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Alle Artikel kategorisiert unter »Orpheus und Eurydike«
Gemeinsamkeit macht stark: Glucks „Orpheus und Eurydike“ als Projekt der drei Dresdner Kunsthochschulen
14.11.10 (Boris Michael Gruhl) -
Da gehen die Kunsthochschulen bis an die Grenzen. Aber innerhalb derselben erkunden sie ein hohes Maß an Freiheit der Gestaltung eines Musiktheaterwerkes, das wahrlich nicht zu den unbekannten gehört. Befreit von modischen Trends vorschneller Aktualisierungen gelingt in dieser Aufführung, die ihren Werkstattcharakter nicht leugnet, in bemerkenswerter Zeitlosigkeit ein assoziationsreiches Geschehen, dessen Bilder nicht ohne Langzeitwirkung bleiben.
Schlangenfrau und Seelmännchen: Ungewöhnliche Berliner Aufführungsorte für Opern von Holst und Haydn
11.05.10 (Peter P. Pachl) -
Gustav Holsts Oper „Sāvitri“, nach einer Episode aus dem Mahbarata, scheint in Besetzung, Inhalt, Form und Länge hierzulande in kein gängiges System zu passen. So erfolgte denn die deutsche Erstaufführung erst 1980 in Hamburg. Jetzt fand die Oper in Berlin eine ungewöhnliche, faszinierende Realisierung im Berghain, einem dreigeschossigen Techno-Tempel.
Aufarbeitung einer traumatischen Beziehung: Kreneks „Orpheus und Eurydike“ im Konzerthaus Berlin
08.02.10 (Albrecht Dümling) -
Schönbergs „Erwartung“, Bergs „Lyrische Suite“, Zemlinskys „Zwerg“ – diese Werke sind autobiographische Dokumente ihrer Schöpfer. Ernst Kreneks Oper „Orpheus und Eurydike“ ist ebenfalls ein Schlüsselwerk, nicht aber für den Komponisten, sondern für den Textautor Oskar Kokoschka, der hier seine leidenschaftliche Affäre mit Alma Mahler verarbeitete. Diese war nach dem Tod Gustav Mahlers, der ihr Enthaltsamkeit auferlegte, zur männerverschlingenden Furie geworden.
Konzerthaus live - "Orpheus und Eurydike" von Ernst Krenek
Von wegen müder Mythos: Ernst Kreneks »Orpheus und Eurydike« klingt neu und unerwartet – auch auf textlicher Ebene. Der Maler (und in diesem Fall Librettist) Oskar Kokoschka verschränkte die alte Geschichte mit seiner eigenen Liebesqual, das Resultat seiner desaströsen Liaison mit Alma Mahler. Reinste Psychoanalyse, der auch die konzertante Aufführung unter der Regie von Karsten Wiegand folgt.

