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Alle Artikel kategorisiert unter »Mobilfunkfrequenzen«
Erfurt - Christian Starke nimmt seine Arbeit als technischer Direktor des Theaters Erfurt sehr ernst. Und da gehört es zur Professionalität, mögliche Probleme bei einer Theater-Aufführung rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Daher kam das Haus in der Landeshauptstadt auch nicht umhin, seine relativ moderne Mikrofonanlage zu erneuern. Denn seit die Bundesregierung für die neue LTE-Mobilfunktechnologie erneut Mobilfunkfrequenzen versteigert hat, teilen sich Smartphones und drahtlose Mikrofone dieselbe Frequenz. Jeder Griff zum Handy kann seitdem die Übertragung der Opernarien und Schauspielermonologe stören.
Köln - Nach der Versteigerung der von Theatern genutzten Funkfrequenzen halten sich die Häuser Schadenersatzklagen offen. Wenn es «hart auf hart» komme, würden juristische Schritte gegen die Mobilfunkanbieter oder den Bund geprüft, sagte der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, in Köln. Derzeit würden die Theater nicht von den Mobilfunkanbietern informiert, wann und wo die Frequenzen in Betrieb genommen und damit die drahtlosen Mikrofonanlagen bei Aufführungen gestört oder gar ausfallen werden.
Berlin - Die im April gestartete Versteigerung von Frequenzen für den Mobilfunk hat erhebliche Folgen für Deutschlands Bühnen. Die Theater, welche die Frequenzen 790 bis 862 Megahertz bisher für mobile Mikrofonanlagen nutzen, sehen Umrüstungs- oder Neuanschaffungskosten im sechsstelligen Bereich auf sich zurollen.
Der Deutsche Bühnenverein fordert von der Bundesnetzagentur einen sofortigen Stopp der Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen. Der unter anderem betroffene Frequenzbereich 790-862 Megahertz werde von vielen Kultur- und Konferenzveranstaltern für drahtlose Mikrofonanlagen genutzt, teilte der Bühnenverein am Dienstag in Köln mit. Eine parallele Nutzung sei nicht möglich. Zwar seien für die Mikroportanlagen auch andere Frequenzen möglich. Der Betrieb dieser Frequenzen erfordere jedoch eine teure Umrüstung.