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Alle Artikel kategorisiert unter »Regietheater«
Was bleibt, ist ein Buch – Rückblicke auf ein langes Leben für das Musiktheater: „Oper mit Herz“
05.01.11 (Michael Ernst) -
Gut zwei Monate nach dem Tod von Opernregisseur Joachim Herz liegen bereits Schriften aus dem Nachlass vor, vom Meister noch in „letzter Hand“ ediert. Dass deren Titel „Oper mit Herz“ fast wie ein Wortspiel klingt, ist natürlich kein Zufall. Geht es doch um den Auftakt einer drei Bände angelegten Edition „Musiktheater des Joachim Herz“, in dem zunächst der Weg „Von der Barockoper zum Musikdrama“ gezeichnet werden soll.
Kampfbegriff Werktreue – Schriftsteller Ostermaier verteidigt Regietheater
21.02.10 (Georg Etscheit - ddp) -
Der Münchner Schriftsteller Albert Ostermaier hält nichts von einer Generalkritik am Regietheater. "Ich bin Gegner dieser Verteufelung und Mystifikation des Regietheaters", sagte Ostermaier der Nachrichtenagentur ddp. "Alles, was man auf die Bühne bringt, ist immer eine Interpretation, eine Übersetzung. Der Begriff der Werktreue ist ein Kampfbegriff, der nichts mit der Realität zu tun hat. Und er ist auch völlig ahistorisch."
Angekommen - Peter Konwitschny will Leipziger Opernhaus neues Profil geben
17.09.09 (Angelika Rausch - ddp) -
Vor einem Jahr kehrte der vielfach ausgezeichnete Opernregisseur Peter Konwitschny nach langer Abwesenheit in seine Heimatstadt Leipzig zurück, um am Opernhaus den Posten des Chefregisseurs zu übernehmen. In Erinnerung an den Wende-Herbst 1989 wird er Anfang Oktober dort Luigi Nonos Revolutions-Oper «Al gran sole» auf die Bühne bringen. Über seine neue künstlerische Heimat Leipzig, den langen Schatten seines Vaters Franz Konwitschny und zur Aufführung passende Klingelzeichen sprach ddp-Korrespondentin Angelika Rausch mit dem 64-jährigen Regisseur in Leipzig.
Die Salzburger Festspiele - Streit um Positionierung zwischen Regietheater und «Lodenschickeria»
28.07.09 (Georg Etscheit - ddp) -
Als sich Nikolaus Bachler, der immer noch recht neue Intendant der Bayerischen Staatsoper, jüngst endgültig von seinem langjährigen Job als Burgtheater-Chef in Wien verabschiedete, zog er kräftig vom Leder. Und zwar gegen die Salzburger Festspiele, die sich gerne als kultureller Nabel der Welt betrachten. Die Festspiele, die im kommenden Jahr ihr 90-jähriges Bestehen feiern, steckten in einer Sackgasse, hätten längst «jede künstlerische Relevanz verloren». Weltweit gebe es «Dutzende Festivals», die spannendere Inhalte zu bieten hätten, sagte Bachler, der selbst schon mal als Intendant in Salzburg gehandelt wurde.
Dirigent Christian Thielemann mag kein Regietheater
23.01.09 (Georg Etscheit - ddp) -
München/Baden-Baden (ddp-bay). Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Christian Thielemann, hält wenig vom modernen Regietheater. «Heute wird alles immer noch drastischer», sagte Thielemann in München im ddp-Interview. «Und wenn Sie da nicht mitmachen, gelten Sie gleich als reaktionär.» Er selbst wolle sich dadurch die Lust an der Oper nicht verderben lassen. «Ich kann es nicht leiden, wenn eine Inszenierung die Musik überlagert. Das ist, wie wenn im Restaurant jemand neben mir raucht. Da vergeht mir der Appetit.»
