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Alle Artikel kategorisiert unter »Manfred Honeck«
Blutige Endzeitvision: Calixto Bieito inszeniert „Parsifal“ in Stuttgart
29.03.10 (Peter P. Pachl) -
In der ersten Pause kursierte das Bonmot, wenn der eben verstorbene Festspielleiter Wolfgang Wagner noch zehn Jahre länger inszeniert hätte, so hätte sein letzter „Parsifal“ sicher auch so ausgesehen. In der Tat hatte sich das angereiste Wagner-Publikum aufgrund hochtrabender Vorberichte über die Intentionen Calixto Bieitos eine deutlichere, zumindest echt innovative Lesart erwartet.
Oper im Rausch: Stefan Herheims grandiose Stuttgarter „Rosenkavalier“-Inszenierung
10.11.09 (Verena Großkreutz) -
Am Anfang füllen elektronische Sphärenklänge die kitschigen Weiten des himmlischen Sternenzeltes, das die Bühne überspannt, auf der inmitten von heftig waberndem Trockeneisnebel die Feldmarschallin sitzt und schwer melancholisch ihr alterndes Gesicht im Spiegel betrachtet. Wütend zerschlägt sie ihr Abbild. Erst mit diesem autoaggressiven Ausbruch setzt Richard Strauss' Musik zum „Rosenkavalier“ ein.
Nach dem Regie-Eklat: Augen zu und durch – Lohengrin-Premiere in Stuttgart
31.03.09 (Verena Großkreutz) -
Vielleicht hatte sich Stanislas Nordey bei seinen Regievorarbeiten ja einfach nur zu sehr auf die Tatsache verlassen, dass Wagner in seinen Musikdramen das Orchester zum Träger des Dramas aufwertet. Ansonsten hätte er in seiner Inszenierung des Lohengrin, die am Sonntag an der Stuttgarter Staatsoper ihre skandalumflorte Premiere feierte, vielleicht nicht jegliche Bewegung und Aktion der Musik überlassen. Warum Doppeltmoppeln, hatte sich der Franzose vielleicht gedacht?

