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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter Konwitschny«
Peterchens Weihnachtsgeschenk? Der Chefregisseur der Oper Leipzig gibt auf [update]
23.12.11 (Michael Ernst) -
Diese Meldung hätte man sich aus dem Bundespräsidialamt gewünscht: Rücktritt und ansonsten kein Kommentar. Das Weihnachtsfest wäre gerettet. Doch der Absender, der spät nachmittags just einen Tag vor Weihnachten fünf karge Zeilen „mit der bitte um Veröffentlichung“ (sic!) aussendet, sitzt nicht in Berlin, sondern in Leipzig. Und es geht darin auch nicht um einen Zeitgenossen, der es nötig hätte, eines lumpigen Hauskredits wegen Spezis aus der Wirtschaft anzupumpen. Nein, während der Noch-Bundespräsident sich übers Jahr zu retten versucht, wirft Peter Konwitschny das Handtuch als Chefregisseur der Oper Leipzig. Mit Wirkung vom 1. Januar 2012. Der Intendant nahm dankend an.
Un mezzo di Macbetto oder: Ein mörderischer Arbeitstag in Hexenhausen: Verdis „Macbeth“ an der Oper Leipzig
12.12.11 (Michael Ernst) -
Während aus Moskau neueste Nachrichten eingingen, die vom Erwachen des russischen Volkes kündeten, das zahlreich gegen den Ex-KGB-Spitzel Putin im Präsidentenamt demonstrierte, erhob sich in Leipzig ein anderer Despot, um sich an die Macht zu morden. Das zeitgleiche Aufeinandertreffen war Zufall, die Gedankenstränge vermochten aber Realpolitik und Theatererlebnis nicht so ganz voneinander zu trennen. Schon die Vorlage zu Giuseppe Verdis „Macbeth“, das gleichnamige Drama von William Shakespeare, ist doch gruselig genug, um als ideales Abbild für den Politproll von heute zu gelten.
Mythos modern – Kopenhagens Konwitschny landet mit „Elektra“ in Leipzig
18.04.11 (Michael Ernst) -
Die Uraufführung gab es 1909 in Dresden, aber die Geschichte ist Jahrtausende älter. Die Oper „Elektra“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, der eine gleichnamige Tragödie bereits 1903 veröffentlichte, geht auf das vierte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück. Seinerzeit bedichtete Sophokles den blutrünstigen Stoff. Wie aktuell das Ganze geblieben ist, untersuchte Opernregisseur Peter Konwitschny 2005 in seiner Eröffnungsinszenierung der neuen Oper von Kopenhagen, die auch am Staatstheater Stuttgart zu sehen war.
Ein Puppenheim – Peter Konwitschny inszeniert Mozarts „Così fan tutte“ an der Oper Leipzig
07.03.11 (Michael Ernst) -
Wer wen, das ist hier die Frage. Ein Warum scheint es gar nicht zu geben. Vom Wie ganz zu schweigen. Die Oper Leipzig bringt Mozarts „Così fan tutte“ heraus und akklamiert das Lustspiel mit dem Versprechen „Und plötzlich ist alles ganz anders“. Dessen Einlösung liegt auf der Hand, schließlich inszeniert Chefregisseur Peter Konwitschny.
Iphigenie in Asterix oder Gluck an Konwitschny: Fortsetzung des Leipziger Gluck-Rings mit „Iphigenie in Aulis“
29.11.10 (Michael Ernst) -
Wir schreiben das Jahr 2013. Bald. Die ganze Opernwelt ist dann von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ besetzt. Die ganze Opernwelt? Nein, ausgerechnet die von unbeugsamen Wagner-Verehrern bevölkerte Geburtsstadt Leipzig widersetzt sich standhaft diesem Ringen um Richard und zeigt – 200 Jahre nach dessen Geburt – einen bislang unbekannten „Gluck-Ring“. Soeben hatte dessen zweiter Teil Premiere. Erinnern wir uns: Was bisher geschah …
