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Alle Artikel kategorisiert unter »Karl Amadeus Hartmann«

Durchlebtes Kunstwerk mit Aussage: Karl Amadeus Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ an der Dresdner Semperoper

22.10.11 (Michael Kube) -
1934/35 unter dem Eindruck des sich in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens bedrohlich ausbreitenden Nationalsozialismus entstanden, stellt Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ heute noch als Parabel ein zeitlos mahnendes Kunstwerk dar. Eine ganz auf den Kern zentrierte Inszenierung gelangte am 22. Oktober 2011 in Dresdens Kammeroper „Semper 2“ auf die Bühne.

Von einer gefährlichen Faszination

01.07.11 (Albrecht Dümling) -
Anton Weberns Einstellung zum Nationalsozialismus war zwiespältig. Einerseits warnte er im März 1933 in einem Vortrag vor der neuen Kunstpolitik in Deutschland, die das geistige Leben zerstöre, andererseits sah er wenig später in Adolf Hitler und dem „Neuen Reich“ die Verwirklichung eines von Stefan George schon lange gehegten Traumes. Es verwundert deshalb nicht, dass der bekennende Antifaschist Karl Amadeus Hartmann, der Ende 1942 einige Stunden bei Webern nahm, über dessen politische Haltung schockiert war. Während auch andere Mitglieder der Zweiten Wiener Schule damals den Kopf schüttelten über die merkwürdige Naivität des Komponisten, äußerte sich dessen Lieblingsschüler Ludwig Zenk (1900–1949) zustimmend.

Buchtipps 2011/02

15.02.11 (Michael Wackerbauer) -
Drei Neuerscheinungen zu drei Komponisten einer Generation (geb. zwischen 1901 und 1905), die zu den hoffnungsvollen Talenten in der Aufbruchsphase zwischen den Weltkriegen gehörten und ihrer künstlerischen Berufung auch in den Jahren der Nazi-Diktatur auf integre Weise in Deutschland folgten: Hartmann – Pepping – Raphael.

Entdeckungsreise: „Karl Amadeus Hartmann und das Streichquartett“ bei Cybele

06.03.10 (Michael Kube) -
Noch immer gehört Karl Amadeus Hartmann (1905–1963) zu den großen unbekannten des 20. Jahrhunderts: Man weiss zwar um die Bedeutung seiner Sinfonien, doch auf dem Programm sind sie fast nie zu finden. Man weiss um seine „innere Emigration“ in den braunen Jahren, als Mensch aber hat er bisher kaum Kontur gewonnen. Und so ist es wieder einmal dem Engagement eines kleinen Labels zu verdanken, dass künftig mehr Klarheit herrschen wird – auf jeden Fall aber sollte die Neugier geweckt sein.

Rückblende 2009/04

30.03.09 (Eckart Rohlfs) -
Zu Richard Strauss, Georg Friedrich Händel, Karl Amadeus Hartmann

Seismographische Erinnerung an die Zukunft

01.07.05 (Dieter Senghaas) -

„Was Menschen zu verschiedener Zeit in dieser Hinsicht umgetrieben hat – Kriegsängste und die Sehnsucht nach Frieden sowie das gesamte Spektrum von historischen und lebensgeschichtlichen Erfahrungen dazwischen – wird auch in Kompositionen hörbar.” Der am Institut für interkulturelle und internationale Studien der Universität Bremen lehrende Politikwissenschaftler und Friedensforscher Dieter Senghaas hat sich wiederholt mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern Frieden auch eine musikalische Kategorie sein kann, zuletzt in dem Sammelband „Vom hörbaren Frieden” (siehe die Besprechung auf Seite 4). Für die neue musikzeitung nimmt er nun Karl Amadeus Hartmanns 100. Geburtstag am 2. August zum Anlass einer auf zwei Hauptwerke des Komponisten bezogenen Reflexion.

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