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Alle Artikel kategorisiert unter »Simon Rattle«
Viel Lärmen um ziemlich wenig: „Carmen“ bei den Osterfestspielen Salzburg
01.04.12 (Jörn Florian Fuchs) -
Eine heißblütige, aber sehr wankelmütige Frau zwischen mindestens zwei Männern – das ist, kurz gefasst, die Handlung von Bizets „Carmen“. Um diese Oper wirkungsvoll auf die Bühne zu bringen, braucht es ein paar Zutaten: eine nicht nur vokal temperamentvolle Sängerin für die Titelpartie, ein blech- und taktsicheres Orchester sowie eine Regie, die zumindest Carmen und den von ihr verschmähten Don José wirkungsvoll in Szene setzt. Letzterer sollte vielleicht auch noch ganz schön und authentisch schluchzen können.
Unsichtbares Theater: Chorwerke von Hugo Wolf und Mahlers „Auferstehungssinfonie“ in der Berliner Philharmonie
19.02.12 (Peter P. Pachl) -
Bei der Uraufführung von Mahlers Zweiter durch die Berliner Philharmoniker im Jahre 1895 sollen sich die Besucher am Ende weinend gegenseitig in die Arme gefallen sein. Ähnlich emotionale Szenen gab es 117 Jahre später in der restlos ausverkauften Berliner Philharmonie, als Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern und dem Rundfunkchor Berlin die Emotionen, insbesondere im Schlusssatz von Mahlers Sinfonie Nr. 2 in c-Moll, hochpeitschte.
Rhythmisierte Friedensbotschaft: zur Berliner Uraufführung von Jonathan Harveys „Weltethos“ nach Hans Küng
17.10.11 (Barbara Eckle) -
Wer die Uraufführung von „Weltethos“ besuchte, tat dies vermutlich nicht, um ein neues Werk zeitgenössischer Musik zu hören, sondern um einem außergewöhnlichen Ereignis beizuwohnen. „Kein Weltfriede ohne Religionsfrieden“ – so lautet die Botschaft der Stiftung „Weltethos“, die das gleichnamige Werk in Auftrag gegeben hat. Sie stammt von Hans Küng, dem wohl couragiertesten Theologen unserer Zeit, der sich seit Jahren weltweit für die friedliche Koexistenz der Religionen einsetzt. Er hat die Stiftung 1990 ins Leben gerufen und ist Hauptinitiator des 80-minütigen Werks, das der Britische Komponist Johnathan Harvey für Berliner Philharmoniker, Rundfunkchor und Kinderchöre des Berliner Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums unter der Leitung von Sir Simon Rattle musikalisch umsetzte.
Erzählen als Überlebensstrategie: Leoš Janáčeks „Aus einem Totenhaus“ an der Staatsoper Berlin
03.10.11 (Peter P. Pachl) -
An den Berliner Opernhäusern herrscht unabgesprochen ein Janáček-Schwerpunkt: der vorletzten Oper des Komponisten an der Komischen Oper Berlin folgte im Tagesabstand das letzte Bühnenwerk an der Staatsoper in Schillertheater, dem in dieser Saison noch, schräg gegenüber in der Deutschen Oper Berlin, die „Jenufa“ folgen wird.

