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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatstheater Mainz«

Träume aus Glas. Hundert Jahre nach der Uraufführung erfährt Franz Lehárs Operette „Eva“ am Staatstheater Mainz eine eindrucksvolle Wiederentdeckung

22.11.11 (Andreas Hauff) -
Knapp 100 Jahre nach der Wiener Uraufführung hat das Staatstheater Mainz Franz Lehárs Operette „Eva“ wieder ausgegraben – und beweist, dass es bei Lehár jenseits von „Lustiger Witwe“ und „Land des Lächelns“ noch etwas zu entdecken gibt. Der Eindruck eines erschrockenen Uraufführungsrezensenten, hier werde dem Publikum „die soziale Frage im Dreivierteltakt vorgesetzt“, lässt sich allerdings kaum nachvollziehen. Viel eher zeigt „Eva“ in Cordula Däupers Inszenierung, wie ein Operetten-Traum funktioniert

Tristan in Nordafrika: Wagner mit Hermann Bäumer und Tilman Knabe zum Opernsaisonauftakt in Mainz

18.09.11 (Frieder Reininghaus) -
Tristan und Isolde“, die mit reichlich autobiografischen Anzüglichkeiten gespickte „Handlung in drei Aufzügen“ Richard Wagners, wurde vor allem wegen des Orchestersatzes und der Stimmführung der Vokalpartien bei der Uraufführung an Münchener Hoftheater 1865 als „revolutionär“ empfunden. Naheliegend war und blieb, daß auch spätere Generationen vom innovativen, obsessiven Potenzial des Werks zu profitieren hofften. Es wurde daher weitgehend der frühmittelalterlichen gesellschaftlichen Zusammenhänge um König Markes entkleidet. Man sah „Tristan und Isolde“ in den letzten Jahren, dank Heiner Müller, im Kontext von Ölfässern und, vielleicht sinnfälliger, vermittels Anna Viebrock und Christoph Marthaler, in einer auf Thomas Manns Novellen-Schilderung gestützt Sanatoriumswelt. Tilman Knabe, der sich gerne als Regie-Beserker profiliert, hat die Handlung nun am Staatstheater Mainz aktualisiert.

Landesmusikrat Rheinland-Pfalz interveniert gegen Budgetkürzungen beim Staatstheater Mainz

07.04.11 (PM) -
Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz beobachtet mit großer Sorge die aktuellen Diskussionen um die finanzielle Ausstattung des Staatstheaters Mainz. Eine Kürzung der Musiktheatersparte bzw. des Balletts kann der Landesmusikrat nicht nachvollziehen.

Hochlandbrand statt Götterdämmerung: Katharina Wagner entdeckt in d'Alberts „Tiefland“ ihren Urgroßvater

30.03.11 (Andreas Hauff) -
Vielleicht hat es erst die Skandale der letzten Jahre gebraucht, um offen zu sagen und zu zeigen, worum es in Eugen d’Alberts Oper „Tiefland“ letztlich geht: Um den sexuellen Missbrauch einer Abhängigen nämlich – und nicht um dumpfe, völkisch angewehte Klischees von moralisch gesundem Hochgebirge und sündiger Tiefebene, wie sie noch immer in den Opernführern und -rezensionen herumspuken. Katharina Wagner hat „Tiefland“ nun am Staatstheater Mainz inszeniert – und darin vor allem ihren Urgroßvater Richard Wagner gefunden.

Tatjana Gürbaca wird Operndirektorin am Staatstheater Mainz

30.09.10 (PM) -
Tatjana Gürbaca wird ab Beginn der Spielzeit 2011/2012 neue Operndirektorin am Staatstheater Mainz. Sie hat einen Dreijahresvertrag und löst damit Interims-Operndirektor Roland Spohr ab.

Frau ohne Eigenschaften: Katharina Wagner inszeniert Puccinis „Madama Butterfly“ in Mainz

20.01.10 (Gerhard Rohde) -
Katharina Wagner gehört zu der wachsenden Zahl junger Opernregisseure, die durchaus akzeptable Ansätze für eine veränderte Sicht auf tradierte Werke durch Überladung mit irgendwelchen Einfällen bis zur Unkenntlichkeit verstellen. Immerhin wird erkennbar, dass die Regisseurin die „Geschichte von der kleinen Japanerin“ aus der gewohnten kleinteiligen Psychologie der Figuren herausführen möchte.

Operette sich wer kann! Robert Lehmeier ruiniert in Mainz die „Fledermaus“

29.01.09 (Andreas Hauff) -
Die „Fledermaus“ gilt eigentlich als unverwüstlich. Charme und Witz von Johann Strauß’ beliebtester Operette, meint man, sind nicht kaputtzukriegen. Doch Robert Lehmeier, bekannt geworden durch die Berliner Inszenierungen „Angela - eine Nationaloper“ und die schwule Version von Mozarts „Cosi fan tutte“, gelingt es am Staatstheater Mainz tatsächlich, das Stück gegen die Wand zu fahren.
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