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Alle Artikel kategorisiert unter »Márton Illés«

Im Dschungel der Texte

09.06.10 (Juan Martin Koch) -
Carusos Stimme als tönende Gallionsfigur eines Dampfers, der einen Amazonas-Zufluss hinauffährt: In diesem Bild und später natürlich in der physischen Präsenz des ächzend einen Urwaldberg hochgezogenen Schiffes steckt nicht nur eine Metapher für das, was „Fitzcarraldo“-Regisseur Werner Herzog als die „Eroberung des Nutzlosen“ bezeichnet hat. Hier bricht sich außerdem eine Opernhaftigkeit Bahn, die jener der wunderbar überzeichneten Eröffnungsszene im Teatro Amazonas von Manaus an Verstiegenheit der Theatralik in nichts nachsteht. (Dem damals noch gänzlich opernfernen Herzog sprang für die Inszenierung dieses Ausschnitts aus Verdis „Ernani“ der kürzlich verstorbene Werner Schroeter zur Seite und ließ die Elvira prompt als Transvestiten auftreten.) So schief der Vergleich – bezogen auf die Gattung und den inhaltlichen Zugriff – auch sein mag:

Emphatischer Zirkus: „Die weiße Fürstin“ von Márton Illés bei der Münchener Biennale

30.04.10 (Juan Martin Koch) -
Kein Wunder, dass diesen Boten keiner ernst nimmt. Ein stotternder UPS-Fahrer ist’s, der von „fremdem Tod“ mehr faselt als kündet. Eine weitere Meldung löst da mehr aus: „Der Fürst ist fort.“ Zum ersten mal seit dem Hochzeitsfest vor elf Jahren. Ach Gottchen.

Das Thema Stadt als kompositorischer Impuls

08.07.09 (Achim Ost) -
Wenn das Komponieren aktueller Musik Signale der humanen Umgebung (und nicht nur Signale bereits geschriebener Musik) aufnehmen will, muss es sich heute auf das Thema der Stadt einlassen. Das zumindest könnte ein Grundgedanke gewesen sein, der das Siemens Arts Program, das Goethe-Institut und das Ensemble Modern veranlasst hat, dem Thema der Mega-Stadt einen vierteiligen Großzyklus von Kompositionsaufträgen zu widmen. Nach Istanbul und Johannesburg war der dritte Teil der Stadt Dubai gewidmet, die beauftragten Komponisten waren Markus Hechtle, Jörg Widmann, Vykintas Baltakas und Márton Illés. Die Uraufführung mit dem Ensemble Modern unter der Leitung von Franck Ollu fand im Konzerthaus Berlin statt, eine weitere Aufführung gab es in der Frankfurter Alten Oper.

Into Dubai – Fortsetzung des „Into“-Projektes mit Konzerten in Berlin und Frankfurt

29.05.09 (Achim Ost) -
Besitzt eine Retortenstadt wie Dubai überhaupt eine Mitte? Nach der kompositorischen Annäherung an Istanbul und Johannesburg hieß es nun mitten hinein nach Dubai. Auch das „into Dubai“- Projekt von Ensemble Modern und Siemens Arts Program wurde wieder vom Goethe-Institut unterstützt. Es half Vykintas Baltakas, Jörg Widmann, Markus Hechtle und Márton Illés bei der Aufgabe, während eines einmonatigen Arbeitsaufenthalts die „Essenz“ dieser Stadt klanglich einzufangen. Die musikalischen Ergebnisse dieser Komponistenreise waren am Mittwoch in Berlin uraufgeführt worden. Für nmz-Online besuchte Achim Ost am Donnerstag die Folgeaufführung in der Alten Oper in Frankfurt a.Main.
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