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LUCERNE FESTIVAL ACADEMY – Meisterkurs Dirigieren 2011 mit Pierre Boulez: Arnold Schönbergs „Variationen op. 31“
Ein fester Bestandteil des Lucerne Festival ist der Dirigiermeisterkurs mit Pierre Boulez im Rahmen der Lucerne Festival Academy. Vom 28. August bis 03.
„Die Leute haben falsch gehört“
29.09.10 (Ute Büchter-Römer) -
Sieben Jahre ist das Projekt Lucerne Festival Academy in diesem Sommer geworden. Mehrere hundert Nachwuchsmusiker aus der ganzen Welt sind in dieser Zeit zu Pierre Boulez und seinen Mitarbeitern nach Luzern gekommen, um dort ihr Wissen über die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu vertiefen. Indem sie dort ihrer Passion fürs Neue frönen, werden sie zu den Künstlern gemacht, die der Gegenwartsmusik eine Zukunft geben. Pierre Boulez spricht von vier Kulturen, die an der Academy gelehrt werden und von denen eine ohne die andere nichts ist: Es sind die Kultur des Dirigierens, die Kultur des Orchesterspiels, die Kultur der Meisterklassen mit ihrer Literatur für kleine Ensembles und nicht zuletzt die Kultur des Komponierens. Ute Büchter-Römer besuchte diesen Sommer die Academy für ein paar Tage und protokollierte für die neue musikzeitung die enge Verzahnung von Lehre, exzellenter Aufführung und Einbettung in das große Festival.
Der Grenzgänger als Luzerner Leitmotiv
29.09.10 (Andreas Kolb) -
Komplexe Algorithmen elektronischer Musik oder Überwältigungssound einer groovenden Funk-Band? Materialfragen postmoderner Komponisten oder die gute alte Funktionsharmonik? Spektrale Strukturen oder ein durchgängiges Metrum? Neue Musik und Jazz scheinen wirklich nichts gemein zu haben. Zwischen Jazz-und Rock-Innovatoren wie Sun Ra, Ornette Coleman oder Jimi Hendrix und Komponisten wie Helmut Lachenmann, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen liegen Welten. Eine Generation später sieht das Bild allerdings schon anders aus: Im Bereich der Neuen Musik beziehen sich Komponisten wie Tobias PM Schneid, Moritz Eggert und Heiner Goebbels explizit auch auf Jazzmusik und Improvisation. Interpreten/Komponisten wie der Saxophonist Michael Riessler, der Trompeter Michael Stockhausen oder der Posaunist Mike Svoboda sind ernstzunehmende Grenzgänger.
Roche Commission 2012 für Sofia Gubaidulina
30.08.10 (Andreas Kolb) -
Seit 2003 erteilt das Schweizer Pharmaunternehmen Roche regelmäßig einen Auftrag für eine Komposition, deren Uraufführung durch das Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst jeweils im Rahmen von Lucerne Festival stattfindet. Ein Jahr später folgt die USA-Premiere des Stücks an der New Yorker Carnegie Hall. Bisherige beauftragte Komponisten waren Sir Harrison Birtwistle, Chen Yi, Hanspeter Kyburz, George Benjamin und 2008 Toshio Hosokawa. Vergangenes Wochenende erlebte dessen Stück „Woven Dreams“ nun seine Uraufführung im Luzerner Konzertsaal. Erst wenige Stunden zuvor war eine neue Roche Commission an Sofia Gubaidulina für 2012 erteilt worden.


