Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturpolitik«

Gewichtiges Kompendium

06.02.10 -
Zunächst mag es verwundern – ein Konvolut von mehr als 500 Seiten zur Kulturpolitik eines Jahres? So viel Kulturpolitik hätte doch auffallen müssen! Tatsächlich handelt es sich bei diesem Band wie bei den acht Vorgängern etwa gleichen Umfangs um „Reader“, um jeweils thematisch fokussierte Lesebücher. Die Häufung der „Jubiläen“ im Jahre ’09 – „90 Jahre Weimarer Verfassung und Frauenwahlrecht, 70 Jahre Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen, 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Friedliche Revolution“ (Monika Griefahn) – bewog die Herausgeber, diesen Band unter das Thema „Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik“ zu stellen. Rechnet man den 120-seitigen Anhang von Kulturstatistik, kulturpolitischer Chronik (2008), Literatur und Adressen ab, so verteilen sich auf circa 350 Textseiten Beiträge von mehr als 50 Autoren aus Politik und Wissenschaft sowie aus kulturpolitischen Verbänden und Institutionen.

Entmündigt – im Deutschen Musikrat hat die Politik künftig eine Sperrminorität

03.02.10 -
Was sind wir Bürger doch für brave Schafe. Geduldig schauen wir zu, wie Banker unser Geld, wie Politiker unsere Steuern in hundertfacher Milliardenhöhe versenken, statt beispielsweise Deutschlands Bildungslandschaft gründlich aufzuforsten. Wir schütteln milde den Schädel, wenn Parteien für Klientel-Politik wohlfeile Spenden einheimsen und uns andererseits die Jeremiade von der Weltwirtschaftskrise als gottgegebener Natur-Katastrophe vorjaulen. [aus nmz 2-10]

Entmündigt

01.02.10 -
Was sind wir Bürger doch für brave Schafe. Geduldig schauen wir zu, wie Banker unser Geld, wie Politiker unsere Steuern in hundertfacher Milliardenhöhe versenken, statt beispielsweise Deutschlands Bildungslandschaft gründlich aufzuforsten. Wir schütteln milde den Schädel, wenn Parteien für Klientel-Politik wohlfeile Spenden einheimsen und uns andererseits die Jeremiade von der Weltwirtschaftskrise als gottgegebener Natur-Katastrophe vorjaulen. Bald lassen wir uns auf dem Weg nach Malle bis ins Knochenmark scannen; staatlicherseits vom elektronischen Entgeld-Nachweis namens „Elena“ die letzte Hosentasche umdrehen. Großzügig liefern wir persönlichste Daten an Krankenkassen, an Rating-Agenturen und an Adolf Google, den neuen Welt-Beherrscher.

Leere Stadtkassen: Planungen für Bochumer Symphonie stocken

01.02.10 -
Neue Konzerthäuser sind in den vergangenen Jahren unter anderem in Dortmund und Essen entstanden. 2010 wollte auch die Nachbarstadt Bochum nachziehen und mit den Bauarbeiten zu ihrer Symphonie beginnen. Doch nun droht das Vorhaben an der klammen Kassenlage der Stadt zu scheitern. Der Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel (CDU) erklärt ausdrücklich, dass die Stadt für den Bau eines Konzerthauses kein Geld hat. Nun hofft die Kommune auf finanzielle Hilfe vom Land.

Bayern-JeKi, Land-Verschrottung und Kultur-Endlagerstätten: taktlos #140 – Die Nachrichten

08.01.10 -
München, Wildbad Kreuth: Ungewöhnliche Wirtschafts-Kompetenz und Musik-Affinität bewies bei der Klausursitzung in Wildbad Kreuth der für das Landesbank-Debakel vermutlich mitverantwortliche Fraktionsvorsitzende der Landtags-CSU Georg Schmid. Er schlug vor, den Vier-Milliarden-Verlust des Bayerischen Staates bei der Österreichischen Staatsbank zu bescheidenen 7,5 Prozent Zinsen anzulegen und mit dem Erlös in Bayern eine Aktion namens „Jedem Kind ein Instrument“ ins Leben zu rufen.

taktlos Ausgabe #140: Musikpolitik unterm Bundes-Adler – heute auf BR Klassik

07.01.10 -
taktlos zum Thema “Musikpolitik unterm Bundes-Adler”. Erwartet als Gäste werden, Agnes Krumwiede (Die Grünen), Matthias Pannes vom Verband deutscher Musikschulen sowie Olaf Zimmermann (aus Berlin zugeschaltet) Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Bandleader unserer Live-Musik ist Felix Falk. Am 7. Januar 2010 um 21.03 Uhr auf BR-Klassik.

