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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter Tschaikowsky«

Rotgardisten zu Pfundsakkorden: Tschaikowskys „Iolanta“ und Rachmaninows „Francesca da Rimini“ im Theater an der Wien

20.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Opern, die vom Wegschließen von Frauen durch Männer handeln, finden sich in der Geschichte des Musiktheaters ziemlich häufig: Im Theater an der Wien mag einem Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in den Sinn kommen oder „Die Zauberflöte“, die an dieser Stelle uraufgeführt wurde. Aber auch andere klassische Werke wie Rossinis „Barbier von Sevilla“, der Antonia-Akt in „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach oder Verdis „Rigoletto“ (in dem der Hofnarr seine Tochter am Ende einer finsteren Gasse den Blicken der Männerwelt vorenthält); in sämtlichen Blaubart-Opern von Gretry über Bartók bis Franz Hummel geht es um Frauen, die ihrer Freiheit beraubt werden, und um eine radikale, tödliche Form des Wegschließens in sämtlichen Antigona-Tragödien des 18. Jahrhunderts (zuletzt ebenfalls in der 2009 uraufgeführten „Proserpina“ von Wolfgang Rihm).

Schreitend wird die Welt erlöst: Peter Sellars verschaltet in Madrid Tschaikowskys „Iolanta“ mit Strawinskys „Perséphone“

18.01.12 (Jörn Florian Fuchs) -
Wenn man den ziemlich kurzen Applaus als Maßstab nimmt, dann war dieser Abend kein allzu großer Erfolg. Recht eilig drängt das Publikum aus dem Teatro Real – zuvor noch geblendet von gleißend gelbem Licht am Ende des eigenwilligen Strawinsky-Melodrams „Perséphone“. Vielleicht war es aber auch nur die Erschöpfung nach dem Absolvieren eines dreieinhalbstündigen Musiktheater-Rituals. Peter Sellars Hang zu Spirituellem, in Verbindung mit einer eher installativen Regie, bricht sich auch in Madrid Bahn.

Russische Liebesgrüße an der Amstel – de nederlandse opera präsentiert Peter Tschaikowsky „Eugen Onegin“

16.06.11 (Frieder Reininghaus) -
Zur Eröffnung des diesjährigen HOLLAND FESTIVALs wurde – und das klang nicht gerade innovativ – Peter Tschaikowskys „Eugen Onegin“ anberaumt, eine Nachzüglerin der „romantischen Opern“ über müßiggängerisches Leben besserer Kreise im zur Neige gehenden Zarenreich. Womöglich lassen sich gewisse Parallelen zu persönlichen Befindlichkeiten in einer verwöhnten Generation junger Leute heute diagnostizieren und herauspräparieren (immerhin erschienen Mitglieder der königlichen Familie zur Premiere).

Ausweglos ineinander verstrickt

06.02.10 (Juan Martin Koch) -
Ob die DVD auf lange Sicht die CD als Medium für Operneinspielungen ablösen wird, lässt sich noch nicht absehen, in jedem Fall aber steigt die Zahl der im Jahresverlauf erscheinenden DVD-Einspielungen kontinuierlich, was freilich auch an den ständigen Wiederauflagen in neuem Gewand liegt. Jüngstes Beispiel ist die vom Magazin „Stern“ herausgegebene Box, die unter dem extrem einfallsreichen Titel „Sternstunden der Oper“ einmal mehr den Arthaus-Katalog mit den mittlerweile hier beheimateten TDK-Scheiben plündert (Näheres unter nmz-Online).

Triumph für Anja Silja – Tschaikowsys „Pique Dame“ an der Komischen Oper Berlin

26.01.09 (Peter P. Pachl) -
Streben nach dem höchsten Gewinn, zeichnet Hermann, die männliche Spieler-Hauptfigur in Pjotr Tschaikowskis 1890 in St. Petersburg uraufgeführter Oper „Pique Dame“ aus. Hermann nimmt die Fama einer Gräfin, die in ihrer Jugend als „Venus von Moskau“ in Paris für Furore gesorgt hatte, und die einem späten Liebhaber das Geheimnis eines todsicheren Tipps fürs Karten-Glücksspiel verraten könne, für bare Münze. Mit Hilfe ihrer Enkelin Lisa schleicht er sich bei ihr ein und bedroht sie mit der Pistole: Die Gräfin stirbt, aber ihr Astralleib verrät Hermann die Sieg-bringenden Karten.
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