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Alle Artikel kategorisiert unter »Schule«
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Schule schafft sich ab – Cluster (2011/09)
07.09.11 (Martin Hufner) -
Schule und Musikmachen, das geht unter den Bedingungen von G8 nicht mehr. Vor mir liegt der Stundenplan einer Schülerin, 11. Klasse. 34 Stunden Schule. Dazu Instrumentalunterricht in nur einem Fach und eine zweieinhalbstündige BigBand-Probe, alle zwei Wochen zusätzlich anderthalb Stunden Satzprobe. Das sind um die 40 Stunden. Hinzu kommen Auftritte mit der BigBand, Workshops über das Wochenende, Generalproben. Eben alles, was man als Musiker so machen muss, wenn man nicht nur pro forma ein Instrument erlernt, der Eltern oder Großeltern wegen. Ach ja, der Schule muss man ja auch noch dienen: Hausaufgaben, Referate koordinieren.
Das Stuttgarter Modell
30.01.11 (N.N.) -
Dank einer deutschlandweit einzigartigen Projektförderung durch den „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ in Höhe von 200.000.– Euro wurde in Stuttgart ein wegweisendes und zukunftsorientiertes Qualifizierungsmodell für Studierende, Referendare und Berufseinsteiger des Faches Schulmusik inspiriert unter Einbeziehung professioneller Evaluation und empirischer Forschung. Für die Entwicklung, Planung und Durchführung des Projektes sind maßgeblich drei Personen der drei Trägerinstitutionen zu nennen: Andrea Amann (Fachberaterin Musik für das Regierungspräsidium Stuttgart), Bert Gerhardt (Fachleiter Musik für das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart) und Sointu Scharenberg (Studiendekanin Schulmusik für die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart) haben das Modell „Phasenübergreifende Module“ in Gemeinschaftsarbeit entwickelt.
Dreißig Jahre lang Musik von Anfang an
03.09.10 (Anselm Weyer) -
Die acht Kinder sind frisch eingeschult. Viele spielten bislang kein Instrument. Die meisten nehmen auch noch keinen Instrumentalunterricht und haben nicht einmal ein Instrument daheim. Aber sie formen schon eine Band. Angeleitet von einem Profimusiker musizieren sie von der ersten Stunde an, lernen zunächst die wichtigsten Bandinstrumente spielen, bevor sie sich dann auf eines konzentrieren. Oft bleibt „ihre“ Band bis zum Ende der Schulzeit zusammen und hat bis dahin nicht nur fremde Songs erarbeitet, sondern auch eigene Stücke kreiert und öffentlich aufgeführt.
Stimmige Persönlichkeiten statt Perfektionismus
11.06.09 (Uli Führe) -
Ich habe ja das große Vergnügen, durch meine umfangreiche Kurstätigkeit jährlich 1.000 bis 1.500 Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen im ganzen deutschsprachigen Raum zu begegnen. Dabei ist das Singen das zentrale Thema. Und es gibt doch noch einige Pädagoginnen, denen ein unverkrampftes Verhältnis zum Singen geschenkt ist. Diese brauchen hier nicht weiter zu lesen. Doch begegne ich auch sehr vielen Pädagoginnen, die zutiefst verunsichert sind. Sie trauen sich einfach nicht zu, ein Lied anzustimmen: Ich kann doch nicht singen! Ich kann kein Instrument spielen! Diese Menschen wurden in ihrer musischen Ausbildung sträflich vernachlässigt. Gleichzeitig schweben hohe Ansprüche über den Pädagoginnen. Nicht zuletzt sind da auch die vielen Kinderstimmbildungsbücher verantwortlich, die in hehrer Absicht richtige, und doch kontraproduktive, Ansichten verbreiten.
Nicht das Patentrezept, kreative Vielfalt ist gefragt
29.05.09 (Heike Henning) -
Musiklehrkräfte aller Klassenstufen und Schultypen konnten sich im April in Nürnberg bei den Tagen der Bayerischen Schulmusik an der Friedrich-Alexander-Universität treffen und weiterbilden. Die Veranstalter, der Verband Bayerischer Schulmusiker (VBS) und der Arbeitskreis für Schulmusik (AfS), begrüßten zahlreiche motivierte Teilnehmer bei dieser für die musikalische Bildung künftiger Generationen und den Musikunterricht an Schulen äußerst wichtigen und mit 62 Referenten, 88 Kursen und etwa 600 Teilnehmern größten musikpädagogischen Fortbildungsveranstaltung in Bayern.
Frontfrau auf Griffweite, ohne Saalmikro
03.05.09 (Georg Beck) -
„Was machen wir jetzt?“– Schülerfragen können so gnadenlos ehrlich sein. Wie die des Backfischs mit den schwarzen Locken. Da geht der Finger in die Luft und legt sich schwuppdiwupp in die Workshop-Wunde. Für einen kurzen Moment gerät der Dialog zwischen Salome Kammer und den Schülern der Gesamtschule Brühl ins Stocken. Dabei hat der vorangegangene Auftritt der Sängerin ihr selbst wie dem Ensemble beachtliche Sympathiewerte eingebracht. Berios „Folksongs“ jedenfalls gehen glatt durch im Brühler Musikauditorium. Auf der Bühne top – der Workshop ein Flop? Was wir jetzt machen? Antwort: ein Schulprojekt.
VDS warnt vor Musik-Katastrophe in Hamburg: „Lernbereich Künste“ statt Bildende Kunst und Musik
26.11.08 (nmz-red/Regensburg) -
Der Verband deutscher Schulmusiker (VDS) hat vor Plänen der Hamburger Schulbehörde (BSB) gewarnt, nach denen es in der zukünftigen Primarschule die Fächer Bildende Kunst und Musik nicht mehr geben wird. An ihre Stelle soll als neues Fach ein „Lernbereich Künste“ treten, der die Inhalte von Kunst-, Musik- und Theaterunterricht in sich vereint.