Ein Freund der musizierenden Jugend

21.12.09 -
Eckart Rohlfs wird 80. Anlass genug, ihn in „seiner“ Zeitung, der nmz, zu würdigen. Sein frühes Engagement für das Musikleben in den verschiedensten Facetten, seine zahlreichen Aktivitäten, Netzwerke und Freundschaften, hatten zur Folge, dass ihm bereits zum 60. eine eigene Festschrift („Ein Mann für jede Tonart“), zum 70. immerhin mehrere nmz-Seiten gewidmet wurden. Dort kam nicht nur er selbst zu Wort, auch vielen Wegbegleitern war es ein Bedürfnis, ihn an dieser Stelle zu ehren. In den letzten zehn Jahren ist Eckart sich selbst treu geblieben. Vielleicht reist er nicht mehr ganz so häufig durch Europa, von Wettbewerb zu Wettbewerb, von Konferenz zu Konferenz, von Treffpunkt zu Treffpunkt. Aber seine Agilität, seine Betriebsamkeit, seine Offenheit, mit der er durch das Leben geht, sind die gleichen geblieben. Was also lässt sich anlässlich seines 80. Geburtstags über ihn sagen, was nicht schon aus kundigem Mund geschrieben wurde?

Und täglich grüßt die Hiobsbotschaft

17.12.09 -
Wo anfangen? In Wuppertal, von dort kommt die jüngste Hiobsbotschaft: Die Stadt steht mit 1,8 Milliarden Euro in der Kreide. Wenn sie so weitermacht, ist sie 2011 überschuldet, und so haben der Oberbürgermeister und der Kämmerer ein Haushaltssicherungskonzept erarbeitet, das bis 2014 Einsparungen von 80 Millionen Euro jährlich vorsieht: Gebühren und Eintrittspreise werden erhöht, Wohnungen verkauft, Bäder geschlossen, Stellen abgebaut, freiwillige Aufgaben gekürzt. Auch die Kultur ist betroffen: Der Zuschuss für die Bühnen (Oper und Schauspiel) soll bis 2012 von 10,9 auf 8,9 Millionen Euro gesenkt, das denkmalgeschützte Schauspielhaus, dessen Renovierung für 6,5 Millionen Euro bereits beschlossen war, „aufgegeben“ werden.

Ein Scheiter-Haufen? Kulturausschuss des Deutschen Bundestages komplett

25.11.09 -
Nun liegt die Liste der von den Parteien bestimmten Teilnehmer am Kulturausschuss unseres Deutschen Bundestages endlich vor – und gibt zu Schmunzeln, Trauer, Zustimmung und Kritik Anlass. Erfreulich: Mit Monika Grütters (CDU) übernimmt eine kompetente Kulturpolitikerin die Leitung, mit Agnes Krumwiede (Die Grünen) wurde eine fachlich kompetente Politikerin unter Vierzig zur Sprecherin ihrer Fraktion erkoren. Ein Trauer-Klumpen: Die SPD-Riege.

Kunstbeirat Baden-Württemberg fordert weniger «Durcheinander» in der Kulturpolitik

12.11.09 -
Stuttgart - Die baden-württembergische Landesregierung muss nach Auffassung eines externen Beratergremiums ihre Kulturpolitik besser koordinieren. Es gebe in Baden-Württemberg «manchmal zu viel Neben- und Durcheinander», sagte der Vorsitzende des Landeskunstbeirats, Ernst Elitz, am Donnerstag bei der Übergabe eines Abschlussberichts der Expertengruppe an Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) in Stuttgart. Elitz forderte unter anderem, die Zuständigkeit für die Förderung von Kunst und Kultur auf wenige Ministerien zu begrenzen.
Inhalt abgleichen

Navigation

RSS-Feeds

Suche