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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatsoper München«
Hermann Nitsch und Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ in München – eine Teilübergießung
06.07.11 (Juan Martin Koch) -
Bei der Premiere war der Skandal ausgeblieben, und auch bei der zweiten Vorstellung geht der Protest über vereinzelte Buh- und Pfui-Rufe nicht hinaus, als nach dem ersten Teil ein Gekreuzigter durch eine Publikumsreihe getragen wird. Aufs Ganze betrachtet erweist sich die Kombination von Olivier Messiaens Franziskus-Oper mit Hermann Nitschs, hier auf Münchner Opernfestspiel-Format heruntergebremstem „Orgien-Mysterien-Theater“ als gar nicht so abwegig.
Im Labyrinth der Gefühle: Calixto Bieito und Daniele Gatti versuchen sich in München an Beethovens „Fidelio“
22.12.10 (Christian Kröber) -
Es waren dann doch viel weniger Buhs, als die sensationslüsterne Öffentlichkeit erwartet hatte, bei dieser ersten Arbeit des katalanischen Skandalregisseurs an der Bayerischen Staatsoper. Und sie galten vor allem dem Dirigenten. Um es vorweg zu nehmen: der Abend in München erfüllte die Erwartungen in keiner Weise. Weder kamen diejenigen auf ihre Kosten, die den Theaterskandal zum Lakmustest für die Lebendigkeit der Oper erheben; noch die Liebhaber großen musikalischen Opernglücks. Über weite Strecken herrschte pure Langeweile und Sänger, Dirigent und Orchester befanden sich, bis auf wenige, allerdings herausragende Ausnahmen, auf dem Niveau einer anständigen Provinzbühne.
Elsas Traum vom Eigenheim – ein enthmytologisierter „Lohengrin“ in München
09.07.09 (Peter Krause) -
Der Lohengrin ist Richard Wagners traurigster Held. Die Fallhöhe seines Scheiterns wirkt noch viel größer als die des Tristan oder des Siegfried, da der Lohengrin doch mit so immensem utopischen Überschuss auftritt – dieser Mann des märchenhaften Wunders, der so gern der menschlichen Liebe teilhaftig werden möchte und doch erleben muss, wie unvereinbar sein schöner Schein mit dem wahren Leben einer real existierenden Beziehungskiste ist.
Uraufführung an der Staatsoper - Choreograf Jirí Kylián verabschiedet sich von der Bühne
04.05.09 (Ulrike Köppen - ddp) -
München - Mit einer Uraufführung des weltbekannten tschechischen Choreografen Jirí Kylián wird am Sonntag (3. Mai) an der Münchner Staatsoper die jährliche Ballettfestwoche eröffnet. Sie ist gleichzeitig Auftakt der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Bayerischen Staatsballetts. In einer engen Verschränkung von Tanz, Musik, bildender Kunst und Film soll die Inszenierung «Zugvögel» die Vergänglichkeit des Bühnenkunstwerks versinnbildlichen und ist außerdem der Abschied des 1947 geborenen Choreographen von der Bühne.

