewonnen werden.

Expressionistisches mit fünf Komponisten

19.12.10 (Barbara Eckle) -
„Nicht bauen, sondern ‚ausdrücken’!!” beschrieb Schönberg seine Absicht in einem Brief an Busoni im Jahr 1909. Es war das Entstehungsjahr von vieren seiner „Fünf Orchesterstücke“ op. 16, mit denen Schönberg die klassische tonale Tonsprache ablöste und durch freie Atonalität eine expressionistische Phase einleitete, die den Weg in die Zukunft öffnete. Zusammen mit Schönbergs „Variationen für Orchester“ op. 31, dem ersten dodekaphonischen Orchesterwerk des Komponisten von 1928, das gerade die Entformalisierung gleichsam wieder untergräbt und sozusagen nur noch „baut“, bildete das Programm des Ensemble Modern Orchestra eine stimmige Klammer um die drei Uraufführungen, die im Zentrum seiner Konzerttournee standen. Dem Dirigenten Peter Eötvös ist es zu verdanken, dass diese Konzerte in Berlin, Fankfurt, Paris oder Luxembourg stattfinden konnten: In freundschaftlicher Verbundenheit hatte er sich kurzfristig bereiterklärt, für den erkrankten Pierre Boulez einzuspringen. Die uraufgeführten Werke der Komponisten Bruno Mantovani, Jens Joneleit und Johannes Maria Staud stehen auf jeweils unterschiedliche Art im Zeichen eines expressionistischen Stils, der den Leitfaden des Programms abgab. Anklänge an eine expressionistische Epoche waren etwa in Bruno Mantovanis Komposition „Postludium“ zu hören, einem Anschlusswerk an seine Oper über das Leben der russischen Dichterin Anna Achmatowa. Wilder Aktionismus und Introspektion sind die zwei Pole, die der Komponist zu vereinbaren sucht. So lässt er unter einem entschlossenen rhythmischen Grundtonus evokative Linien in Flöte und Akkordeon mit forcierten solistischen Eruptionen von Klarinette und Perkussion zusammentreffen. In radikalem Gegensatz zu Schönbergs expressionistischer Gestik überwiegt hier wie auch in Jens Joneleits Komposition das Triebhafte unter den expressionistischen Stilmitteln, das immer auch mit einem gewissen Kraftakt verbunden zu sein scheint.

Sinn im Paradoxon: Drei Uraufführungen mit dem Ensemble Modern Orchestra im Konzerthaus Berlin

09.11.10 (Barbara Eckle) -
„Nicht bauen, sondern ‚ausdrücken‘!“ beschrieb Schönberg seine Absicht in einem Brief an Busoni im Jahr 1909. Es war das Entstehungsjahr von vieren seiner Fünf Orchesterstücke op. 16, mit denen Schönberg die klassische tonale Tonsprache ablöste und durch freie Atonalität eine expressionistische Phase einleitete, die den Weg in die Zukunft öffnete. Zusammen mit Schönbergs „Variationen für Orchester“ op. 31, dem ersten dodekaphonischen Orchesterwerk des Komponisten von 1928, das gerade die Entformalisierung gleichsam wieder untergräbt und sozusagen nur noch ‚baut’, bildete dies eine stimmige Klammer um die drei Uraufführungen, die im Zentrum des Konzertes standen.

Spielzeit 2010/11 - Sächsische Staatskapelle künftig mit Capell-Virtuos und Capell-Compositeur

29.06.10 (Michael Ernst) -
Die nächsten beiden Spielzeiten wird die Sächsische Staatskapelle Dresden mal wieder ohne Musikchef überstehen müssen. In der jüngeren Geschichte dieses traditionsreichen Orchesters ist das schon beinahe die Regel geworden. Seit 1989 gab es zwar vier namhafte Dirigenten in Chefposition, aber auch gut sechs Jahre ohne musikalische Leitung. Fabio Luisis vorzeitiger Weggang erhöht diesen Saldo, denn Nachfolger Christian Thielemann tritt erst 2012/13 an.

Österreichischer Komponist Staud erhält Paul-Hindemith-Preis 2009

27.05.09 (Agentur ddp - nmz) -
Lübeck - Der österreichische Komponist Johannes Maria Staud erhält in diesem Jahr den Paul-Hindemith-Preis. Dem 34-Jährigen werde die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung am 18. August bei einem Festkonzert zum 20-jährigen Bestehen des Preises in Hamburg überreicht, teilte die Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival am Mittwoch in Lübeck mit. Unter anderem stünden dabei die Staud-Kompositionen «Sydenham Music» und «Incipit» auf dem Programm.
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