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Alle Artikel kategorisiert unter »Plagiat«
Copyright-Klau II
26.02.10 (Max Nyffeler) -
Das Copy-/Paste-Verfahren wird heute bekanntlich von künstlerisch impotenten Leuten als neue Kreativität propagiert: Was man anderswo geklaut hat, wird am Computer bearbeitet, gemixt und dann der Öffentlichkeit als subversive Kunst verkauft. In der letzten Beckmesser-Kolumne war die Rede von einem englischen Betrüger, der auf diese Weise die Aufnahmen zahlloser Pianisten „kreativ“ bearbeitete und erfolgreich als Produkt seiner Ehefrau Joyce Hatto verkaufte. Die Dummen waren neben den gutgläubigen CD-Käufern auch die Kritiker, die die Plagiate hochgejubelt hatten und nach Entdeckung des Schwindels als Schwadroneure dastanden.
Finlandia forever
30.01.09 (Martin Hufner) -
In letzter Zeit scheinen sich die Fälle zu häufen, in denen Künstler den Vorwurf machen, andere würden sich an ihren kreativen Leistungen bereichern. Damit meinen sie jetzt nicht die oft ins Feld geführten Downloadsünder, die wie vor Madagaskar als Piraten unterwegs seien, sondern andere Künstler, denen vorgehalten wird, sie würden ihre Musik wirklich klauen. Fast immer sind es halbwegs unbekannte Künstler, die beklaut würden. Eine norddeutsche Gruppe „Nordrach“ ging so gegen Gary Moores „Still got the blues“ vor, momentan kämpft eine französische Band „Dark Sanctuary“ vor dem Hamburger Landesgericht gegen Bushidos Verwendung ihrer Musik, Kraftwerk ist unlängst gegen Moses Pelham vorgegangen. Andere Fälle sind Legion. Es scheint, als habe die Finanzkrise längst in der Popmusik stattgefunden. Die Töne werden wohl knapp. Immer ähnlicher werden sich die Stücke, nicht nur bei denselben Künstlern wie einstens bei Modern Talking oder Baccara, die ohnedies nur das gleiche Stück spielten. In den USA passiert das alles sogar offensiv und wird als Mashup bezeichnet, was früher, somit selbst Plagiat, einmal Bastard-Pop hieß.
