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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatstheater Saarbrücken«
Mehr als 150 Jahre zu spät: zur Uraufführung von Théodore Gouvys Oper „Der Cid“ in Saarbrücken
04.06.11 (Frieder Reininghaus) -
Vor dreieinhalb Jahren gelang dem Staatstheater Saarbrücken mit dem Auftauen von Wladimir Deschewows „Eis und Stahl“ eine kleine Sensation. Die Erinnerung an eines der revolutionär gemünzten Musiktheaterwerke der jungen Sowjetunion war ein Signal, bestimmte Segmente der Kulturgeschichte, die gegenwärtig unter der Windstille des Vergessens dahindümpeln, nicht gänzlich unbeachtet zu lassen. Die kulturpolitische gute Absicht war nun offensichtlich auch in hohem Maß der gutnachbarschaftliche Vater des Gedenkens an Théodore Gouvy (1819–1898) und dessen historisch verunglücktes Hauptwerk „Der Cid“.
Multimedia-Revue statt Märchenexotik: Schuberts „Sakontala“ in Saarbrücken
01.04.10 (Andreas Hauff) -
Dass es im Jahr 2010 zur szenischen Uraufführung einer Schubert-Oper kommt, ist ein denkwürdiger Moment. Franz Schuberts „Sakontala“ hat eine lange Geschichte. Der Komponist begann die Arbeit im Oktober 1820, brach sie dann aber im Frühjahr 1821 ab – vermutlich weil die Hofoper zur Uraufführung Louis Spohrs Oper „Zemire et Azor“ angenommen hatte, mit der es zahlreiche inhaltliche und atmosphärische Übereinstimmungen gab. Elf Szenen des Fragments liegen im Partitur-Entwurf vor, der sich größtenteils auf die tragenden Melodiestimmen und den Bass beschränkt.

